Woraus bestehen Edibles: Die Wirkung von essbarem Marihuana
- 1. Was sind edibles
- 1. a. Gängige formen von edibles
- 1. b. Wie viel sollte man nehmen?
- 1. c. Wie lange dauert es, bis edibles wirken?
- 1. d. Wie lange hält der effekt von edibles an?
- 1. e. Vorteile von edibles
- 1. f. Risiken beim konsum von edibles
- 1. g. Wann solltest du zum arzt gehen?
- 1. h. Fazit
- 1. i. Faq
Was sind Edibles
Essbare Produkte (auch Edibles genannt) sind mit Cannabis versetzte Produkte, die es in vielen unterschiedlichen Formen gibt, wie z. B. Gummibärchen, Brownies, Kekse oder andere essbare Waren. Sie können THC, CBD oder eine Mischung aus beidem enthalten. Mit der Legalisierung werden diese Cannabisprodukte immer beliebter, da sie eine großartige Möglichkeit bieten, von den medizinischen Eigenschaften von Cannabis zu profitieren, ohne die Atemwege zu belasten, wie es beim Rauchen der Fall ist. Das Erlebnis mit Edibles unterscheidet sich jedoch von anderen Konsummethoden, da die Wirkung in der Regel stärker ist und viel länger anhält.
Edibles haben sich bei Cannabissamen-Growern einen gewissen Ruf für ihre starke Wirkung erworben. Besonders bei selbst hergestellten Edibles ist die Dosierung oft ungenau, sodass Konsumenten schnell mehr THC aufnehmen als beabsichtigt. Dies kann zu negativen Erfahrungen wie Angst, Paranoia oder sogar Panikattacken führen. Dennoch schaffen es viele Cannabis-Liebhaber, mit der richtigen Dosis Spaß mit Edibles zu haben. Der Rausch wird meist als intensiver, entspannender und manchmal sogar leicht psychedelisch beschrieben. Mikro-Dosierung, also das Einnehmen von sehr kleinen Mengen, ist in den letzten Jahren im Zusammenhang mit Edibles ebenfalls beliebter geworden und folgt damit einem Trend, der auch bei anderen psychedelischen Substanzen zu beobachten ist.

Trotz ihrer manchmal unvorhersehbaren Wirkung bieten Edibles Vorteile, die sie für manche Nutzer anderen Konsumformen überlegen machen. Cannabinoide ohne Inhalation aufzunehmen, macht sie sowohl für gesundheitsbewusste als auch für medizinische Konsumenten attraktiv. Auch wenn Vapes weniger schädlich sind als Joints und andere Verbrennungsarten, bergen sie dennoch Gesundheitsrisiken. Wer Edibles nicht mag und trotzdem nicht inhalieren möchte, greift manchmal auf sublinguale Einnahme zurück, also indem ein Extrakt oder Öl unter die Zunge gelegt wird. So gelangt der Wirkstoff schnell ins Blut, ohne denselben intensiven Rausch wie Edibles auszulösen.
Warum sind Edibles also so stark? Warum werfen sie selbst erfahrene Konsumenten manchmal aus der Bahn? Alles hängt mit dem Stoffwechsel zusammen: Beim Rauchen oder Vapen nimmst du direkt THC auf. Bei Edibles wirkt jedoch ein anderes Molekül. Nach der Verdauung im Magen gelangt THCA durch die Darmwand in die Leber. Dort wird das Cannabinoid zu einem Stoffwechselprodukt namens 11-Hydroxy-THC umgewandelt. Wie THC bindet auch dieses Molekül an den CB1-Rezeptor des Endocannabinoid-Systems, entfaltet jedoch eine wesentlich stärkere Wirkung.
Daher gibt es bei Edibles viele Dinge zu beachten. Lies weiter, um mehr über verschiedene Edibles, deren Gebrauch, die richtige Dosierung sowie Vorsichtsmaßnahmen zu erfahren.
