Der ultimative Leitfaden für den Anbau von Autoflowering Cannabis: Umfassende Schritt-für-Schritt-Anleitung

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Autor Luke Sumpter
31 Mai 2023
Wenn du dich fragst, wie lange Autoflowers für ihren vollständigen Zyklus benötigen, lies diesen Artikel!
31 Mai 2023
26 min read
Der ultimative Leitfaden für den Anbau von Autoflowering Cannabis: Umfassende Schritt-für-Schritt-Anleitung

Inhalt:
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  • 1. Einleitung
  • 2. Die richtigen autoflowering cannabissamen wählen
  • 3. Optimale bedingungen für den anbau
  • 3. a. Erde und nährstoffe für autoflower
  • 3. b. Optimale beleuchtung für autoflower
  • 3. c. Gießen von autoflowern
  • 3. d. Temperatur und luftfeuchtigkeit
  • 4. Keimung und einpflanzen
  • 5. Vegetative und blütephase
  • 6. Ernte, trocknen und fermentieren (curing)
  • 7. Häufige probleme und lösungen
  • 8. Weitere tipps für den erfolg
  • 9. Fortgeschrittene anbaumethoden
  • 9. a. Pflanzentraining
  • 10. Erntetechniken
  • 11. Fazit

Einleitung

Willkommen zum ultimativen Leitfaden für den Anbau von autoflowering Cannabis. Diese umfassende Schritt-für-Schritt-Anleitung versorgt dich mit allen Informationen, die du benötigst, um autoflowering Cannabispflanzen erfolgreich von der Aussaat bis zur Ernte im Jahr 2026 anzubauen. Egal, ob du Anfänger oder erfahrener Grower bist – unsere Expertentipps und ausführlichen Erklärungen sorgen dafür, dass du auf einfache Weise eine reiche Ernte einfährst.

Die richtigen Autoflowering Cannabissamen wählen

Bevor du mit dem Anbau von Autoflowern beginnst, ist es entscheidend, die richtigen Samen auszuwählen. Es gibt zahlreiche Strains, daher solltest du Faktoren wie Blütezeit, Ertragspotential, gewünschte Wirkung und vor allem, wie robust und einfach die Sorte anzubauen ist, berücksichtigen. Die Einfachheit des Anbaus ist zwar nicht für jeden Grower ausschlaggebend, für Anfänger jedoch extrem wichtig, denn widerstandsfähige, leicht zu ziehende Strains können über Erfolg oder Misserfolg der Ernte entscheiden. 

Strains wie unsere Lemon Tree Auto und Purple Lemonade Auto sind zum Beispiel nicht nur von Natur aus robust, sondern wurden auch über Jahre selektiv gezüchtet und bieten so besonders Anfängern Vorteile. 

Robuste Strains gedeihen nicht nur unter widrigen Bedingungen, sondern verzeihen auch typische Anfängerfehler.

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Wenn du lediglich nach dem passenden Strain für deinen ersten Grow-Zyklus gesucht hast, kannst du ruhig einen der beiden oben genannten wählen – damit machst du nichts falsch! Möchtest du jedoch mehr über das "Warum" und "Wie" erfahren, helfen wir dir gern weiter, eine fundierte Entscheidung zu treffen. Achte beim Samen-Kauf besonders auf folgende Punkte:

Der Blütezyklus von Autoflowern

Autoflowering Strains durchlaufen ihren kompletten Lebenszyklus meist in 8-10 Wochen. Einzelne Strains sind früher fertig, andere benötigen länger. Das liegt daran, dass Pflanzen je nach Umweltbedingungen leicht unterschiedliche Phänotypen zeigen können. Das ist weder gut noch schlecht – jedoch kann es vorkommen, dass Pflanzen unter weniger idealen Bedingungen etwas mehr kämpfen und sich somit langsamer entwickeln.

Der ultimative Leitfaden für den Anbau von autoflowering Cannabis: Die richtigen autoflowering Cannabissamen wählen

Autoflower brauchen nur etwa 8 Wochen vom Samen bis zur Ernte.

 Achte bei der Wahl also auf einen Strain mit einer Blütezeit, die zu deinen Bedürfnissen, Vorlieben und Umweltbedingungen passt.

