Cannabis und Kaffee: Wie sie miteinander interagieren und wie man seinen eigenen Cannabis-Kaffee macht
- 1. Die geschichte von cannabis und kaffee
- 2. Koffein, cannabinoide und der flow-zustand
- 3. Koffein und seine wirkung auf das ecs
- 4. Wie man cannabis-kaffee macht
- 5. Die besten fast buds strains für cannabis-kaffee
- 6. Fazit
Cannabis und Kaffee – zwei der am häufigsten konsumierten psychotropen Substanzen weltweit, beide mit einer reichen, gut dokumentierten Nutzungsgeschichte rund um den Globus.
Es überrascht also nicht, dass Menschen diese beiden Substanzen schon kombiniert haben, bevor es schriftliche Aufzeichnungen gab. Doch was passiert eigentlich, wenn man Cannabis und Kaffee mischt? Wie wirken sie zusammen? Und welche Risiken und Vorteile gibt es beim Kombinieren? Werfen wir einen genaueren Blick darauf.
1. Die Geschichte von Cannabis und Kaffee
Cannabis wird seit Jahrhunderten als Heilpflanze in westlichen, afrikanischen und asiatischen Kulturen genutzt, wobei die erste dokumentierte Anwendung bis ins Jahr 2737 v. Chr. in China zurückreicht. Und obwohl die Wunderpflanze viele gesundheitliche Vorteile bietet, wurde sie vermutlich genauso lange auch als Genussmittel verwendet – wenn nicht sogar noch länger. Erst gegen Ende des 19. Jahrhunderts wurde die Kriminalisierung von Cannabis zum Thema, und erst im frühen bis mittleren 20. Jahrhundert wurde sie in den meisten Regionen der Welt konsequent verboten. Kaffee hingegen stand immer auf der legalen Seite – und könnte sogar schon länger konsumiert worden sein als unser liebstes grünes Kraut (wer weiß das schon so genau, oder?).

Die erste echte dokumentierte Verwendung von Kaffee geht auf das 9. Jahrhundert zurück, als arabische Gelehrte die Bohnen nutzten, um während religiöser Zeremonien wachsam und präsent zu bleiben – wobei die mündliche Überlieferung noch weiter in Äthiopien und anderen Teilen Nordafrikas zurückreicht. Kaffee verbreitete sich schnell von der Wiege der Menschheit über die arabische Welt bis nach Europa und Amerika.
Es ist also vermutlich sicher anzunehmen, dass durch die lange und abwechslungsreiche Geschichte von Cannabis und Kaffee beide Substanzen schon länger Hand in Hand genutzt werden. Obwohl die Wirkungen sich deutlich unterscheiden – Koffein sorgt für Wachheit und Klarheit, während die meisten Nutzer Cannabis als eher dämpfend empfinden (auch wenn das Thema natürlich viel komplexer ist) – können sie gemeinsam konsumiert auch positive Effekte haben ... für einige Menschen zumindest. Schauen wir mal genauer hin...
2. Koffein, Cannabinoide und der Flow-Zustand
In den letzten Jahren wurde viel über die Vorteile des sogenannten Flow-Zustands gesprochen – diesem gesteigerten Zustand von Konzentration und Produktivität, bei dem die Zeit scheinbar stehen bleibt und die kreativen Säfte so richtig fließen. Manche sehen darin den Schlüssel zur Entfaltung des kreativen Potenzials, andere behaupten, so könne man endlich die lange Aufgabenliste abarbeiten.
Aber was braucht es wirklich, um in den Flow zu kommen?
