Cannabis-Steuern bringen 3x mehr als Alkohol und Tabak in Arizona
Es ist etwas mehr als 15 Monate her, seit Arizona den Verkauf von Freizeitcannabis legalisiert hat und ein Jahrzehnt, seit die medizinische Nutzung erlaubt wurde – und schon jetzt füllen Marihuana-Steuern die Staatskasse stärker als die beiden anderen beliebtesten Genussmittel.
Laut einem Bericht des Arizona Joint Legislative Budget Committee nahm der Staat im März dreimal so viel durch Cannabis-Verkäufe ein wie durch Tabak und Alkohol zusammen. Während Cannabis 18,2 Millionen Dollar an Steuern einbrachte, brachte Tabak nur 3,7 Mio. und Alkohol 1,7 Mio.
Die Alkoholsteuern seit Jahresbeginn 2022 gingen im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 26,4 % zurück, während es bei Tabak einen Zuwachs von 12,3 % gab.
Ein wichtiges Argument für die Aufhebung des Verbots
Die Debatte über Cannabis-Reformen stützte sich lange auf zwei Argumente – die soziale Ungerechtigkeit des „War on Drugs“ und Schadensminimierung. Aber seitdem die ersten Bundesstaaten – Colorado und Washington – einen regulierten Freizeitmarkt etablierten und von den legalen Verkäufen profitierten, sahen auch andere Entscheidungsträger darin einen starken Anreiz, mitzumachen. Seit 2012 haben 18 Bundesstaaten plus Washington D.C. Freizeitcannabis legalisiert, die meisten erlauben die gewinnorientierte Produktion und den Verkauf von lizenzierten Unternehmen.

Freizeit vs. Medizinisch
Medizinisches Marihuana wurde im Grand Canyon State 2010 legalisiert, und das Programm ist gut etabliert, während der Konsum für Erwachsene erst 2020 erlaubt wurde und die ersten Verkäufe im Januar letzten Jahres stattfanden. Vermutlich war dies der Grund, warum medizinische Steuern ins Jahr 2022 als Spitzenreiter starteten, aber bis März überholten die Freizeit-Verkaufssteuern die medizinischen Einnahmen – ein Trend, der sich wahrscheinlich fortsetzen wird.
Früher haben wir berichtet, dass die Pandemie und die umfassenden Lockdown-Maßnahmen das Feiern verändert haben: Die Menschen verbrachten mehr Zeit zu Hause beim Kiffen, statt beim Ausgehen Alkohol zu trinken. Mindestens eine Studie beobachtete diesen Effekt durch Befragung von Studierenden auf dem Campus.
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