Ertragspotenzial bei Autoflowern

Für die meisten Grower ist das Ertragspotential ausschlaggebend, und dieses kann bei Autos stark variieren. Niemand möchte Monate in eine Pflanze investieren und am Ende 10 Gramm ernten – doch genauso wenig will man eine Pflanze mit 1.000 Gramm Ertrag und mangelhafter Qualität. Such dir also Strains, die deinen Konsumvorlieben entsprechen, aber auch akzeptable Erträge und die gewünschten Wirkungen sowie Potenz liefern. Im Zweifel immer Qualität vor Quantität!

Gewünschte Wirkung: Terpene und Cannabinoide

Jeder Strain bietet eigene Effekte – von energetisierend und aufheiternd bis entspannend oder einschläfernd. Informiere dich über verschiedene Strains und wähle einen, der deinen Vorlieben oder medizinischen Anforderungen entspricht. Denk daran: Die Wirkung eines Strains entsteht aus der Kombination von Cannabinoiden, Terpenen und anderen chemischen Verbindungen der Pflanze. Das ist wichtig, denn manchmal gibt es nur begrenzte Informationen zu den Effekten eines Strains und diese sind nicht immer zuverlässig. Da jeder Mensch Effekte unterschiedlich wahrnimmt, hilft es, sich über die Wirkung einzelner Terpene und ihre Interaktion mit Cannabinoiden wie THC oder CBD zu informieren – so weißt du besser, was dich erwartet.

Anbauschwierigkeit: Widerstandsfähigkeit & Robustheit 

Manche Strains sind schwieriger anzubauen, andere widerstandsfähiger gegen Schädlinge und Krankheiten. Für Anfänger empfiehlt es sich, leicht zu kultivierende Strains zu wählen, die in verschiedenen Umgebungen gedeihen und zugleich resistent gegen Schädlinge und Krankheiten sind.

Optimale Bedingungen für den Anbau

Damit deine autoflowering Cannabispflanzen erfolgreich wachsen und du eine reiche Ernte einfährst, solltest du für ein ideales Umfeld sorgen. Zwar sind Autoflowers recht robust, aber das Ziel ist nicht reines Überleben, sondern optimales Wachstum und Qualität. Dafür braucht es die richtigen Rahmenbedingungen. In den folgenden Abschnitten zeigen wir dir die wichtigsten Faktoren für die Einrichtung deines Grows.

Erde und Nährstoffe für Autoflower

Wähle beim Anbau von Autoflowern das passende Substrat und sorge für die nötigen Nährstoffe. Die meisten Dünger sind für photoperiodische Pflanzen konzipiert, daher sollten Autoflower grundsätzlich nur mit der halben Dosierung gefüttert werden – es sei denn, du nutzt spezielle Produkte für Autoflower. Beachte beim Substrat und den Nährstoffen diese Tipps:

Substrat: Erde

Wähle eine gut belüftete, leichte Mischung, die eine optimale Wurzelbildung ermöglicht. Geeignet sind Substrate mit Perlit, Kokos, Erde oder Torfmoos, da sie Wasser gut ableiten und Wurzelfäule vorbeugen.

Für Anfänger bewährt sich die Methode, den unteren Teil des 10-Liter-Topfes mit stärker vorgedüngtem Substrat und den oberen Teil mit leichter vorgedüngtem Substrat zu befüllen. Dann reicht in der Regel pH-angepasstes Wasser von Anfang bis Ende – zusätzliche Düngung ist unnötig.

Alternativ kannst du bei Verwendung von Light Mix ab der Vorblüte mit der halben empfohlenen Dosis düngen. Während der Wachstumsphase (vegetative Phase) solltest du möglichst nicht düngen, um Überdüngung zu vermeiden.

Autoflower füttern: Nährstoffe

Autoflowering Pflanzen benötigen ein ausgewogenes Nährstoffprofil aus Makronährstoffen (Stickstoff, Phosphor, Kalium) und Mikronährstoffen (Kalzium, Magnesium, Eisen u.a.). Verwende möglichst Nährstoffe, die speziell für Autoflower entwickelt wurden, damit deine Pflanzen vom Keimling bis zur Ernte optimal versorgt sind. Gibt es keine passenden Spezialdünger, folge dem Düngeplan des Herstellers, jedoch mit der Hälfte der Dosierung, denn autoflowering Strains benötigen meist weniger Dünger als photoperiodische Pflanzen.

