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Fem Forge: Die Zukunfts-Genetik erschaffen

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13 Mai 2026
3 min read
Fem Forge: Die Zukunfts-Genetik erschaffen

Phase I : Identische Mutterklone erstellen

Zuallererst muss die Mutterpflanze vollkommen gesund sein, mit sattgrüner Belaubung; je sauberer und gesünder die Mutter ist, desto schneller und zuverlässiger bewurzeln ihre Stecklinge. Unser Ziel ist es, mindestens 10 endgültige Mutterpflanzen pro Sorte zu etablieren. Bei einer erwarteten Bewurzelungsrate von 90–95 % nehmen wir dennoch überschüssig 30–40 Stecklinge pro Sorte, um eine Reserve zu haben — etwa 20 Klone werden je Sorte für die nächste Auswahlrunde eingepflanzt. Dadurch ist sichergestellt, dass die ausgewählten Klone wirklich identische Kopien voneinander sind.

 

Klon

Frisch geschnittene Klone

 

Phase 2 — Hohe Luftfeuchtigkeit, kurze Lüftungszyklen

In der ersten Woche halten wir die Luftfeuchtigkeit unter der Haube so hoch wie möglich. Weil die Stecklinge noch keine Wurzeln haben, nehmen sie Feuchtigkeit und Mikronährstoffe über die Blattoberfläche auf. Jeden Tag entfernen wir die alte Kondensation von der Haube und besprühen die Klone mit einer niedrig dosierten Nährlösung (ca. 0.4 - 0.6 EC), auf einen pH-Wert von etwa 5,7–6,0 eingestellt. Wir sprühen leicht, aber regelmäßig, sodass die Blätter feucht bleiben, ohne ständig durchnässt zu sein – das verhindert Fäulnis und ermöglicht dennoch Nährstoffaufnahme über die Blätter.

 

Klon unter Haube

Frisch besprühte Klone unter der Haube mit wenig Licht, alte Kondensation entfernt für ein sauberes und stabiles Klima.

Phase 3 — Erste Wurzeln

Nach etwa 7–8 Tagen sehen wir die ersten Wurzeln durchbrechen. Das ist unser Signal, die Lüftungsöffnungen der Propagatoren zu öffnen und die Frischluftzufuhr zu erhöhen, wodurch die Luftfeuchtigkeit unter der Haube etwas sinkt und die Wurzeln angeregt werden, stärker zu wachsen. 

 

Erste Wurzelanzeichen

Erste Wurzelanzeichen

 

Von diesem Zeitpunkt an beginnen die Klone das Substrat mit Wurzeln zu durchwuchern und die Schwämme viel schneller auszutrocknen. Wir beobachten sie daher genau und befeuchten nach Bedarf – das Substrat darf nie ganz austrocknen, soll aber auch nicht ständig durchnässt sein.

 

Klon nach 8 Tagen

Bewurzelung: mehr Licht, weniger Luftfeuchtigkeit, mehr Luft

 

Phase 4 — Bewurzelte Klone in Coco umtopfen

 

Substrat: 90 % Coco, 10 % Humus
Dünger: EC 1,0–1,2, pH 5,6–5,9

Männlich : 2-Gallonen-Topf, um mehr Wurzelvolumen und stärkeres Wachstum zu ermöglichen
Weiblich : 1-Gallonen-Topf für eine kompakte, handliche Struktur und einfache Pflege

Sobald wir deutlich ausgeprägte, strahlend weiße Wurzelsysteme an den Klonen sehen, pflanzen wir diese so schnell wie möglich um. Ziel ist es, keine Zeit zu verlieren und die Pflanzen nicht im Anzuchtwürfel einzuengen, sondern die Energie direkt in den stärkeren Wurzelaufbau im finalen Pflanzbeutel zu lenken.

Beim Umtopfen machen wir ein etwas größeres Loch als der Plug, geben eine Prise Azos + Mykos hinein und befeuchten es leicht mit unserer Dünge-Lösung. Wir setzen den Klon vorsichtig hinein, ohne die Wurzeln zu beschädigen; bei langen Wurzeln drehen wir den Plug manchmal etwas, sodass die Wurzeln spiralförmig anliegen und weniger abbrechen. Direkt nach dem Umpflanzen können einige Klone wegen des Klimawechsels kurz schlapp wirken, doch fast immer erholen sie sich bereits am nächsten Tag wieder.

 

Umtopfte Klone

Umtopfte Klone

 

Siebzehn Tage später

 

Nach 17 Tagen sehen alle Pflanzen kräftig aus und haben ordentlich an Masse zugelegt. Die zukünftigen Mütter blieben im Hauptraum, wo sie für den Rest des Zyklus gleichmäßig verteilt stehen, um den verfügbaren Platz und das Licht optimal zu nutzen.

Weibliche Pflanzen gleichmäßig verteilt

17 Tage nach dem Umtopfen

 

Männchen

 

Die zukünftigen männlichen Pflanzen wurden in einen separaten Raum gebracht, wo sie mit STS behandelt werden und gemäß unserem Protokoll früher als die Mütter in die Blüte geschickt werden. In dieser Bildreihe kannst du sehen, wie sich die zukünftigen Väter alle 3–4 Tage verändern – vom ersten Stretch und der frühen Strukturbildung bis zum Vor-Pollenstadium, bevor sichtbare Pollensäcke erscheinen.

 

Männchen Entwicklung

Männchen: vom ersten Besprühen bis zu 7 Tagen später, Umstellung auf 12/12

 

Männchen Entwicklung 2

Männchen: Blütestretch

 

Was passiert mit den weiblichen Pflanzen?

Unsere weiblichen Pflanzen, die künftigen Pollenträgerinnen, haben mittlerweile kräftiges Wachstum hingelegt und brauchen jetzt etwas Formschnitt. Um die Luftzirkulation zu verbessern und die Bildung von Stau- und Feuchtigkeitsnestern zwischen den Zweigen zu verhindern, reduzieren wir die Blattmasse und räumen die Struktur auf – das ist entscheidend, bevor das Blätterdach noch dichter wird. Anfangs denkt man immer "Das mache ich in einer Stunde", aber die Erfahrung zeigt rasch, dass eine sorgfältige und rechtzeitige Durchführung deutlich länger dauert.

Für dich ist es ein einminütiger Rundgang, doch hinter diesem kurzen Clip stecken etwa 3–4 Stunden konzentrierte, akribische Arbeit an jedem Tisch. Viel Spaß bei dieser Transformation.

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Entlaubung und Formgebung für bessere Luftzirkulation und Struktur
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