Weed auf den Philippinen: Leitfaden zum legalen Status von Cannabis
- 1. Cannabisgesetze auf den philippinen
- 1. a. Besitz
- 1. b. Konsum
- 1. c. Verkauf
- 1. d. Anbau
- 2. Ist cbd auf den philippinen legal?
- 3. Ist es legal, cannabis-samen auf die philippinen zu schicken?
- 4. Medizinisches cannabis auf den philippinen
- 5. Industriehanf auf den philippinen
- 6. Geschichte
- 6. a. Politik
- 7. Hilfreiche hinweise
Die Philippinen, die Heimat von über 110 Millionen Menschen, sind ein faszinierendes und vielfältiges Land in Südostasien. Gelegen im westlichen Pazifik und bestehend aus über 7000 Inseln, sind sie bekannt für ihre Fülle an wunderschönen Stränden und köstlichen tropischen Früchten, die Touristen aus aller Welt anlocken.
Wenn es jedoch um Drogengesetze geht, einschließlich Cannabis, sind die Philippinen berüchtigt für einige der härtesten und strengsten Strafen weltweit. Viele wissen um den sogenannten Drogenkrieg des kürzlich in Ruhestand gegangenen Präsidenten Rodrigo Duterte, der einen kompromisslosen Ansatz in Bezug auf Cannabis und Drogenkonsum im Land verfolgte. Im heutigen Artikel beleuchten wir das Thema Weed auf den Philippinen, die strengen Strafen für Besitz, Verkauf und Anbau sowie die Aussicht auf eine Legalisierung von medizinischem Cannabis in der Zukunft.
1. Cannabisgesetze auf den Philippinen
Während der umstrittenen Amtszeit von Rodrigo Duterte erarbeiteten sich die Philippinen den Ruf, eines der, wenn nicht sogar das strengste Land der Welt in Bezug auf ihre altmodischen Drogengesetze zu sein. Während einer gefürchteten Kampagne, genannt “Dutertes Krieg gegen Drogen”, schätzt man, dass über 25.000 Menschen zwischen 2016 und 2022 während der Amtszeit des ehemaligen Präsidenten getötet wurden. Auch wenn ein Wechsel an der Spitze eine neue Richtung signalisieren könnte, bleiben die heutigen Gesetze bezüglich Marihuana auf den Philippinen zu den härtesten weltweit. Werfen wir einen genaueren Blick darauf.
Besitz
Der Besitz von Cannabis ist auf den Philippinen seit 1972 illegal, jedoch wurde das Gesetz etwa dreißig Jahre später nochmals verschärft. Das “Comprehensive Dangerous Drug Act of 2002” stufte Cannabis als sogenanntes „gefährliches Rauschmittel“ ein – auf einer Stufe mit Heroin und Methamphetamin. Nach philippinischem Recht gelten sowohl der Besitz als auch der Konsum von Cannabis als strafbar, und für potenzielle Täter drohen äußerst drakonische Strafen.
Wer mit 10 Gramm oder mehr Haschisch oder 500 Gramm Cannabis erwischt wird, muss mit folgenden Strafen rechnen:
- Lebenslange Haftstrafe oder sogar die Todesstrafe
- Geldstrafe von 500.000 bis 10 Millionen Pesos
Wer weniger als 10g Haschisch oder weniger als 300g Marihuana besitzt, erhält etwas mildere Strafen, darunter:
- 20 Jahre bis lebenslange Freiheitsstrafe
- Eine Geldstrafe von 500.000 Pesos
Für Mengen von Haschisch unter 5g oder 200g Cannabis werden die Strafen auf folgendes reduziert:
- Haftstrafe zwischen zwölf und zwanzig Jahren
- Geldstrafe zwischen 300.000 und 400.000 Pesos
Unabhängig von den genannten Abstufungen ist klar: Mit Cannabis auf den Philippinen erwischt zu werden, kommt einem sozialen und persönlichen Todesurteil nahe.
Konsum
Nicht nur der Besitz von Weed ist auf den Philippinen strikt verboten, auch bereits der Konsum zieht schwerwiegende rechtliche Konsequenzen nach sich. Wer z. B. einen Drogentest nicht besteht, muss mindestens sechs Monate in eine staatliche Reha-Klinik. Wiederholungstätern drohen wie beim Besitz Haftstrafen zwischen sechs und zwölf Jahren. Zusätzlich wird eine saftige Geldstrafe zwischen 50.000 und 200.000 Pesos verhängt.
