Thai Sticks – Die OG Cannacigars. Gibt es sie noch? Und alles, was du jetzt über Cannabis-Zigarren wissen musst

23 September 2022
Lerne alles, was du über Thai Sticks, aka Cannacigars, wissen musst!
23 September 2022
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Thai Sticks – Die OG Cannacigars. Gibt es sie noch? Und alles, was du jetzt über Cannabis-Zigarren wissen musst

Inhalt:
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  • 1. Was genau ist eigentlich ein thai stick?
  • 2. Kann man einen thai stick selbst herstellen?
  • 3. So stellst du thai sticks zuhause her
  • 4. Cannabis-zigarren im jahr 2022
  • 4. a. Artisan canna cigars
  • 4. b. Leira cannabis cigars
  • 4. c. E4p cannabis cigars
  • 5. Fazit

Die Ursprünge der Thai Sticks sind etwas rätselhaft. Zwar tauchten sie erst in den frühen 1970er Jahren im Westen auf, doch die wahren Wurzeln der ursprünglichen Cannabis-Zigarren lassen sich schwer genau bestimmen. Sie wurden erstmals von den Hmong- und Karen-Bergvölkern Nordthailands hergestellt – man schätzt, dass sie seit mindestens 500 Jahren von Hand gefertigt werden. Warum findet man heute kaum noch Thai Sticks im Fachhandel? Aufgrund des weltweiten Kriegs gegen Drogen waren die letzten Thai Sticks irgendwann Anfang der 80er erhältlich. Die Legende lebt aber weiter. Und nachdem das Königreich Thailand kürzlich massive Änderungen an der Rechtmäßigkeit von Cannabis beschlossen hat, könnte ein Comeback bevorstehen.

1. Was genau ist eigentlich ein Thai Stick?

Okay, das kann etwas verwirrend sein, also bringen wir Licht ins Dunkel. Die Verwirrung stammt daher, dass ein Thai Stick zwar einfach eine Cannabis-Zigarre ist, der Begriff zugleich auch für die thailändische Landrassen-Cannabis-Genetik verwendet wurde, aus der die Zigarren entstanden. Dieser Sortenname wurde zusammen mit dem Weed exportiert und wurde damit zu einem Synonym für beides. Die ursprüngliche Strain ist mittlerweile nahezu verschwunden, daher steht der Name heute nur noch für die Zigarren selbst. Kurz gesagt: Ein Thai Stick war eine spezielle Art von Cannabis-Zigarre, die in den Bergen Nordthailands hergestellt wurde. Die Herstellungsmethode wurde über Generationen hinweg weitergegeben und perfektioniert – sie gilt heute als die erste echte Cannabis-Zigarre.

2. Kann man einen Thai Stick selbst herstellen?

100%. Zwar ist das Verfahren nicht ganz einfach, aber du kannst definitiv selbst einen herstellen. Eine komplette Anleitung findest du weiter unten – zuerst noch eine kleine Geschichtsstunde. Wo waren wir? Genau, 1965: Soldaten westlicher Militärs entdecken gerade die Thai Sticks. Die Qualität des Weeds war deutlich besser als alles, was damals bei ihnen zuhause zu bekommen war. Schnell merken einige findige junge Soldaten, dass sie sich mit einem vollen Rucksack voller Sticky-Icky ein ordentliches Zubrot verdienen können. So wurde die Legende des Thai Stick geboren! Zu behaupten, die Qualität der Buds war besser als alles Vergleichbare auf dem Markt, ist untertrieben. Die Thai-Strain war in Sachen Terpen- und Trichomentwicklung ihrer Zeit weit voraus – besonders im Vergleich zum mexikanischen Block-Gras, das den Markt Ende der 60er dominierte.

 

Thai sticks: is it possible to diy thai sticks?

Kann man Thai Sticks zuhause machen?
  

Kenner*innen konnten nicht genug davon bekommen und schon wenige Monate nach Ankunft verbreitete sich die Kunde landesweit. Die Beliebtheit stieg in den folgenden Jahren immer weiter, sodass die Thai Sticks schnell zur ersten Wahl der meisten Weed-Konsumenten wurden. Der Boom hielt bis Anfang der 80er an, als Produktion und Export jäh gestoppt wurden. Hauptgründe waren das Ende des Krieges 1975, das Exportmöglichkeiten einschränkte und Transportkosten ansteigen ließ. Hinzu kam die Änderung der thailändischen Drogenpolitik 1979 mit drastisch verschärften Strafen für Anbau und Verkauf von Cannabis – so verschwanden Thai Sticks im Westen.

Doch leider war nicht nur der Westen vom Ende des Thai Sticks betroffen. Auch in Südostasien verschwand dieses Handwerk allmählich. Die Nachfrage sank, und wer selbst geringe Mengen Gras besaß, dem drohten harte Haftstrafen. Die Zeiten cannabisbedeckter Berghänge waren somit – zumindest vorerst – vorüber. Im April 2019 verkündete die thailändische Regierung zum thailändischen Neujahr gelockerte Strafen für Cannabis und startete den Prozess zur Einführung medizinischer Marihuana-Gesetze. Anfang 2021 folgte der Paukenschlag: vollständige Entkriminalisierung von Cannabis! Für ein Land, das jahrzehntelang zu den strengsten der Welt zählte, war diese Kehrtwende eine überfällige Überraschung.