Laut einigen Experten liegt die Antwort bei Koffein und Cannabinoiden. Koffein ist ein bekannter Wachmacher, der Fokus und Wachsamkeit fördern kann. Cannabinoide sind hingegen für ihre beruhigende Wirkung bekannt. Zusammen können diese beiden Stoffe helfen, eine perfekte Balance aus Aufmerksamkeit und Entspannung zu erreichen, wodurch es leichter wird, in einen Flow-Zustand zu gelangen und dort länger zu verweilen. Dabei geht es nicht nur um Kreativität. Gerade Extremsportler wissen seit Jahrzehnten von den Vorteilen des Kombinierens beider Substanzen, besonders mit etwas leichter Bewegung. Für Wettkämpfer kann der Flow den Unterschied zwischen Platz 1 und dem Ende des Feldes bedeuten.

Autor Steven Kotler beschreibt es so: "Endorphine sollten zuerst kommen. Idealerweise solltest du mindestens 20 Minuten oder länger trainieren, um den Flow-Zustand auszulösen. Wir kommen erst dann in den Flow, wenn wir etwas tun, das uns fordert und unsere Komfortzone erweitert. Actionsportler kombinieren seit Jahren schon Bewegung, Kaffee und Cannabis zu einem 'Hippie Speedball'."
Was passiert dabei eigentlich im Gehirn?
Nun, das haben wir noch nicht ganz entschlüsselt, aber mittlerweile weiß man, dass im Flow-Zustand ein bestimmtes Gleichgewicht verschiedener Neurochemikalien im Gehirn entsteht. Dank MRT-Scans weiß man, dass Dopamin, Anandamid, Serotonin und Endorphine alle eine spezifische und wichtige Rolle beim Erreichen des Flow-Zustands spielen. Überrascht? Genau diese Stoffe können auch freigesetzt werden, wenn wir Kaffee und Weed kombinieren! Natürlich ist das nicht für alle so einfach. Manche finden, dass bestimmte Strains von Weed Paranoia auslösen, andere bekommen vom Kaffee zittrige Hände und damit noch verstärkte unerwünschte Gefühle. Der Schlüssel ist, das richtige Gleichgewicht zu finden – was ein bisschen Experimentieren erfordern kann.
Zurück zu Kotler, der anscheinend für sich persönlich eine gute Mischung gefunden hat. Während er anfangs skeptisch war, stellte er schnell fest, dass ein Mikrodose bzw. ein Viertel-Zug alle 45 Minuten beim Schreiben genau den richtigen Sweet-Spot für ihn ergab. "Das, was dich sonst bremst, wird ausgeschaltet", so Kotler. "Du musst zwar danach noch mal gründlich redigieren, vor allem am Anfang, aber meistens finden sich genug Perlen, dass es sich lohnt." Und obwohl das alles eher anekdotisch ist, gibt es tatsächlich ein paar peer-reviewte Studien, die uns einen besseren Einblick geben, was passiert, wenn wir unseren Morgenkaffee mit ein paar Zügen vom Gras mischen.
3. Koffein und seine Wirkung auf das ECS
Eine Studie aus dem Jahr 2018 untersuchte, wie Koffein mit dem ECS (Endocannabinoid-System) interagiert – insbesondere, wie es auf die Metaboliten wirkt. Metaboliten sind die Substanzen, die unser Körper nach der Verstoffwechselung von Nahrungsmitteln, Getränken oder Drogen produziert; an ihnen kann man ablesen, was im Körper passiert. Die Probanden dieser Studie sollten einen Monat komplett auf Koffein verzichten, dann einen Monat lang täglich vier Standardtassen Kaffee trinken und im dritten Monat acht Tassen am Tag. Die Urinproben der Teilnehmer wurden analysiert, um zu sehen, wie die Metaboliten durch den steigenden Koffein-Konsum beeinflusst wurden.

Das Endocannabinoid-System (ECS) zeigte bei den Probanden einen immer geringeren Metabolismus, je mehr Kaffee konsumiert wurde, so die Studie. Das bedeutet, dass das ECS durch den Kaffee-Konsum ausgebremst wurde. Das könnte dazu beitragen, die Antriebslosigkeit und Müdigkeit auszugleichen, die manchmal beim Cannabis-Konsum auftreten – wenig überraschend also. Bedeutet das also eine erhöhte Chance, in den Flow zu kommen, wenn man morgens Spliff und Kaffee kombiniert? Vielleicht – das letzte Wort ist aber noch nicht gesprochen.
