Indien: Ratten verantwortlich gemacht für 180 Kilo Gras, das aus der Asservatenkammer verschwunden ist

29 November 2022
Der Staat konnte in drei Strafverfahren keine Beweise vorlegen, da diese angeblich von Nagetieren zerstört wurden.
29 November 2022
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Indien: Ratten verantwortlich gemacht für 180 Kilo Gras, das aus der Asservatenkammer verschwunden ist

Die Polizei im indischen Bundesstaat Uttar Pradesh konnte 180 Kilo Marihuana, das als Beweismittel in drei Gerichtsverfahren aufbewahrt wurde, nicht schützen. Laut den Polizeibeamten waren es Ratten, die das Lager zerstört haben, berichtet die BBC.

Es ist unklar, ob die Anklagen gegen die Angeklagten wegen fehlender Beweise fallen gelassen wurden, aber das Gericht musste eine Stellungnahme abgeben und entschuldigte sich fast schon damit, dass Ratten kleine Tiere und furchtlos gegenüber der Polizei seien, sodass es keinen Schutz gegen sie gäbe.

Überschwemmungen hätten ebenfalls verantwortlich sein können

Während es wie eine perfekte Ausrede erscheint, mit dem Finger auf Nagetiere zu zeigen, erklärte ein Vertreter der Polizei in Uttar Pradesh gegenüber den Medien, dass die Überschwemmungen nach den jüngsten starken Regenfällen zumindest einen Teil des Schadens verursacht haben könnten. Was auch immer die wahre Ursache ist, es weist auf den kritischen Zustand der Infrastruktur der Polizeigebäude in diesem indischen Bundesstaat hin.


Indien: Ratten verantwortlich gemacht für 180 Kilo Gras, das aus der Asservatenkammer verschwunden ist: Ein uniformierter Polizist bewacht Plastiktüten mit Marihuana in einem ansonsten leeren Raum

Das ist das Abendessen für indische Ratten.

Ein noch größerer Vorrat in Gefahr

Laut Richter Sanjay Chaudhary, der die entschuldigende Stellungnahme im Namen der Polizei verfasste, sind weitere 680 Kilo des in der Asservatenkammer gelagerten Rauschgifts immer noch von Ratten bedroht. Sein Vorschlag war, dieses ernste Problem zu lösen, indem man die Beweise verkauft, bevor es zu spät ist.

Naturgemäß schlug Richter Chaudhary nicht vor, das ganze Gras auf den Straßen zu verteilen, aber es gibt in Indien genügend Forschungseinrichtungen und Pharmafirmen, die das Rauschgift für ihre Studien verwenden könnten, während der Erlös aus dem versteigerten Gras die Staatskassen füllen würde. Klingt nach einer Win-Win-Situation für alle. Bis auf die feierwütigen Ratten natürlich, die lieber weiter Party machen würden.

 



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