Optimale Beleuchtung für Autoflower

Licht spielt eine wesentliche Rolle für das Wachstum und die Blütenentwicklung deiner autoflowering Cannabispflanzen. Beachte bei der Auswahl und dem Setup deiner Beleuchtung folgende Hinweise:

Lichtspektrum

Autoflowering Pflanzen gedeihen hervorragend unter einem vollen Lichtspektrum, das möglichst natürliches Sonnenlicht simuliert. Hochwertige LED-Growlampen werden empfohlen, da sie das komplette Spektrum bieten und dabei energieeffizient sind. Leuchtstoffröhren oder HPS/CMH-Lampen sind ebenfalls nutzbar, jedoch bieten moderne, leistungsstarke Full-Spectrum-LEDs meist das beste Preis-Leistungs-Verhältnis.

Lichtzyklus

Anders als photoperiodische Strains benötigen Autoflower für die Blüte keinen bestimmten Lichtwechsel. Sie können während ihres gesamten Zyklus 18–24 Stunden Licht täglich erhalten. 

Der ultimative Leitfaden für den Anbau von autoflowering Cannabis: Beleuchtung

Nur 4 Stunden Dunkelheit reichen einer Autoflower zur Erholung.

Ein 18/6-Lichtzyklus (18 Stunden Licht, 6 Stunden Dunkelheit) bringt meistens die besten Ergebnisse. Du kannst den Zyklus je nach Jahreszeit anpassen: Im kalten Winter z. B. 20/4, um die Pflanzen wärmer zu halten, im Sommer ggf. 16/8, um die Temperatur etwas zu drücken. Ein 24-Stunden-Lichtzyklus ist nicht immer empfehlenswert, da Dunkelphasen auch zur Energieeinsparung und Regeneration beitragen.

Lichtintensität

Stelle sicher, dass deine Pflanzen genug Lichtintensität erhalten: Passe die Lampenhöhe ggf. an oder reguliere das Dimmen. Zu hohe Intensität führt zu Lichtstress und Bleaching, zu wenig zu langsamem Wachstum und schwachen Pflanzen. Beachte die Herstellerangaben zur Lampenhöhe und korrigiere diese im Grow-Verlauf. Willst du ganz sicher sein, nutze ein PAR-Meter zur Messung von PPFD und halte dich an die unten stehende Tabelle.

Gießen von Autoflowern

Richtiges Gießen ist entscheidend für gesunde autoflowering Cannabispflanzen. Ein Zuviel führt zu Wurzelfäule, zu wenig zu Nährstoffmangel und schlechtem Wachstum. Beherzige diese Hinweise:

Gießhäufigkeit

Gieße deine Pflanzen, sobald die obere Erdschicht (1 Fingerbreit) trocken ist. Verlasse dich jedoch nicht blind darauf, denn die Erdoberfläche trocknet schneller als der Topfboden.

Die Gießfrequenz hängt von Topfgröße, Pflanzengröße und Umweltfaktoren ab. Passe das Schema während des Wachstums immer wieder an. Im Zweifel hilft ein Feuchtemessgerät oder das Anheben des Topfes zur Gewichtskontrolle – ein schwerer Topf = nass, ein leichter = trocken.

Verschiedene Gießmethoden

Gieße langsam und gleichmäßig, damit das Wasser gut aufgenommen wird und bis zu den Wurzeln vordringt. Vermeide Überwässerung durch zu häufiges Gießen, bevor die Erde abgetrocknet ist – das führt zu Staunässe und Wurzelfäule. Ziel: Das Substrat immer feucht, aber nie nass halten.

Bedenke: Zu stark ausgetrocknete Erde kann hydrophob werden, also das Wasser regelrecht abstoßen. In solchen Fällen helfen Produkte mit Yucca-Extrakt, da deren Saponine das Substrat durchlässiger machen und die Wasseraufnahme fördern.