4. Wie man Cannabis-Kaffee macht
Wenn du das selbst ausprobieren willst, gibt es ein paar Dinge zu beachten. Das erste: Wie bereits erwähnt, braucht es vielleicht etwas Ausprobieren, um die richtige Dosis für dich zu finden. Als Startpunkt empfiehlt sich ein Viertel-Zug Weed – das sollte schon für einen leichten Kick sorgen, ohne zu überwältigen.
Außerdem solltest du für deinen Cannabis-Kaffee am besten eine Sorte wählen, die reich an CBD und arm an THC ist. CBD ist der nicht-psychoaktive Bestandteil von Weed und für seine entspannende Wirkung bekannt. THC hingegen ist der psychoaktive Teil, der manchmal Paranoia auslösen kann. Immer mehr Menschen berichten, dass CBD im morgendlichen Kaffee helfen kann, das zittrige Gefühl eines starken Kaffees auszugleichen.

Zum Schluss solltest du dein Weed fein mahlen und vor dem Hinzufügen in den Kaffee decarboxylieren. So vermischst du es gleichmäßig mit dem Kaffee und kannst die Dosis besser steuern. Sobald das vorbereitet ist, ist die Zubereitung von Cannabis-Kaffee eigentlich kinderleicht. Du kannst das Weed einfach den gemahlenen Kaffeebohnen vor dem Aufbrühen beifügen oder du bereitest deinen Kaffee ganz normal zu und gibst dann etwas gemahlenes Weed direkt in die Tasse.
Wählst du die erste Methode, solltest du etwa ein Viertelgramm Weed pro 6 Unzen Kaffee nehmen. Bei der zweiten Option kannst du das Weed nach dem Aufbrühen in die Tasse geben und umrühren. Starte mit einer kleinen Menge – denk dran, es ist immer einfacher, mehr Weed dazuzugeben als zu entfernen! Die andere Möglichkeit ist das Hinzufügen von Cannabutter oder cannabis-infundiertem Kokosöl in deinen schwarzen Kaffee. Das ist definitiv unsere bevorzugte Variante, weil sie richtig lecker ist – vor allem mit Canna-Kokosöl (auch die gesündere Option). Es gibt verschiedene Verfahren, selbst infundiertes Kokosöl herzustellen, aber wir empfehlen die Slow-Cooking-Methode.
Für langsam gekochtes, cannabis-infundiertes Kokosöl benötigst du:
- 14 Gramm Weed
- 1 Liter Kokosöl
- 1,5 Liter Wasser
- Einen Crockpot oder einen großen Kochtopf
- Ein Passiertuch oder ein feines Metallsieb
- Gläser zur Aufbewahrung des Öls
So gehst du vor –
- Zuerst dein Weed zerkleinern. Nicht zu fein, aber auch nicht zu grob. Um die Blüten zu decarboxylieren, erhitze den Ofen auf die niedrigste Stufe und gib die Blüten für 20 Minuten hinein.
- Anschließend Wasser und Öl in den Crockpot geben und langsam erhitzen. Wenn kein Crockpot vorhanden, geht auch ein Kochtopf auf niedriger Hitze.
- Wenn das Gemisch kocht, Hitze reduzieren und das Weed hinzufügen. Ideale Kochtemperatur: 80 °C.
- 8 Stunden lang kochen lassen und zwischendurch umrühren. Nach 8 Stunden ausschalten und abkühlen lassen. Die An-/Aus-Methode ist hierbei sehr effektiv: 1 Stunde kochen lassen, dann 1 Stunde aus. Diesen Zyklus 4x wiederholen.
