Wie man Cannabisblüten trocknet
- 1. Langsam und stetig
- 2. Hänge deine buds zum trocknen auf
- 3. Gläser, gläser, gläser
- 3. a. Wenn die luftfeuchtigkeit über 70% liegt:
- 3. b. Wenn die luftfeuchtigkeit zwischen 65% und 70% liegt:
- 3. c. Wenn die luftfeuchtigkeit zwischen 60% und 65% liegt – der sweet spot:
- 3. d. Wenn die luftfeuchtigkeit unter 55% liegt:
- 4. Curing
- 5. Wie lange?
- 5. a. Langsames vs. schnelles trocknen
- 6. Fazit: wie geht es weiter?
Es ist Zeit, deine Buds zu ernten, und alles, woran du denken kannst, ist der erste sanfte, geschmackvolle Zug – aber nicht so schnell, du musst sie zuerst trocknen und curen. Ohne richtiges Curing bekommst du nur einen üblen, kratzigen Rauch. Es mag so scheinen, als wäre die ganze Arbeit erledigt, wenn die Erntezeit ansteht. Aber nicht so schnell! Nur weil du die Buds von deinen Pflanzen entfernt hast, heißt das nicht, dass die harte Arbeit vorbei ist. Tatsächlich steht der wichtigste Teil beim Anbau von Cannabis-Samen noch bevor. Das richtige Trocknen und Curing deiner Ernte verhindert, dass all deine Mühe umsonst war. Die Cannabis-Buds, die du vor dir siehst, bestehen nämlich hauptsächlich aus Wasser. Das bedeutet, dass Schimmel nur auf die erste Gelegenheit wartet, sich über sie herzumachen!
Um das zu verhindern, musst du deine Buds trocknen – aber richtig! Wenn du deine Buds zu schnell trocknest, führt das zu einem kratzigen Geschmack und einem Verlust an Terpenen. Ebenso gibt langsames Trocknen dem Schimmel die Gelegenheit, deine Blüten zu befallen. Das Trocknen ist zwar wichtig, aber nicht der einzige entscheidende Prozess nach der Ernte. Um das bestmögliche Ergebnis zu erzielen, musst du deine Blüten auch curen. Dadurch erhältst du die geschmackvollsten und sanftesten Buds überhaupt. Was ist also der beste Weg, deine Buds zu trocknen? Lies weiter, um es herauszufinden.
1. Langsam und stetig
Es gibt ein paar Tricks, mit denen man die Buds so schnell wie möglich trocknen kann, aber sie opfern immer Geschmack und Potenz zugunsten der Geschwindigkeit. Du hast viel Zeit und Geld in deine Samen und Pflanzen investiert – warum solltest du das Endprodukt in letzter Sekunde sabotieren? Das am besten schmeckende Marihuana trocknet langsam über mehrere Wochen bis Monate. Um das richtig zu machen, solltest du in ein Hygrometer investieren. Eigentlich solltest du schon eines herumliegen haben, aber falls du aus irgendeinem Grund keines im Growzelt verwendet hast, kannst du ein günstiges Hygrometer bei Amazon für weniger als 25 Euro oder 30 USD kaufen. Dieses Gerät misst die relative Luftfeuchtigkeit, die du kennen musst, um ein korrektes Curing zu gewährleisten.
2. Hänge deine Buds zum Trocknen auf
Der erste Schritt ist ganz einfach: Nachdem du die Blätter entfernt hast (vergiss nicht, sie für Extrakte oder Edibles aufzubewahren), solltest du deine Buds kopfüber aufhängen – genau wie beim Trocknen von Blumen zum Pressen. Der ideale Trockenraum sollte bei 21°C mit einer Luftfeuchtigkeit von 50% laut Hygrometer gehalten werden. Vielleicht gibt es keinen Raum in deinem Zuhause, der diese Bedingungen erfüllt, aber du kannst Klimaanlage, Heizung, Luftbefeuchter und Entfeuchter nutzen, um die idealen Bedingungen zu erreichen. Jede Anpassung ist besser als keine, also ist es in Ordnung, wenn du die perfekten Bedingungen nicht exakt nachbilden kannst.

Wenn du in einer sehr feuchten Gegend wohnst, in der die Buds nicht schnell genug trocknen, solltest du dir ein Trockengestell zulegen. Es hilft dabei, die Buds zu entfeuchten, bevor Schimmel entstehen kann. Dieser Prozess sollte etwa vier bis sieben Tage dauern. Geht es schneller, verlierst du Geschmack und Potenz, dauert es länger, riskierst du Schimmel auf deinen wertvollen Blüten. Du weißt, dass du bereit für den nächsten Schritt bist, wenn die Stiele deiner Buds sauber abbrechen, anstatt sich zu biegen oder an Fasern zu hängen.
3. Gläser, Gläser, Gläser
Das Trocknen ist geschafft, jetzt geht es ans richtige Curing, um das Maximum an Geschmack herauszuholen. Für diesen Schritt benötigst du verschließbare Glasgefäße wie Einmachgläser. Gib deine getrockneten Buds hinein und verschließe sie luftdicht. Idealerweise solltest du in jedes Glas ein Hygrometer legen, aber je nach Größe deiner Ernte kann das zu teuer sein.