Temperatur und Luftfeuchtigkeit

Das Halten optimaler Temperatur- und Luftfeuchtigkeitswerte ist für die Gesundheit und Produktivität deiner autoflowering Cannabispflanzen unerlässlich. 

Folge der unten stehenden Tabelle, um die idealen Bedingungen für deine Pflanzen zu schaffen:

Optimale Bedingungen für Autoflower

Ideale Temperaturen für Autoflower

Autoflowering Cannabispflanzen gedeihen meistens optimal bei 15–25 °C (59–77 °F). Halte die Growbox auf diesem Level für bestes Wachstum. Ideal ist jedoch eine differenzierte Steuerung: Für die Wachstumsphase solltest du auf 21–29°C (70–85°F) achten, während der Blütephase auf 15–24°C (60–75°F).

Vermeide extreme Temperaturschwankungen, da diese deine Pflanzen stressen und das Wachstum beeinträchtigen.

Der ultimative Leitfaden für den Anbau von autoflowering Cannabis: Temperatur und Luftfeuchtigkeit

Die richtigen Bedingungen für jede Wachstumsphase sind essentiell für glückliche Pflanzen.

Ideale Luftfeuchtigkeit für Autoflower

Kontrolliere die relative Luftfeuchte während des gesamten Grows, um Krankheiten vorzubeugen. Für Keimlinge sind 80 % ideal, während der Wachstumsphase 60–70 % und in der Blütephase 40–50 %, um Schimmel und Mehltau zu verhindern.

Keimung und Einpflanzen

Um autoflowering oder andere Cannabis-Samen erfolgreich zu keimen und anzupflanzen, solltest du folgende Schritte beachten:

Keimungsmethoden

Zur Keimung von Cannabissamen gibt es verschiedene Methoden: Papiertuch-Methode, Einweichen im Wasser und Direktsaat. Wähle die Methode deiner Wahl und halte dich an diese Tipps:

Papiertuch-Methode

Befeuchte ein Papiertuch, wringe überschüssiges Wasser aus und lege die Samen mit Abstand darauf. Klappe das Tuch darüber, um ein feuchtes Keimumfeld zu schaffen. Schließe das Tuch locker in einen Zipperbeutel oder ein Gefäß und stelle es an einen dunklen, warmen Ort (21–27 °C). Kontrolliere täglich – die Keimung erfolgt meist in 24–72 Stunden. Sobald sich die Keimwurzel zeigt, können die Samen eingepflanzt werden.

Einweichen im Wasser

Fülle ein Glas oder Gefäß mit lauwarmem Wasser und tauche die Samen darin für 12–24 Stunden unter. Bewahre sie an einem dunklen, warmen Ort (21–27 °C) auf. Sobald die Keimwurzel sichtbar ist, können die Samen gepflanzt werden.

Direktsaat

Befülle deine Töpfe mit der gewünschten Erdmischung, lasse ca. 2,5 cm Rand frei. Steche mittig ein 1,3 cm tiefes Loch in die Erde. Lege das Korn mit der Keimwurzel nach unten (falls vorgekeimt), bedecke es sanft mit Erde und drücke diese leicht an.

Pflanzen und erste Pflege

Nach der Keimung solltest du die Samen einpflanzen und die optimale Anfangspflege bieten. Gieße vorsichtig, halte die Erde feucht aber nicht nass. Achte auf eine konstante Temperatur von 21–29 °C und eine relative Luftfeuchte von 70–80 %. Bringe die Growlampe 45–60 cm (18–24 Zoll) über den Sämling (bzw. sorge für ca. 100–200 PPFD), passe den Abstand im Wachstum an. Kontolliere täglich auf Wachstum, Nährstoffmangel, Schädlinge und Krankheiten und handle sofort bei Problemen.