Heißt das, wir erleben eine triumphale Rückkehr? Vielleicht. Es ist noch sehr früh, aber da die Behörden bereits über eine Million Stecklinge ans Volk verteilt haben und Buds ganz offen über den Ladentisch gehen, stehen die Chancen noch nie besser. Die Zeit wird zeigen, wohin es geht – aber träumen können wir! Schauen wir uns nun an, wie man Thai Sticks zuhause herstellt.

3. So stellst du Thai Sticks zuhause her

Wir haben erwähnt, dass das Verfahren etwas Geduld und Arbeit erfordert – aber das ist doch der Spaß dabei, oder? Zugegeben, das Rauchen ist der eigentliche Spaß – aber wenn du Bastelprojekte magst, bist du hier genau richtig. Du brauchst nur wenig Grundausstattung, dein Lieblings-Bud und solltest deinen Drang nach sofortiger Belohnung vorübergehend zügeln können – das Ergebnis lohnt sich!

 

Thai sticks: how to make thai sticks at home

Wie man Thai Sticks zuhause macht.
 

Wenn du alles richtig machst, dauert es etwa einen Monat, aber mit etwas Einfallsreichtum geht es auch in einer Woche. Wir empfehlen, gleich mehrere Sticks auf einmal zu machen und sie im Laufe des Monats zu testen, um herauszufinden, welche Variante dir am besten gefällt. Du benötigst:

 

  • Dein Lieblings-Bud. Pro Stick verwendest du ca. 3–7 Gramm, es geht aber auch mit mehr oder weniger. Das Bud sollte nicht komplett durchgetrocknet sein. Direkt frisch geerntet besteht Schimmelgefahr – 1 bis 2 Tage Antrocknen sind ideal;
  • Bambusspieße (Schaschlikspieße);
  • 3 frische Cannabis-Fächerblätter pro Zigarre;
  • Hanf-Docht (Hemp Wick). Gibt’s online oder ersatzweise gewöhnliche Schnur;
  • Haschöl, Terpensauce oder ein anderes Konzentrate deiner Wahl, Hauptsache gut verstreichen. Eine Zuckerlösung oder CBD ist ebenfalls möglich;
  • Backpapier oder Pergamentpapier;
  • Ein Vakuumierer ist nicht zwingend notwendig, erleichtert aber das Formen und beschleunigt den Prozess:
  • Eine große, beschichtete Pfanne.

Und dann so:

1. Wer die Liste oben gelesen hat, ahnt schon das Schema – aber vertrau dem Prozess.

 

2. Zuerst den Spieß mit Haschöl (oder Ersatz) komplett bestreichen. Alles muss abgedeckt sein – das fungiert als Klebstoff fürs weitere Vorgehen. Wer Zuckerlösung nimmt, sollte diese erhitzen, bis sie sirupartig wird, und dann genauso verteilen.

 

3. Nun das Bud gleichmäßig und fest aufspießen. Jede Lage sollte schön fest sitzen, damit’s gleichmäßig abbrennt. Rechne mit 3–7 Gramm pro Zigarre. Dicke, schwere Colas sind hier nicht ideal – nimm lieber die lockeren, fluffigen Buds der unteren Zweige, denn sie lassen sich besser komprimieren.

 

4. Bist du mit der Bud-Schicht zufrieden, bestreiche die komplette Zigarre nochmals dünn mit Haschöl. Dann wickle die Fächerblätter fest darum. Alles sollte eng anliegen. Wer einen Vakuumierer nutzt, zieht die Zigarren jetzt luftdicht.

 

5. Mit Schnur oder Hanf-Docht komplett umwickeln, an beiden Enden festbinden. Das unterstützt die Kompression, ist aber etwas überflüssig, wenn du vakuumierst (sehr zu empfehlen!).

 

Thai sticks: how to make thai sticks at home

Selbstgemachte Thai Sticks beim Curen.
 

Kein Vakuumierer? Dann einfach mit Docht umwickeln, in einen Zip-Lock-Beutel legen und so viel Luft wie möglich entfernen.

 

6. Für drei Tage in den Kühlschrank legen. Das ist die erste Curing-Phase und sorgt dafür, dass alles zusammenhält – und Cannabinoid- und Terpen-Entwicklung. Früher wurden Thai Sticks etwa einen Fuß (30 cm) tief vergraben – kannst du heute immer noch machen, wenn du willst.

 

7. Nach drei Tagen auspacken (beim Sealer), erneut mit Haschöl bestreichen. Dann folgt die zweite Curing-Phase, die 7 Tage dauert. Danach sind die Sticks ready to smoke!