Gängige Formen von Edibles
Wie erwähnt, sind Edibles jegliche Art von Lebensmitteln, die mit Cannabis versetzt wurden. Die bekanntesten sind Kekse und Brownies, aber heute gibt es eine Vielzahl weiterer essbarer Produkte, wie:
- Getränke wie Tee, Kaffee, Energy-Drinks und Sirups;
- Süßigkeiten wie Gummibärchen, Kaugummis, Lutscher und Marshmallows;
- Backwaren wie Kekse, Waffeln, Kuchen und Cookies;
- Und andere Produkte wie Butter, Zucker, Milch, Beef Jerky oder Öle.
Wie viel sollte man nehmen?
Wenn du Edibles selbst machst oder von einem Freund bekommst, ist es schwer zu sagen, wie viel du genau konsumieren solltest – dafür müsstest du den THC- oder CBD-Gehalt kennen. Legale Cannabisprodukte weisen in der Regel den Cannabinoidgehalt pro Portion oder Gesamtgehalt aus. Solche Etiketten zu verstehen kann anfangs verwirrend sein. Deshalb folgt jetzt unser nächstes Thema.
Lies immer das Etikett
Lies das Etikett aufmerksam! Prüfe zuerst den THC- und CBD-Gehalt und achte darauf, ob die Cannabinoide pro Portion oder für das gesamte Produkt angegeben werden – so kannst du besser einschätzen, wie viel davon du einnehmen solltest.
| Empfohlene Dosierung von THC und CBD in Cannabis Edibles | ||
|---|---|---|
| Intensität | THC | CBD |
| Leicht | 1 - 10 mg | 8 - 20 mg |
| Mittel | 10 - 30 mg | 20 - 30 mg |
| Stark | 30 - 50 mg | 30 - 60 mg |
Denke stets daran: Starte langsam! Es wird empfohlen, mit einer niedrigen Dosis zu beginnen und diese schrittweise zu steigern, falls nötig – denn die Wirkung kann individuell sehr unterschiedlich ausfallen. Hier ist eine Tabelle, die dir beim Konsum helfen kann.
THC-Dosierung
Die Toleranz gegenüber Edibles unterscheidet sich vom Rauchen, da die Wirkung deutlich stärker ist. Laut aktueller Forschung entspricht 1 mg THC aus Edibles etwa 5 mg THC beim Rauchen. Daher auch für erfahrene Konsumenten: zuerst mit geringer Menge beginnen und diese langsam steigern, bis die gewünschte Wirkung erreicht ist.
CBD-Dosierung
Da CBD keine psychoaktive Wirkung hat, liegt die Mindestdosis meist höher als bei THC – dennoch können hohe Mengen auch hier Nebenwirkungen auslösen. Starte auch bei CBD immer mit kleinen Mengen und steigere dich langsam. Außerdem kann CBD müde machen; wenn du es zum ersten Mal probierst, empfiehlt sich der Abend, bis du weißt, wie es auf dich wirkt.
Wie lange dauert es, bis Edibles wirken?
Edibles brauchen meist etwas länger, um zu wirken – in der Regel zwischen 30 und 60 Minuten, aber es sind viele Faktoren beteiligt. Vor allem die Dosis beeinflusst, wie schnell du etwas merkst. Jeder Stoffwechsel arbeitet anders, daher hängt die Wirkung auch von Alter, Gewicht, Stimmung, Größe usw. ab. Wenn du Edibles medizinisch nutzt, sprich vorher mit deinem Arzt. Zusätzlich ist auch die Konsumform entscheidend: Es macht einen Unterschied, ob du beispielsweise Cannabis-Brownies isst oder Lollis lutschst. Da die Wirkung auf sich warten lässt, ist Geduld gefragt. Manche nehmen voreilig eine zweite Portion und erleben dann eine viel zu starke Wirkung.
Unterschiede im "High" durch verschiedene Edible-Arten
Manche Edibles wie Lutscher oder Kaugummis werden nicht geschluckt, sondern im Mund behalten. Die Cannabinoide werden so über die Schleimhäute im Mund aufgenommen (sublingual), sodass die Wirkung schneller einsetzen kann.