Vegetative und Blütephase

Während deine Autoflower wachsen, durchlaufen sie die vegetative und die Blütephase. In beiden Phasen sind unterschiedliche Pflegebedürfnisse zu beachten – nur so gelingt eine starke Ernte:

Wachstumsphase (Vegetative Stage)

Diese ist geprägt von schnellem Wachstum, Blättern, Trieben und Zweigen. Gib 18–20 Stunden Licht täglich und halte den Lichtzyklus konstant. Temperatur: 20–25 °C, Luftfeuchte: 40–60 %. Überwache die Pflanze auf Nährstoffmängel und passe die Düngung ggf. an. Trainiere deine Pflanzen ggf. mit schonenden Methoden wie LST (Low Stress Training, "Binden") oder SCROG, um einen gleichmäßigen Wuchs und beste Lichtausbeute zu erzielen.

Blütephase

Die Blüte beginnt, wenn deine Autoflower Blüten ausbilden und dauert bis zur Ernte. Für optimale Entwicklung weiter 18–20 Stunden Licht täglich und konstanten Lichtzyklus bieten. Temperatur: 15–21 °C, Luftfeuchte: 40–50 %. Wechsel in der Düngung auf Blütendünger mit hohem Phosphor- und Kalium-Gehalt. Vermeide High-Stress Trainingsmethoden während der Blüte, da sie Blütenbildung und Ertrag negativ beeinflussen können. Überwache die Pflanzen regelmäßig auf Schädlinge und Krankheiten und handel sofort, um die Blüten zu schützen.

Ernte, Trocknen und Fermentieren (Curing)

Sobald deine autoflowering Cannabispflanzen ausgereift sind, ist Ernte, Trocknen und Curing an der Reihe. Mit den richtigen Methoden sicherst du höchste Qualität, Potenz und Geschmack deiner Blüten.

Der richtige Erntezeitpunkt

Für maximale Potenz und hohen Ertrag ist das richtige Timing wichtig. Achte auf folgende Zeichen:

  1. Pistillenfarbe: Ernte, wenn 70-90 % der weißen Härchen (Pistillen) braun oder rötlich werden.
  2. Trichomenfarbe: Mit einer Lupe oder Mikroskop Trichome prüfen. Ernten, wenn die meisten milchig weiß sind und einzelne bernsteinfarben werden.

Der ultimative Leitfaden für den Anbau von autoflowering Cannabis: Ernte, Trocknen und Curing

Ernte nur, wenn die meisten Trichome trüb und einige bernsteinfarben sind.

Ernten

Nutze scharfe, saubere Scheren oder Schneidwerkzeug, um die Äste vom Hauptstamm zu trennen. Entferne dann die großen Fächerblätter und schneide die Zuckerblätter ab – vor oder nach dem Trocknen, ganz nach Vorliebe und Trockenbedingungen.

Trocknen

Für hochwertige, aromatische Blüten ist richtiges Trocknen entscheidend. Hänge die beschnittenen Zweige kopfüber in einen dunklen, gut belüfteten Raum bei 15–21 °C und 55–60 % Luftfeuchte für 7–14 Tage (je nach Blütengröße und Umgebung). Kontrolliere täglich auf Schimmel. Die Blüten sind bereit zum Fermentieren (Curings), wenn die Stiele beim Biegen knacken.

Curing (Fermentierung)

Durch das Curing gewinnen die Blüten weiter an Geschmack, Stärke und Qualität. Entferne die getrockneten Blüten von den Zweigen und lagere sie in luftdichten Behältern (wie Glas- oder Plastikdosen), maximal zu 3/4 gefüllt, um Luftzirkulation zu ermöglichen. Lagere die Behälter kühl und dunkel bei 15–21 °C und 58–62 % relativer Luftfeuchte (im Glas). Zur Kontrolle ein Hygrometer beilegen. Während der ersten zwei Wochen die Behälter täglich öffnen (lüften), um feuchte Luft entweichen zu lassen, falls die Luftfeuchte über 62 % steigt. Wiederhole dies, bis die Werte konstant bei 58–62 % liegen. Die optimale Reife wird in 2–4 Wochen erreicht – um das beste Ergebnis zu erzielen, möglichst 6–8 Wochen oder länger curen lassen.