 

8. Beim ersten Versuch empfehlen wir mindestens drei Sticks zu machen und jeweils einen nach jeder Curing-Phase zu probieren. So siehst du die Unterschiede im Geschmack und in der Wirkung. Bedenke: Das ist kein gewöhnlicher Joint. Wer bei Haschöl nicht gegeizt hat, wird merken – diese Teile haben es in sich! Also taste dich langsam ran und hab Respekt davor.

 

9. Zum Anzünden vorsichtig den Bambusspieß entfernen. Eventuell dabei leicht drehen, aber sei vorsichtig – es wäre zu schade, wenn nach so viel Mühe alles auseinanderfällt! Auch beim Anzünden vorsichtig vorgehen. Es ist eine Zigarre, kein Joint. Du brauchst eine offene Flamme, oder am besten einen kleinen Butanbrenner.

 

Das war die komplette Thai-Stick-Herstellung. Als Nächstes: Was tut sich aktuell auf dem Cannacigar-Markt?

4. Cannabis-Zigarren im Jahr 2022

Der Cannabis-Zigarren-Markt boomt derzeit – dank Legalisierung! Vor dem Ende der Prohibition war es nur ein Traum, mehr als ein Bud oder ein paar Hash-Brownies zu bekommen. Heute sind die Möglichkeiten, sich „baked“ zu fühlen, fast grenzenlos. Viele Firmen produzieren mittlerweile edle Cannabis-Zigarren in legalisierten Staaten und Ländern. Hier unsere Top 3 Favoriten. Leider wirst du dort, wo Weed (noch) nicht legal ist, Schwierigkeiten haben, diese Produkte zu ergattern. Aber zum Glück weißt du jetzt, wie man sie selbst macht.

Artisan Canna Cigars

Diese handgemachten Schönheiten stammen aus Los Angeles und sind gefüllt mit dem feinsten Weed, das man kaufen kann. Die Firma benutzt ein komplett natürliches Tabakblatt als Außenhülle und rollt die Zigarren langsam und sorgfältig, damit jede ein kleines Kunstwerk wird. Das Endprodukt ist eine aromatische Cannabis-Zigarre – das perfekte i-Tüpfelchen für einen besonderen Tag mit Freund*innen und Gleichgesinnten.

 

Thai sticks: artisan canna cigars

Artisan Thai Sticks.
 

Wer etwas anderes sucht, sollte mal eine mit CBD infusierte Cannabis-Zigarre probieren! Perfekt für alle, die die Vorteile von Cannabis ohne psychoaktive Wirkung wollen. Es gibt drei verschiedene Blends – alle mit erstklassigem Tabak und CBD-Isolat amerikanischer Hanf-Farmer.

LEIRA Cannabis Cigars  

LEIRA Cannabis-Zigarren sind wohl das, was einem echten OG Thai Stick 2022 am nächsten kommt. Die Herstellung ähnelt stark dem traditionellen Verfahren: Die Zigarren werden von Hand um einen Bambusstab gerollt und wochenlang in einer Spezialmischung aus Haschöl und Gewürzen gereift. Das Ergebnis ist eine extrem potente, geschmacksintensive Cannabis-Zigarre, die dich garantiert in höhere Sphären hebt. Alles ist lokal bezogen und unterliegt strengen Qualitätskriterien. Das Sortiment ist beeindruckend. Die LEIRA Cannagars wurden sogar von Rapper "2chainz" in seiner YouTube-Serie „Most Expensive Shit“ mit einer vergoldeten 24k-Leaf-Zigarre gefeatured – und er hatte absolut recht. Das sind einige der begehrtesten Luxus-Cannabinoid-Zigarren, die man finden kann.

E4P Cannabis Cigars  

E4P Cannabis-Zigarren stehen für Genuss pur. Jede handgerollte Premium-Zigarre enthält eine Mischung aus 4 verschiedenen Weed-Strains, die perfekt getrocknet und getrimmt wurden. Sie werden anschließend in ein Tabakblatt gewickelt und vier Wochen lang gereift. Das langsame Curing vereint die Aromen und bietet ein echtes Flavor-Feuerwerk – zu einem leicht günstigeren Preis als so manche Luxusvariante.

5. Fazit

Das war unser Überblick über die wild-wunderbare Welt der Thai Sticks und Cannabis-Zigarren! Wenn du das Glück hast, in einer Region mit legalem Gras zu leben, hast du die Qual der Wahl. Wenn nicht – zumindest weißt du jetzt, wie du sie selbst machen kannst. Sei vorsichtig mit offener Flamme – und bedenke: Diese Dinger hauen viel mehr rein als alles, was du sonst rauchst!

Auch in legalen Gegenden: Versuch dich mal an der Eigenproduktion! „Nichts geht über ein selbstgemachtes Gericht“ – trifft hier zwar nicht wortwörtlich zu, passt aber trotzdem. Es gibt nichts Befriedigenderes, als etwas zu genießen, an dem man wochen- oder gar monatelang selbst gearbeitet hat. Teile deine Erfahrungen gern in den Kommentaren!



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