Edibles, die geschluckt werden, wie Kekse oder Brownies, brauchen meist länger, da die Aufnahme über den Verdauungstrakt erfolgt und die Cannabinoide über das Blut zur Leber und dann ins Gehirn gelangen – das dauert etwas länger.
Weitere Faktoren, die die Wirkeintrittszeit beeinflussen
Neben den genannten Faktoren gibt es weitere Einflüsse auf den Wirkeintritt. Die wichtigsten sind:
- Deine Ernährung;
- Stoffwechsel;
- Toleranz;
- Vorerkrankungen;
- Und das Geschlecht, sowie weitere Faktoren.
Edibles wirken nicht sofort
Alle genannten Einflussfaktoren bestimmen, wie lange es dauert, bis Edibles wirken. Das heißt: Edibles wirken nicht sofort. Wenn du zum ersten Mal Edibles ausprobierst, solltest du nur eine Dosis nehmen und mindestens 24 Stunden warten, bis du mehr konsumierst. So lernst du, wie viel für dich zu viel ist und vermeidest Notfälle oder unangenehme Trips.
Wie lange hält der Effekt von Edibles an?
Die Dauer des Highs hängt von all den genannten Faktoren, aber auch von der Dosis, Stärke und Konsumform ab. Ein "High" von einem Brownie oder Keks, den du kaust und schluckst, hält sehr viel länger an als bei Edibles, die über die Mundschleimhaut aufgenommen werden, wie Lutscher.
Hinzu kommen alle individuellen Faktoren wie Ernährung, Stoffwechsel, Alter, Geschlecht etc., daher ist es fast unmöglich vorherzusagen, wann die Wirkung einsetzt und wie lange sie anhält.
Im Allgemeinen setzt die Wirkung von Edibles nach 2-3 Stunden voll ein, und der Effekt kann bis zu 8 Stunden anhalten. Zum Vergleich: Rauchen oder Vapen wirkt oft nach 5-10 Minuten und hält etwa 2-3 Stunden an.
Vorteile von Edibles
Cannabis Edibles bieten gegenüber anderen Konsummethoden einige Vorteile, besonders für medizinische Anwender. Wer statt zu rauchen auf Edibles setzt, vermeidet Rauch, was viele Vorzüge mit sich bringt:
- Essbare Produkte sind leichter zu konsumieren und viel diskreter, da sie keinen Rauch oder Geruch verursachen – also ideal für unterwegs oder überall.
- Keine krebserregenden Stoffe wie im Rauch, wodurch Lungenentzündungen oder Bronchitis vermieden werden.
- Längere Wirkung: Edibles benötigen mehr Zeit zum Wirkeintritt, halten aber viel länger an als gerauchtes Cannabis.
Das bedeutet jedoch nicht, dass Edibles risikofrei sind – sei besonders vorsichtig mit THC-haltigen und auch mit reinen CBD-Produkten, um Notfälle zu vermeiden. Welche Risiken gibt es beim Konsum von Edibles?
Risiken beim Konsum von Edibles
Obwohl Edibles als sicherer als das Rauchen gelten, haben sie ihre eigenen Risiken. THC- und CBD-Edibles sollten verantwortungsvoll und in Maßen konsumiert werden – vor allem wegen des schwer vorhersehbaren Wirkeintritts und der Wirkungsdauer. Darüber hinaus gibt es spezifische Risiken zu THC und CBD.
THC-Edibles
Essbare Produkte mit hohen THC-Dosen können unangenehme Erlebnisse verursachen, die viele Stunden, manchmal sogar mehrere Tage, dauern können – je nach Toleranz, Stoffwechsel und konsumierter Menge.

Dies wird häufig als "Cannabis-Überdosis" bezeichnet, ist aber nicht tödlich, denn es ist unmöglich, durch zu viel Cannabis an einer Überdosis zu sterben. Typische Symptome einer Cannabis-Überdosierung sind:
- Erbrechen;
- Übelkeit;
- Kognitive Beeinträchtigung;
- Halluzinationen;
- Psychosen und;
- Starke Sedierung, u. a.