Häufige Probleme und Lösungen

Der Anbau von autoflowering Cannabis bringt – wie bei allen Pflanzen – Herausforderungen mit sich. Hier findest du typische Probleme und Lösungsansätze:

Nährstoffmängel und -überschüsse

Mängel oder Überdosierung machen sich z. B. durch gelbe Blätter, gehemmten Wuchs oder schlechte Blütenbildung bemerkbar. Kontrolliere die Pflanzen regelmäßig und passe Fütterung und Dosierung bei Bedarf an. Überprüfe das pH-Level deiner Nährlösung/Wassers mit einem pH-Meter: Optimal sind Werte von 5,5–6,3 für Hydrokulturen und 6,5–7,0 für Erde. Bei Bedarf mit pH Plus/Minus-Produkten anpassen.

Schädlinge und Krankheiten

Auch Schädlinge und Krankheiten können deinen Ertrag schmälern. Typische Schädlinge sind Spinnmilben, Blattläuse, Weiße Fliegen; gängige Krankheiten sind Mehltau und Blütenfäule. Vorbeugend solltest du deinen Growbereich sauber halten und Pflanzen sowie organischen Abfall regelmäßig entfernen. Kontrolliere die Pflanzen täglich und führe präventive Maßnahmen gegen Schädlinge durch. Falls Befall auftritt, setze gezielt adäquate Mittel ein. Vermeide zudem Überwässerung und halte die Luftfeuchte korrekt, um Schimmel vorzubeugen.

Umweltstress

Umweltstress – etwa extreme Temperaturen, schwankende Luftfeuchte oder unzureichendes Licht – kann Wachstum und Ertrag deutlich reduzieren. Halte deshalb stets ideale Klimabedingungen ein und passe sie in den einzelnen Stadien an. Sorge für einen stabilen Lichtzyklus mit angemessener Intensität. Kontrolliere Klima und Werte regelmäßig und korrigiere nach Bedarf. Vermeide zu hohe Lichtintensität oder zu lange Hitzeeinwirkung, um Lichtstress oder Bleaching zu verhindern.

Weitere Tipps für den Erfolg

Nutze die folgenden Zusatz-Tipps, um deinen Autoflower-Anbau weiter zu optimieren:

Hochwertige Genetik wählen

Setze auf renommierte Samenbanken und hochwertige autoflowering Strains mit erwünschten Eigenschaften wie hohen Erträgen, THC- oder CBD-Gehalt, starkem Terpen-Profil und hoher Robustheit.

Optimiere den Growraum

Richte dir einen gut organisierten, effizienten Growbereich ein. Sorge für ausreichende Belüftung, Temperatur- und Luftfeuchtigkeitsregulierung und eine stabile Umgebung. Verwende geeignete Lampen wie LEDs oder HPS/MH-Leuchten für die nötige Intensität und das komplette Spektrum.

Nutze hochwertige Erde und Nährstoffe

Investiere in gutes Substrat und spezielle Cannabisdünger, um deinen Pflanzen die optimale Nährstoffversorgung zu bieten. Kontrolliere und optimiere regelmäßig die Konzentrationen und pH-Werte für richtige Nahrungsaufnahme zum besten Zeitpunkt.

Kontrollieren und Anpassen

Beobachte deine Pflanzen und das Umfeld ständig und passe die Bedingungen in jedem Stadium sowie je nach Entwicklung an. Sei bei Problemen wie Schädlingen, Krankheiten oder Umweltstress immer handlungsbereit, um deine Ernte zu retten und den Ertrag zu maximieren.

Der ultimative Leitfaden für den Anbau von autoflowering Cannabis: Beobachten und anpassen

Kontrolliere und passe die Bedingungen für jede Wachstumsphase an.

Sei auf Probleme vorbereitet und handle schnell, um Pflanzengesundheit, Blüten und Ertrag zu sichern.

Bildung & Wissen

Lerne kontinuierlich hinzu und informiere dich über bestmögliche Methoden, neue Techniken und Branchentrends, um deine Fähigkeiten zu verbessern. Tritt Foren bei, lies Artikel und tausche dich mit anderen Growern aus – dein Wissen hilft dir, deine Autoflower-Grows immer weiter zu optimieren.

Ziehe das Stöbern in Foren in Betracht, um weitere Tipps und Tricks für eine erfolgreiche Autoflower-Ernte zu erhalten. Mit den genannten Hinweisen kannst du deinen Grow weiter verbessern und optimale Ergebnisse erzielen.