Verkauf
Es versteht sich wohl von selbst, dass auch der Verkauf und die Weitergabe von Cannabis auf den Philippinen illegal sind und mit den härtesten möglichen Strafen geahndet werden. Wer beim Cannabisverkauf ertappt wird, muss mit der Höchststrafe rechnen – entweder lebenslange Haft oder Todesstrafe. Auch eine Geldstrafe von 500.000 bis 10 Millionen Pesos ist möglich. Wer beim Import von Cannabis erwischt wird, riskiert ebenfalls die Todesstrafe oder lebenslange Haft sowie eine Geldstrafe von 500.000 bis 10 Millionen Pesos.

Verminderte Strafen von zwölf bis zwanzig Jahren Gefängnis sowie Geldbußen zwischen 100.000 und 500.000 Pesos werden in bestimmten Situationen verhängt. Die philippinischen Drogengesetze richten sich auch gegen Personen, die Dealer verstecken oder schützen – auch ohne eigene Beteiligung am Drogenhandel drohen hohe Strafen. Die Sanktionen beinhalten:
- Haftstrafe zwischen zwölf und zwanzig Jahren
- Geldstrafe zwischen 100.000 und 500.000 Pesos
Anbau
Wie du wahrscheinlich vermutest, ist auch der Cannabisanbau auf den Philippinen illegal und wird ähnlich streng wie Besitz und Verkauf geahndet. Auch hier drohen lebenslange Haft oder eine mögliche Todesstrafe sowie eine Geldstrafe von 500.000 bis 10 Millionen Pesos für alle, die beim Anbau von Marihuana erwischt werden.
Außerdem wird jegliches Grundstück, auf dem Cannabis angebaut wurde, vom Staat beschlagnahmt, sofern der Eigentümer nicht beweisen kann, nichts davon gewusst zu haben. Seit Dutertes „War on Drugs“ wurden die beschriebenen Gesetze noch weiter verschärft, der ehemalige Präsident setzte auf einen kompromisslosen Umgang mit Drogenkriminalität. Seit Sommer vergangenen Jahres ist jedoch Bongbong Marcos Präsident – trotz seines Namens ist aber kaum mit einer deutlich weicheren Drogenpolitik zu rechnen.
2. Ist CBD auf den Philippinen legal?
Laut der Philippine Drug Enforcement Agency ist der Kauf und Gebrauch jeglicher Cannabisderivate, einschließlich Hanfsamenöl, auf den Philippinen illegal. Wer versucht, CBD ins Land zu bringen, riskiert eine Anklage mit hoher Wahrscheinlichkeit auf Gefängnisstrafe und/oder einer hohen Geldstrafe.
3. Ist es legal, Cannabis-Samen auf die Philippinen zu schicken?
Die Antwort ist wenig überraschend – nein, Cannabissamen dürfen weder von den Philippinen gesendet noch ins Land importiert werden. Jegliche Derivate der Cannabispflanze, auch Cannabissamen, sind so illegal wie Pflanzen selbst und dürfen in den Philippinen nicht erworben, verwendet oder verkauft werden.
4. Medizinisches Cannabis auf den Philippinen
Auch wenn das Land beim Freizeitkonsum strikt bleibt, öffnet sich in den letzten Jahren langsam die Tür für medizinisches Cannabis auf den Philippinen. Der bisherige Präsident war vor allem für seinen Krieg gegen Drogen bekannt, gestand aber ein, dass medizinisches Cannabis in Zukunft legalisiert werden könnte. Seit seinem Rücktritt wurde ein entsprechender Gesetzesentwurf eingebracht, der medizinisches Cannabis legalisieren würde – eine Entwicklung, die schneller kommen könnte, als viele dachten.
5. Industriehanf auf den Philippinen
Wie Cannabis ist auch der Anbau von Hanf auf den Philippinen derzeit illegal. Künftig könnte sich das allerdings ändern, insbesondere falls medizinisches Cannabis legalisiert werden sollte.

Momentan gibt es keine Ausnahmen im philippinischen Recht, die den Anbau jeglicher Cannabispflanzen erlauben – völlig unabhängig vom THC-Gehalt. Doch mit steigendem Bedarf an CBD-Ölen und anderen medizinischen Cannabis-Produkten sowie dem günstigen Klima könnten die Philippinen den Anbau von Industriehanf legalisieren – nicht zuletzt angesichts des wirtschaftlichen Potenzials.
6. Geschichte
Es lässt sich nicht eindeutig sagen, welches Land oder Volk Cannabis erstmals auf die Philippinen brachte. Es gibt jedoch anekdotische Hinweise, dass chinesische, spanische und indische Einflüsse für die Einführung der Pflanze in die philippinische Kultur verantwortlich sind. 1972 wurde allerdings der Dangerous Drugs Act eingeführt, durch den Marihuana verboten wurde. Die Einstufung als gefährliches Rauschmittel untersagte Herstellung, Verkauf, Anbau, Besitz, Import und Konsum vollständig.