CBD-Edibles
Auch CBD-Edibles können Risiken bergen, allerdings ist weitere Forschung zu möglichen Nebenwirkungen nötig. Nach aktuellem Stand gelten folgende Risiken für essbare CBD-Produkte:
- Gewichtsverlust oder -zunahme;
- Appetitverlust oder -steigerung;
- Durchfall und;
- Müdigkeit, u. a.
Weitere Hinweise
Beim Kauf von Edibles gilt: Frag immer bei deinem Budtender nach, kläre eventuelle Fragen, und kauf nur bei vertrauenswürdigen Herstellern, die Inhaltsstoffe und Dosierung exakt angeben.
Kaufst du Edibles nicht in einer legalen Dispensary, solltest du besonders vorsichtig sein: Schwarzmarktprodukte sind kaum kontrolliert. Eine Studie zeigte, dass nur 17% der Edibles korrekt gekennzeichnet waren, 23% enthielten mehr THC/CBD als angegeben, 60% weniger.
Wann solltest du zum Arzt gehen?
THC- und CBD-Edibles können mit bestimmten Medikamenten und Nahrungsergänzungsmitteln wechselwirken. Wer nach natürlichen Alternativen sucht, sollte deshalb vorab mit dem Arzt sprechen. In Ländern mit legalem Cannabis kann der Arzt Dosis oder Marke empfehlen.
Fazit
Wie bereits erwähnt, können Wirkeintritt und Dauer der Wirkung von Person zu Person stark variieren – also warte immer mindestens 24 Stunden, bevor du erneut konsumierst. Egal ob THC- oder CBD-Produkt: Starte lieber klein und steigere dich langsam, um negative Erfahrungen zu vermeiden. Mit Geduld findest du deine ideale Dosis.
Wenn du vorhast, Edibles selbst zu machen, solltest du mit den besten Seeds von vertrauenswürdigen Samenbanken beginnen – wirf also einen Blick auf unsere autoflowering Genetiken mit bis zu 27 % THC für besonders potente Edibles.
FAQ
Können Edibles ein Kind in die Notaufnahme bringen?
Natürlich! Auch wenn noch niemand an einer Cannabis-Vergiftung gestorben ist, kann unbeabsichtigter Konsum bei Kindern oder Haustieren zu ernsten gesundheitlichen Problemen führen: Paranoia, Verwirrung, Fieber, Übelkeit, hoher Puls, Atemprobleme, Gleichgewichtsverlust und Schwindel sind möglich. Halte Edibles deshalb immer außerhalb der Reichweite von Kindern und Tieren aufbewahren!
Was ist die durchschnittliche Portion für Marihuana-Edibles?
Die Portion hängt vom Cannabinoidgehalt ab. Bei THC-Edibles liegt die Portion üblicherweise zwischen 5–10 mg, bei CBD-Edibles zwischen 8–15 mg.
Ist das Essen von Marihuana gefährlicher als das Rauchen?
Im Grunde nein. Dennoch können Edibles gefährlich sein, je nachdem wie viel man konsumiert – also sei immer vorsichtig und fang langsam an.
Werden Marihuana-Edibles häufig verwendet?
Ja, sowohl im Freizeit- als auch im medizinischen Bereich werden Edibles täglich konsumiert, sie sind gerade bei medizinischen Anwendern sehr beliebt.
Wie lange hält das High von Edibles an?
Das hängt von der konsumierten Menge ab – in der Regel hält die Wirkung zwischen 2 bis 8 Stunden oder länger, je nach Cannabinoidgehalt.
Was bedeutet Edibles als Slang?
Im Slang bezeichnet „Edibles“ alle essbaren Cannabisprodukte wie Kekse, Brownies, Lutscher, Gummibärchen und Getränke.
Externe Quellen
- Gesundheitliche Aspekte der Legalisierung von Cannabis-Edibles. - Grewal, Jasleen & Loh, Lawrence. (2020).
- Tasty THC: Versprechen und Herausforderungen von Cannabis-Edibles. - Barrus, D. & C., Kristen & Cates, S.& G., Camille & Peiper, N. & L., Timothy & Wiley, J. (2016).
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