Fortgeschrittene Anbaumethoden

Mit fortgeschrittenen Techniken lässt sich das volle Potenzial deiner autoflowering Cannabispflanzen ausschöpfen. So steigerst du Ertrag, Potenz und Gesundheit der Pflanzen. Hier einige Methoden für erfahrene Grower:

Pflanzentraining

Durch Trainingstechniken verbesserst du die Lichtdurchdringung und erzielst einen ebenmäßigen Kronenaufbau, was für gleichmäßiges Wachstum und höhere Erträge sorgt. Typische Methoden sind:

Low-Stress-Training (LST)

Beim LST werden Triebe vorsichtig gebogen und fixiert, um horizontales Wachstum und eine ebene Oberfläche zu fördern. Dies steigert die Lichtausbeute und den Ertrag, ohne die Pflanzen nennenswertem Stress auszusetzen.

Screen of Green (SCROG)

Bei SCROG wird ein waagerechtes Netz oder Gitter über den Pflanzen gespannt und die Triebe hindurchgeflochten. Dadurch entsteht eine sogar Krone und das Licht wird besser verteilt – für höhere, gleichmäßigere Erträge.

 Topping und Fimming

Topping und Fimming sind High-Stress-Trainingsmethoden, bei denen die Haupttriebe/Spitzen entfernt werden, um mehr Seitentriebe und einen buschigen Wuchs zu fördern. Diese Techniken sind effektiv, aber stressen Autoflower, daher sind sie für Anfänger nicht zu empfehlen.

CO2-Zugabe

Indem du CO2 im Growraum erhöhst, kannst du Wachstum und Ertrag steigern – sofern du mindestens 1000 PPFD Licht bietest. Zielwerte sind 1.200–1.500 ppm CO2 während Wachstum und Blüte. Sorge außerdem für gute Belüftung und Luftaustausch, um einen CO2-Stau zu verhindern.

Zusätzliche Beleuchtung

Mit zusätzlichem Licht – etwa Seitenlicht oder Unterkronen-Beleuchtung – optimierst du die Lichtverteilung und erreichst auch untere Regionen deiner Pflanzen. Möglichkeiten sind:

1. Seitenlicht: Zusätzliche Lampen seitlich positionieren, um die Lichtausbeute zu erhöhen.

2. Unterkronen-Beleuchtung: Installiere diese Lampen 30–45 cm über dem Boden, um Licht von unten zu bieten und Popcorn-Buds zu vermeiden.

Erntetechniken

Mit den passenden Erntemethoden lässt sich die Qualität und Potenz deiner Blüten bewahren.

Der ultimative Leitfaden für den Anbau von autoflowering Cannabis: Erntetechniken

Bestimmte Erntetechniken verhelfen dir zu noch besseren Ergebnissen!

Hier ein paar Erntetechniken im Überblick:

Stufenweise Ernte

Bei dieser Technik werden zunächst die Spitzentriebe geerntet und die unteren Blüten reifen noch weiter bei verbesserter Lichtausbeute. Das steigert den Gesamtertrag und die Potenz, da jede Blüte im optimalen Reifestadium geerntet wird.

Spülen

Das Spülen der Pflanzen (Flush), also das Gießen mit klarem Wasser ohne Dünger in den 1–2 Wochen vor der Ernte, hilft, überschüssige Nährstoffe auszuspülen und verbessert Geschmack und Rauchverhalten der Blüten.

Dunkelphase

Auch wenn es ein Mythos ist, bietet eine verlängerte Dunkelphase (24–48 Stunden) vor der Ernte wenigstens genug Zeit, um den Trockenraum vorzubereiten und alles für das Trocknen klarzumachen.

Fazit

Der Anbau von autoflowering Cannabis ist unkompliziert, macht Freude und bringt potente, hochwertige Blüten hervor. Mit den Tipps aus diesem Artikel kannst du autoflowering Pflanzen erfolgreich von der Aussaat bis zur Ernte begleiten. Achte aufmerksam auf die Bedürfnisse deiner Pflanzen, passe deine Pflegeroutine flexibel an und genieße das Endresultat. Das obenstehende Schaubild zeigt die wichtigsten Stadien des Autoflower-Anbaus. Wenn du jeden Schritt verstehst und meisterst, kannst du dich auf eine bombastische Ernte mit dichter, hochwertiger Blüte freuen. Viel Spaß beim Gärtnern!

