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Sneaker und Weed – Ein himmlisches Dream-Team

Author
Autor Zach Harris
20 August 2024
Ähnliche Kulturgüter: Weed und Sneaker sind von Anfang an miteinander verbunden.
20 August 2024
4 min read
Sneaker und Weed – Ein himmlisches Dream-Team

Inhalt:
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  • 1. Outlaw fresh
  • 2. Sneaker-brands wagen sich ins weed-geschäft
  • 3. Weed-brands drehen den spieß um

Sneaker haben die Welt erobert. Aus einer Nischensubkultur, die einst nur in Städten wie New York, London, Paris und anderen beliebt war, ist ein weltweites Massenphänomen geworden. In vielerlei Hinsicht ähnelt die Entwicklung der von Weed – eine Underground-Subkultur, die sich weltweit ausbreitete, bis sie den Sub-Status ablegt und zur Mainstream-Kultur wird. Doch Sneaker- und Cannabis-Industrien sind nicht nur parallele Erscheinungen, sondern überschneiden und durchdringen sich so lange, wie sich Sneakerheads nur erinnern können.

 

 

Wie kam es also dazu, dass Sneakerheads und Stoner sich so verbunden fühlen, sind sie ein und dieselbe Community, und wie haben sich die beiden Kulturen im Laufe der Zeit vereint? Lasst uns einen Joint drehen, die Sneaker schnüren und tief eintauchen, wie Weed und Sneaker sich gegenseitig beeinflusst haben.

Outlaw Fresh

Zu Zeiten des völligen Cannabis-Verbots – und sogar heute noch in vielen Regionen – war Weed ein Business der Hustler und Outlaws. Dieses Geschäft brachte Bargeld ein, und auf niedrigerem Level reichte es nicht für ein Haus oder Auto, aber es reichte definitiv, um fresh zu sein. Drogendealer in Städten wie New York und Philadelphia – darunter viele Weed-Dealer – wird oft zugeschrieben, dass sie die frühe Sneaker-Kultur erfanden, die danach von Rappern, Skatern und anderen Trendsettern weitergetragen wurde.

 

Drug dealers in cities like New York and Philadelphia have long been credited with creating much of the early sneaker culture.

Drogendealern wird oft zugeschrieben, dass sie die frühe Sneaker-Kultur geschaffen haben.
 

“Als ich im Viertel aufgewachsen bin, waren Drogendealer genauso inspirierend wie Astronauten, Lehrer,
Ärzte, Anwälte usw. Traurig, aber wahr. Ich war eines dieser Kinder. Ich habe genauso zu den Block-Legenden aufgeblickt wie zu TV-Anwalt Uncle Phil oder TV-Arzt Cliff Huxtable,” schrieb Angel Diaz
im Complex. “Dasselbe gilt für deine Lieblingsrapper. Die meisten von ihnen sind entweder im Viertel groß geworden oder haben in den Vororten die auffälligsten Geldmacher nachgeahmt, die ihnen begegnet sind.
Die Hustler hatten das Geld, die Mädels, den Schmuck, die Klamotten, die Autos, den Slang. Wenn du jung und arm bist, wirst du vom Glanz und Glamour angezogen. Es ist so, als fährt man mit dem Schulbus und sucht mit Freunden die coolsten Karren aus: ‘Dieser Lexus gehört eines Tages mir.’ Und genauso war’s auch mit den Sneakern.”

 

 

Von Shelltoe-Adidas Superstars und ganz weißen Nike Air Force Ones bis hin zu teuren Sneakern von Marken wie Gucci und Prada – Sneaker waren im Weed-Game schon Statussymbole, als zehn Dollar für braunes Gras noch das Beste war, was man bekommen konnte.

Sneaker-Brands wagen sich ins Weed-Geschäft

Als die 90er ins neue Jahrtausend übergingen, machten sich Sneakermarken wie Nike und Adidas die von Drogendealern, B-Boys, Skatern und Rappern angeführte Sneakerkultur zu eigen und setzten ganz auf limitierte, seltene, bunte Sneaker. Nike launchte sein brandneues Skate-Programm Nike SB und ging noch einen Schritt weiter: Sie entwickelten komplette Storylines rund um ihre ultralimitieren Nike Dunk-Releases. Zwischen Skatefirmen, Cartoon-Charakteren und Biermarken hatte das Nike SB Team ein Faible für den 4/20. Ab 2010, angeführt vom Künstler Todd Bratrud, veröffentlichte SB limitierte Dunks mit wechselnden Weed-Themen. Es gab ein grünes und lila High-Top mit haarigem Wildleder – so „dank“ wie eine Blüte, dazu ein Paar zu Ehren der Stoner-Komödien-Legenden Cheech & Chong, Schuhe als Hommage an Cannabissorten wie Strawberry Cough, White Widow und Pineapple Express, ein Hanf-Dunk-Paket, ein Hacky-Sack-inspirierter Sneaker und mehr.

 

A collection of limited edition sneakers inspired by cannabis strains and stoner culture.

Viele Reseller verkaufen sowohl Sneaker als auch Weed.
 

Die Schuhe wurden nie offiziell beworben – denn wie bei Weed brauchen limitierte Sneaker keine Werbung. Sneakerheads und Stoner konnten die Zeichen leicht deuten. Genauso wie früher sind limitierte Sneaker heute immer noch Statussymbole in der Cannabisbranche.


“Die Exklusivität und der Hype, das Neueste und Begehrteste zu besitzen, sind die treibenden Kräfte des Cannabis-Markts – genauso wie in der Sneaker-Industrie,” sagte Matteo Luciani, Mitinhaber der kalifornischen Cannabismarken The Rare und Parlay. “Wenn Leute für Sneaker-Drops und Strain-Drops Schlange stehen, sind es immer die gleichen Typen. Da sind echte Fans, die die Produkte lieben und die Marken unterstützen wollen, Hypebeasts, die angeben wollen, und die Reseller, die Profit machen wollen – aber mit Weed bedeutet der Sekundärmarkt, dass Leute so viel wie möglich bei Dispensary Drops kaufen und alles auf dem Schwarzmarkt verschwinden lassen. Viele Reseller handeln mit Sneakern UND mit Weed.”

 

 

In den letzten Jahren hat auch Adidas mit eigenen grünen, pelzigen 4/20-Modellen und einem South-Park-Cartoon-Sneaker mit roten Augen den Trend aufgegriffen. Und selbst Skechers hat sich als Mainstreammarke mit Snoop Dogg zusammengetan und einen Weed-Sneaker mit Rauchwolken-Print entwickelt.

Weed-Brands drehen den Spieß um

Mit der fortschreitenden Legalisierung wurde die Verpackung zu einem der wichtigsten Unterscheidungsmerkmale in der legalen wie in der Schwarzmarktbranche. Was als Grafik auf Jargläsern begann, landete schon bald auf Beuteln – später sogar als Sonderanfertigungen in Form von Froschköpfen, Kaugummipacks oder natürlich Sneakern. Die erste Tüte in Form eines klassischen Nike Air Force 1 kam vom legendären New Yorker Weedman und Rapper Shiest Bubz, wurde viral und inspirierte Marken wie Kaliforniens High Mart zu einer ganzen Reihe Sneaker-Bags in Nike Air Max-Form – pünktlich zum Release der legendären Laufschuhe.

 

  

Die Sneaker-förmigen Weed-Bags zeigen einmal mehr: Sneakerheads und Stoner ticken gleich – beide folgen denselben Trends in Mode und Smoke, beide schaffen Crossover-Produkte, die die untrennbare Verbindung, die einst in Subkulturen begann, in den kulturellen Mainstream tragen.



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