- Dann ein Passiertuch über eine Schüssel legen und die Mischung hindurchgießen. Falls kein Tuch vorhanden, ein feines Metallsieb nehmen.
- Sobald alle Flüssigkeit durchgelaufen ist, hast du cannabis-infundiertes Kokosöl mit Wasser. Stelle die Schüssel 30 Minuten in den Kühlschrank, damit das Öl oben ausflockt und fest wird.
- Das feste Öl entnehmen, erneut erhitzen, um es zu verflüssigen, und dann in die Aufbewahrungsgläser füllen.
Wenn du diesen Cannabis-Kaffee als morgendlichen Muntermacher nutzen willst, empfehlen wir, einen oder zwei Esslöffel in deine Tasse zu geben. Wenn du ihn als Abendgetränk nutzen möchtest, kannst du je nach gewünschter Stärke etwas mehr nehmen. Auch hier gilt: Starte lieber mit weniger als gedacht – eine starke Dosis Edibles kann eine echte Reise werden!
5. Die besten Fast Buds Strains für Cannabis-Kaffee
Bei so vielen großartigen Strains, die jeweils ihre eigenen Vorteile haben, wie soll man da die perfekte Bud für den Kaffeegenuss auswählen? Wir haben im Artikel schon über Trial-and-Error beim Dosieren gesprochen, aber du wirst wohl auch bei den Sorten ein wenig testen müssen, bis du deine perfekte Wahl findest. „Oh nein, du meinst, ich muss viele leckere verschiedene Strains ausprobieren?“ Ist halt ein hartes Leben, oder?
Hier bei Fast Buds gibt es eine riesige Auswahl für dich. Und zum Glück sind sie alle autoflowering Biester, was bedeutet, sie sind so einfach zu züchten wie kaum eine andere auf dem Markt. Im letzten Jahr haben wir mehrere Auszeichnungen als „beste Autoflowering Seed Company“ und Spitzenplätze bei diversen Cannabis-Cups abgeräumt.
| Typ | Strain Name | THC | CBD | Ertrag indoor | Ertrag outdoor | Gene | Größe | Von Saat bis Ernte |
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| High CBD | CBD Auto 20:1 | 0,3 – 0,85% | 10 – 20% | 350 – 450 gr/m2 | 50 – 170 gr/Pflanze | Sativa 50%/Indica 50% | Groß | 9 – 10 Wochen |
| Balanced | CBD Auto 1:1 (CBD Crack) | Bis zu 7% | Bis zu 7% | 450 – 550 gr/m2 | 50 – 170 gr/Pflanze | Sativa 35%/Indica 65% | Extra Groß | 9 – 10 Wochen |
| High THC Indica | Banana Purple Punch Auto | Bis zu 26% | < 1% | 450 – 550 gr/m2 | 60 – 200 gr/Pflanze | Sativa 25%/Indica 75% | Extra Groß | 8 Wochen |
| High THC Sativa | Amnesia Z Auto | Bis zu 24% | < 0,5% | 450 – 600 gr/m2 | 60 – 200 gr/Pflanze | Sativa 75%/Indica 25% | Extra Groß | 9 – 10 Wochen |
Ganz egal, ob du eine reine CBD-Option, ein THC-Monster oder etwas dazwischen suchst – bei uns bist du bestens aufgehoben. Also, ohne weitere Umschweife, hier ein kurzer Blick auf die besten Strains, die wir aktuell zum Kombinieren mit Kaffee empfehlen können.
6. Fazit
Und das war’s im Grunde auch schon. Auch wenn es bisher noch nicht viele wissenschaftliche Belege dafür gibt, dass Weed und Kaffee ein perfektes Duo sind, so gibt es doch genügend Erfahrungsberichte, die zeigen, dass viele Leute die Kombination ziemlich genial finden. Warum also nicht selbst ausprobieren? Vielleicht findest auch du den perfekten Start in den Tag.
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