Lege zumindest ein Hygrometer in ein Glas und verwende dessen Messwert als Anhaltspunkt für die anderen. Wenn es in einem Glas 60% Luftfeuchtigkeit anzeigt, kannst du davon ausgehen, dass die anderen ähnlich sind. Wir wollen die Luftfeuchtigkeit in den Gläsern zwischen 60% und 65% halten. Nach dem Verschließen der Gläser wartest du 24 Stunden und kontrollierst dann. Was du als Nächstes tust, hängt vom Feuchtigkeitswert ab.
Wenn die Luftfeuchtigkeit über 70% liegt:
Nimm deine Buds heraus und lasse sie 12 Stunden an der frischen Luft trocknen. Gib sie dann zurück ins Glas und prüfe am nächsten Tag erneut.
Wenn die Luftfeuchtigkeit zwischen 65% und 70% liegt:
Öffne den Deckel, lasse das Weed aber im Glas. Lass das offene Glas vier Stunden lang in einem gut belüfteten Raum stehen, dann wieder verschließen und nach 24 Stunden erneut prüfen.
Wenn die Luftfeuchtigkeit zwischen 60% und 65% liegt – der Sweet Spot:
Perfekt! Heute musst du dir keine Sorgen um die Luftfeuchtigkeit machen. Weiter geht's mit dem Curing.
Wenn die Luftfeuchtigkeit unter 55% liegt:
Oh-oh, so niedrige Luftfeuchtigkeit lässt deine Buds zu schnell austrocknen. Lass das Glas verschlossen, damit mehr Feuchtigkeit in die Luft übergeht.
4. Curing
Sobald deine Gläser im Sweet Spot sind, solltest du sie jeden Tag etwa 15 Minuten lang öffnen. So kann der angesammelte Wasserdampf entweichen und es entsteht Platz für neue Feuchtigkeit aus der Pflanze. Dieser Vorgang nennt sich "Burping" und sollte mindestens einmal alle 24 Stunden in der ersten Woche des Curings durchgeführt werden. Sobald sich die Luftfeuchtigkeit in den Gläsern stabilisiert hat, reicht es, alle zwei bis drei Tage, später nur noch einmal pro Woche oder seltener zu lüften. Curing mag anfangs wie Zeitverschwendung erscheinen, besonders wenn du es kaum erwarten kannst, deine Ernte zu probieren. Aber wir können dir versichern: Es lohnt sich jede Sekunde.
Curing macht den Unterschied zwischen einem guten und einem großartigen Bud. Es verwandelt den Geschmack deiner Buds und lässt das natürliche Terpenprofil richtig zur Geltung kommen. Dieser Prozess fördert den Abbau von Chlorophyll und anderen Molekülen, die den Geschmack und die Sanftheit der Cannabis-Blüten beeinträchtigen können. Ähnlich wie beim Reifen von Käse oder gutem Wein verlängert das Curing zwar den gesamten Ernteprozess, sorgt aber am Ende für ein deutlich besseres Produkt. Wenn du einmal gecurte Blüten probiert hast, wirst du kein Problem mehr damit haben, länger auf deine Buds zu warten.
5. Wie lange?
Ein richtiges Curing der Buds kann länger dauern als der Grow, der sie hervorgebracht hat. Solange die Luftfeuchtigkeit im Glas stabil zwischen 60% und 65% bleibt, verbessert sich der Geschmack bis zu sechs Monate lang. Um ehrlich zu sein, sind wir nicht immer geduldig genug, sechs Monate zu warten, um unsere Buds zu probieren, aber wir bewahren von jeder Ernte eine besondere Reserve auf, die die volle Behandlung erhält.
Langsames vs. schnelles Trocknen
Idealerweise sollte der Trocknungsprozess zwischen 7 und 16 Tagen dauern, denn die größte Gefahr für Cannabinoide und Terpene sind Temperatur und Luftfeuchtigkeit während des Trocknens. Wenn du die richtigen Bedingungen nicht einhältst, verdampfen diese chemischen Verbindungen. Achte beim Trocknen deines Weeds darauf, dass die Luftfeuchtigkeit zwischen 50-60% und die Temperatur zwischen 18-22 ºC liegt. Ein weiterer wichtiger Punkt ist die Luftzirkulation, denn stehende Luft kann Schimmel verursachen. Sorge also für ausreichend Luftzirkulation, aber stelle keinen Ventilator direkt auf die Buds – es wird empfohlen, die Ventilatoren auf eine Wand zu richten, um die Verdunstung der Terpene zu verhindern.

Wenn alles vorbereitet ist, hänge deine Pflanzen kopfüber auf und achte darauf, dass sie mindestens 7 Tage zum Trocknen brauchen. Denke daran, dass langsames Trocknen hilft, den Geruch, Geschmack und die Cannabinoide in deinen Blüten zu bewahren. Kurz gesagt: Langsames Trocknen sorgt für besseren Geschmack, Aroma und Wirkung, während schnelles Trocknen deinen Buds einen heuartigen oder pflanzlichen Geschmack verleiht und die Potenz beeinträchtigt.
6. Fazit: Wie geht es weiter?
Das war's. Nach Monaten des Anbaus, Trocknens und Curings deiner Buds ist es Zeit, die Früchte deiner Arbeit zu genießen. Wenn du mehr hast, als du rauchen kannst, schütze deine getrockneten Buds unbedingt durch richtige Lagerung. Wenn du noch Fragen hast, schreib uns auf Instagram oder Facebook. Wir beantworten alle Nachrichten und freuen uns immer, die fantastischen Pflanzen zu sehen, die aus unseren Samen entstehen!
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