Buds oder Booze? Gen Z entscheidet sich für die gesündere Option

01 June 2022
Die erste Generation, die im Zeitalter von legalem Cannabis erwachsen wird, bevorzugt Marihuana und Shrooms gegenüber Alkohol.
01 June 2022
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Buds oder Booze? Gen Z entscheidet sich für die gesündere Option

Laut einer aktuellen Umfrage bevorzugt die Generation Z, definiert als 18- bis 24-Jährige, Marihuana statt Alkohol. 69% der jungen Menschen in dieser Altersgruppe würden lieber einen Joint rauchen, als Bier zu trinken oder Shots zu machen. Ein ähnlicher Trend wird auch in anderen Altersgruppen beobachtet – bis hin zu den 44-Jährigen – doch die Haltung der Generation Z ist besonders bedeutend, da diese Menschen unsere Zukunft maßgeblich beeinflussen werden.

Ihr Freizeitverhalten endet nicht beim Cannabis. Auch Zauberpilze, oder einfach Shrooms genannt, werden zu einem wichtigen Bestandteil der psychedelischen Erfahrungen junger Erwachsener. Als einen der Gründe, Alkohol abzulehnen und stattdessen etwas anderes zu konsumieren, nennen junge Leute ihren Wunsch nach einem gesünderen Lebensstil.

Die Akteure sind bereit, sich an den Wandel anzupassen

Genau die Hälfte der Gen Z ist noch nicht volljährig und besitzt deshalb (noch) keine Kaufkraft für bewusstseinsverändernde Substanzen. Die andere Hälfte – also die ab 21 Jahren – kann legal Alkohol kaufen (und Marihuana dort, wo es bereits legalisiert ist). Man schätzt, dass diese jungen Menschen über 360 Milliarden US-Dollar an verfügbarem Einkommen verfügen – ein beachtlicher Anteil für die Branche rund um berauschende Substanzen.

Die Weitsichtigsten (oder Mutigsten) versuchen bereits, sich einen Platz im künftigen Markt zu sichern. Im vergangenen Monat brachte der Hersteller von Sam Adams Bier, Boston Beer Co., ein THC-infundiertes Getränk auf den Markt, und Cowen Inc., ein Finanzunternehmen, das den Cannabissektor beobachtet, setzt auf den Aufstieg großer Multi-State-Cannabisbetreiber. Ihre optimistischen Erwartungen gründen sich unter anderem auf den Einstellungswandel. Zwischen 2002 und 2008 glaubten junge Menschen im Alter von 18 bis 25 noch, dass es riskanter sei, ein paar Mal pro Woche high zu sein als zu trinken. Von 2008 bis 2019 war die Antwort auf die gleiche Frage genau umgekehrt: Junge Leute hielten Trinken für riskanter als das Rauchen von Gras.


Buds oder Booze? Gen Z entscheidet sich für die gesündere Option: Eine Gruppe von Menschen Anfang 20 feiert mit Gras in Innenräumen

Die lockere Haltung gegenüber Cannabis ist bei den Zoomern am weitesten verbreitet.

Ist Gras wirklich das gesündere Laster?

Viele Gesundheitsexperten warnen, dass der Konsum von Cannabis nicht so harmlos ist, wie Befürworter es gern darstellen. Am meisten Bedenken bestehen dabei hinsichtlich des frühen Einstiegs.

Es gibt genügend Beweise, die das Rauchen von Marihuana mit einem erhöhten Risiko für Schizophrenie und einige andere Formen von Psychosen in Verbindung bringen. Kritiker weisen jedoch darauf hin, dass Korrelation nicht gleichbedeutend mit Kausalität ist und es möglicherweise einen gemeinsamen Auslöser gibt, der sowohl zur psychischen Erkrankung als auch zu erhöhtem Cannabiskonsum führt.

Eine stärkere belegte Behauptung ist, dass das Risiko einer Abhängigkeit steigt, je jünger man mit Cannabis anfängt – das äußert sich in der Unfähigkeit, den Konsum zu mäßigen, ständigen Verlangen sowie Problemen in Familie oder Beruf. Sicher ist jedoch: Auch Alkoholkonsum führt zu diesen und noch gravierenderen Schwierigkeiten.

 



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