Kleingedrucktes zeigt: Apple unterstützt schon lange die Normalisierung von Cannabis

17 February 2022
Der Tech-Gigant unterstützt das Ende des Marihuana-Verbots, indem er Apps erlaubt, die legal die Pflanze verkaufen.
17 February 2022
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Kleingedrucktes zeigt: Apple unterstützt schon lange die Normalisierung von Cannabis

Anders als Amazon, das sich offen für Cannabis-Reformen ausspricht, hat Apple keinen großen Wirbel gemacht, als es im vergangenen Sommer seine Haltung gegenüber der Substanz radikal änderte. Erst kürzlich entdeckten die Medien im Kleingedruckten der neuen Richtlinien des App Stores, dass das Verbot für Apps, die für den Verkauf und die Lieferung von Marihuana genutzt werden, entfernt wurde.

Die Umsetzung der neuen Regeln ist jedoch nicht einfach, da die Nutzung einer App auf jene Regionen beschränkt werden muss, in denen der Verkauf von Marihuana legal ist. Es müssen neue technische Lösungen entwickelt werden, die sogenanntes „Geo-Fencing“ sicherstellen und außerdem gewährleisten, dass nur lizenzierte Unternehmen Cannabis online verkaufen können.

Wendepunkt

Dass Apple Seite an Seite mit Amazon und Uber nun auch offen die Normalisierung von Cannabis unterstützt, fällt in eine Zeit, in der eine wachsende Mehrheit der Amerikaner die Legalisierung der Substanz fordert. Eine aktuelle Umfrage von Gallup zeigt, dass 68 Prozent der Befragten möchte, dass Marihuana auf Bundesebene in irgendeiner Form legal wird.

Die breite Unterstützung spiegelt sich auch im Stimmungswandel der Politik wider. Erst seit wenigen Jahrzehnten wird Cannabis überhaupt auf breiter Ebene diskutiert, und es gibt bereits mehrere Initiativen, die das bundesweite Verbot endgültig beenden wollen.

Der jüngste Versuch ist der Cannabis Administration and Opportunity Act. Dieser wurde von demokratischen Senatoren eingebracht, genießt aber auch parteiübergreifende Unterstützung, da auch die Republikaner zuvor eine eigene, kaum weniger umfassende Version vorgeschlagen haben.


Kleingedrucktes zeigt: Apple unterstützt schon lange die Normalisierung von Cannabis: Ein Cannabisblatt liegt auf Hundert-Dollar-Scheinen

Apples Unterstützung für Cannabis könnte eine neue Ära für die Branche einläuten.

Kiffermarkt braucht High-Tech

Apples Entscheidung, sich dem Unvermeidlichen nicht mehr zu widersetzen, ist weit mehr als nur ein Zeichen für einen Wandel in unserer Gesellschaft. Die junge Cannabis-Branche ist dringend auf moderne FinTech-Lösungen angewiesen, um weiter zu wachsen.

Obwohl der Sektor insgesamt boomt, hinkt die Entwicklung bei Finanzierung und Zahlungsabwicklung deutlich hinterher. Cannabis ist weiterhin auf Plattformen wie Facebook und Google verboten, und Banken meiden die Branche aus Angst vor bundesweiten Strafverfolgungen. Erst wenn der Markt von modernen Bankdienstleistungen und innovativen FinTech-Angeboten profitieren darf, kann das Cannabisgeschäft richtig durchstarten.

 



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