Selbst nach rund fünfzig Jahren hat sich an der Gesetzeslage wenig geändert. Insbesondere die Amtszeit von Präsident Duterte führte zur weiteren Verschärfung der bereits zuvor streng regulierten Gesetze. Duterte, ein umstrittener Charakter und vermeintlicher Verbündeter von US-Präsident Trump, trieb mit seinem Drogenkrieg eine gewalttätige und äußerst kritisierte Kampagne voran, der viele – vor allem Arme aus städtischen Gebieten – zum Opfer fielen. Es wird vermutet, dass mehrere Tausend der Tötungen durch die philippinische Polizei durchgeführt wurden. Duterte und weitere Führungspersonen waren maßgeblich für die Anstiftung zu diesen Taten verantwortlich; Human Rights Watch hat sie als mögliche Verbrechen gegen die Menschlichkeit eingestuft.
Politik
Im kürzlich vorgeschlagenen Gesetzesentwurf Senate Bill 230 wird die medizinische Nutzung von Cannabis angestrebt. Im Fokus stehen dabei allerdings nicht die Verwendung roher Pflanzen, sondern die Verschreibung von Kapseln und Ölen für schwerkranke Patienten. Senator Robinhood Padilla, der das Gesetz 2022 im Parlament eingebracht hat, sieht in medizinischem Cannabis eine „mitfühlende alternative Therapie“.
Laut Gesetzentwurf soll Marihuana ausschließlich in öffentlichen Krankenhäusern erhältlich sein; das Land sei weder vorbereitet noch in der Lage, die Abgabe in Apotheken oder Fachgeschäften ausreichend zu kontrollieren. Überdies sieht das Gesetz vor, dass die Philippinen verstärkt zur medizinischen Erforschung und zum Potenzial von Cannabis als Therapie für verschiedene Erkrankungen beitragen könnten.

„Der Staat sollte ausnahmsweise den Gebrauch von Cannabis für mitfühlende Zwecke erlauben, um die Gesundheit und das Wohl der Bürger zu fördern, die dringend darauf angewiesen sind, dabei jedoch strengste Regulierungen erlassen, um Missbrauch und unerlaubten Handel zu verhindern“, schreibt Padilla im Gesetz. Mehrere Senatoren – darunter Ronald “Bato” Dela Rosa – unterstützen die vorgeschlagene Legalisierung, betonen die therapeutischen Vorteile und die wirtschaftlichen Chancen für Anbauer wie auch den Staat.
„Wenn wir das wirtschaftlich nutzen können, wenn zum Beispiel medizinisches Cannabis im Land legal wird, wird es eine bedeutende Einkommensquelle für die Menschen in Cordillera, da es dort natürlich wächst“ Eine Entscheidung über die Legalisierung von medizinischem Cannabis auf den Philippinen wird noch dieses Jahr erwartet.
7. Hilfreiche Hinweise
Obwohl medizinische Gesetzgebung ein willkommener Fortschritt ist, bleibt es auf absehbare Zeit sehr unwahrscheinlich, dass eine vollständige Legalisierung von Cannabis in Betracht gezogen wird. Die Philippinen bieten ein ideales Klima für Cannabisanbau, und angesichts der schwachen Wirtschaft scheint eine Liberalisierung auf den ersten Blick logisch. Doch sowohl politisch als auch gesellschaftlich wird Cannabis nach wie vor als gefährliche, stark abhängigmachende Droge angesehen.
Nach allem, was du heute erfahren hast, empfehlen wir dir: Wenn du einen Besuch dieser faszinierenden Inseln planst, solltest du auf den Konsum von Cannabis unbedingt verzichten, denn die drakonischen Strafen sind das Risiko nicht wert. Zwar gibt es einzelne ländliche Regionen, in denen Cannabis noch konsumiert wird, aber der Gebrauch ist nicht weit verbreitet. Aufgrund der genannten extremen Strafen und aus Schutz empfehlen wir deshalb, auf unsere geliebte Pflanze bei Reisen in dieses vielseitige Land zu verzichten. Das Risiko lohnt sich schlichtweg nicht. Wenn du mehr über Cannabisgesetze in aller Welt erfahren möchtest, sieh dir unseren umfangreichen Fast Buds Blog-Bereich an – dort findest du die neuesten Nachrichten, Grow-Tipps und vieles mehr.
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