FAQ

Was ist autoflowering Cannabis und worin unterscheidet es sich von photoperiodischem Cannabis?

Autoflowering Cannabis ist eine Sorte, die unabhängig vom Lichtzyklus nach einem bestimmten Alter zu blühen beginnt. Diese Eigenschaft stammt von Cannabis ruderalis. Photoperiodische Sorten benötigen hingegen gezielte Änderungen in der Licht-/Dunkelphase, um die Blüte einzuleiten.

Wie lange dauert es, autoflowering Cannabis vom Samen bis zur Ernte zu ziehen?

Autoflower sind bekannt für ihren schnellen Lebenszyklus, aber die genaue Dauer hängt sowohl von der Genetik als auch von Umweltfaktoren ab. Im Allgemeinen sind die meisten Autoflower in 8 bis 10 Wochen erntereif.

Was sind die wichtigsten Vor- und Nachteile beim Anbau von Autoflower?

Der größte Vorteil ist die Möglichkeit, unabhängig von der Jahreszeit im Freien zu growen.

Welche Topfgrößen sind für Autoflower optimal?

Es gibt nicht die eine ideale Topfgröße, da Autoflower unterschiedlich groß werden. Die Wahl hängt vom Strain, dem verfügbaren Platz, dem Medium, der Bewässerungsmethode und der gewünschten Pflanzengröße ab. Für kleine Strains empfiehlt sich mindestens ein 7–10 L-Topf, für größere Strains 12–15 L.

Wie viel Licht benötigen Autoflower während ihres gesamten Zyklus?

Die Lichtbedürfnisse ändern sich im Lauf der Entwicklung und mehr ist nicht immer besser: Während des Wachstums sind 200–500 PPFD ideal, im Übergang zur Blüte sowie in der Blüte 600–700 PPFD.

Sollte man Autoflower umtopfen oder direkt im Endtopf aussäen?

Autoflower können in kleinen Bechern vorgezogen und noch vor der Entwicklung des ersten dreifingrigen Blattpaars vorsichtig umgetopft werden. Prinzipiell ist Umtopfen also erlaubt – nach diesem Stadium sollten die Wurzeln jedoch besser nicht mehr gestört werden.

Welche Fehler machen Grower bei Autoflower am häufigsten?

Das häufigste Problem ist Überdüngung. Dosiere bei Autoflower immer nur die halbe Menge, füttere beim Start in vorgedüngter Erde erst ab der Vorblüte.

Wie kann man Autoflower gegen Schädlinge und Krankheiten schützen?

Prävention beginnt mit Hygiene: Der Growraum sollte sauber gehalten, die Pflanzen regelmäßig inspiziert und optimales Klima sowie gesunde Pflanzenverhältnisse gewährleistet werden. Viele Grower setzen prophylaktisch Blattdünger/Sprays mit Neemöl, Pfefferminzöl oder anderen Präparaten ein.

Warum sind Trocknen und Curing nach der Ernte wichtig?

Die richtige Nacherntebehandlung beeinflusst Wirkung, Aroma und Geschmack maßgeblich. Sind Potenz und Duft verloren, lassen sie sich nicht mehr zurückholen – ab der Ernte setzt die Zersetzung der Trichome ein. Schnelles, professionelles Trocknen, Fermentieren und Lagern sind daher entscheidend.

Wie verbessern Grower die Qualität und Konsistenz ihrer Autoflower-Ernten?

Viele Dinge sind wichtig, aber das Zusammenspiel aus optimalen Bedingungen und hochwertiger Genetik ist entscheidend. Nur starke Genetik bei optimalen Bedingungen führt zu Bestleistungen – schlechte Genetik bleibt selbst im besten Umfeld mittelmäßig und beste Genetik bringt bei ungünstigen Bedingungen keine Topresultate. Am Ende führen nur Top-Genetik und Top-Umfeld zu Top-Ergebnissen.

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