Mike Bites: Tysons Edibles mit einem ‚Kannibalistischen‘ Geschmack
Mike Tysons Cannabis-Unternehmen hat die Produktion einer neuen Linie von THC-Gummibärchen angekündigt, die rot und ohrförmig sind. Dies ist eine Anspielung auf den ikonischen Kampf zwischen Tyson und Evander Holyfield vor fast 25 Jahren, als der wütende Herausforderer seinem Gegner ein Stück vom Ohr abbiss.
Laut einem Foto, das auf Tysons Twitter veröffentlicht wurde, haben die Designer auf keine grafischen Details verzichtet: Die Ohren sehen so zerfetzt aus, als hätte Tyson persönlich an jedem einzelnen gekaut. Immerhin hat er sein neues Produkt probiert, um sicherzustellen, dass es köstlich ist. Die Gummibärchen werden in Massachusetts, Nevada und Kalifornien verkauft, da Tyson 2.0 nun als landesweit operierendes Unternehmen agiert.
Ehemalige Gegner jetzt Partner?
Manche Cannabis-Fans könnten denken, dass die ganze Idee – auch wenn es ein genialer Marketing-Trick ist – ziemlich geschmacklos ist. Schließlich war das Match von 1997 ein riesiger Skandal, der die Boxwelt erschütterte. Der Sport mag für die heutige Zeit vielleicht zu brutal sein, doch Mikes berüchtigter Biss war nochmals eine Stufe extremer. Viele Boxfans fürchteten damals, das könnte das Ende des Sports einläuten.
Zum Glück war Holyfield großherzig genug, seinem früheren Sparringspartner und langjährigen Rivalen zu vergeben. Er sagte, auch er sei nicht stolz auf viele Dinge, die er im und außerhalb des Rings getan hatte – einschließlich des Bisses in die Schulter eines Kämpfers. Allerdings riss er dabei kein Stück Fleisch heraus und spuckte es nicht Sobchak-ähnlich aus.
2019 brachte Tyson Holyfield erstmals die Idee näher, „heilige Ohren“ zu verkaufen. Das geschah in einer Episode des Podcasts Hotboxin’ With Mike Tyson. Ob Holyfield von diesem Geschäft einen Anteil am Erlös erhält, ist noch unklar – vermutlich schon.

Vom Absturz zum „perfekten Mann“
Tysons frühe Karriere war von Gewalt geprägt, und das Blutvergießen im Ring war bei Weitem nicht das Schlimmste, was er damals tat. Diejenigen, die Tyson heute kennen, sagen jedoch, er sei ein anderer Mensch geworden – „der perfekte Mann“, wie ihn Cannabis-Unternehmer Rob Hickman beschreibt.
Der Boxer selbst behauptet, es sei Cannabis gewesen, das ihn zu einem ruhigen, weisen und besonnenen Menschen gemacht habe. Auch wenn Tyson von Cannabisanbau keine Ahnung hat, gibt er jeder Charge, die er verkauft, persönlich sein Gütesiegel. Gerüchten zufolge raucht der Ex-Champion Cannabis im Wert von 40.000 US-Dollar pro Monat.
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