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Die Vegetative Phase von Cannabis verstehen

20 September 2022
Die vegetative Phase von Cannabis ist die Zeit, in der die Pflanze wächst und Kraft sammelt, um die Buds während der Blütephase zu tragen.
20 September 2022
6 min read
Die Vegetative Phase von Cannabis verstehen

Inhalt:
Weiterlesen
  • 1. Keimlingsphase
  • 2. Vegetative phase
  • 3. Und was ist mit autoflowers?
  • 4. Fazit

Cannabis durchläuft mehrere verschiedene Phasen. Die vegetative Phase ist die Zeit, in der Cannabis Blätter und Äste ausbildet, um sich auf die Entwicklung und das Tragen der Blüten vorzubereiten. Wie alle anderen Pflanzen durchläuft auch Cannabis mehrere Lebensabschnitte. Bevor Cannabis geerntet werden kann, durchläuft es die vegetative und die Blütephase. Dieser Artikel widmet sich dem Verständnis der vegetativen Phase von Cannabis-Samen. Wir können den Beginn der vegetativen Phase ab dem Zeitpunkt betrachten, an dem die ersten echten Blätter an unserem Sämling erscheinen. Die Menge an Nährstoffen, Licht und Wasser, die deine Cannabispflanze benötigt, muss ab dem Erscheinen der ersten echten Blätter nahezu jede Woche angepasst werden, bis zum Ende des Lebenszyklus der Pflanze. Sicher hast du schon den Spruch gehört: Wissen ist Macht. Genau das gilt auch für den Cannabisanbau. Statt einfach blindlings durch die verschiedenen Entwicklungsphasen zu gehen, hilft es sehr, ein solides Verständnis davon zu haben, was Pflanzen in jeder Phase tun und was sie benötigen, um optimales Wachstum zu erreichen.

Wie der Name schon sagt, zeigen Cannabispflanzen während der vegetativen Phase ein starkes vegetatives Wachstum. All die Energie, Nährstoffe und das Wasser, die sie in dieser Zeit aufnehmen, fördern die Ausbildung großer Fingerblätter. Diese fungieren im Grunde als biologische Solarpanels mit spezialisierten Organellen, die es der Pflanze ermöglichen, Licht in Energie umzuwandeln. Je mehr Licht eine Pflanze erhält, desto stärker wächst sie und desto mehr Blätter kann sie bilden. Unter optimalen Bedingungen entwickeln Cannabispflanzen in dieser Zeit ein dichtes Blätterdach, das später mit duftenden Blüten übersät sein wird. Neben Blättern bildet Cannabis während dieser Phase zahlreiche Nodien aus – das sind die Stellen, an denen die Äste auf den Hauptstamm treffen. Diese sind wichtig, weil dort später die Blüten entstehen. Cannabis verbringt die vegetative Phase also im Grunde damit, das Fundament für die kommende Blüte zu legen. Dafür braucht die Pflanze viel Licht, ausreichend Wasser und die richtige Nährstoffmenge. Besonders wichtig ist Stickstoff, um während der Wachstumsphase die Blattausbildung anzukurbeln. Pflanzen nutzen Stickstoff, um Proteine für neue Gewebe zu bilden und Enzyme herzustellen, die sie zum Leben brauchen. Jetzt, da du weißt, wie wichtig die vegetative Phase im Lebenszyklus der Pflanze ist, ist es Zeit, tiefer in das Thema einzusteigen, um starke, gesunde und ertragreiche Pflanzen zu erhalten.

1. Keimlingsphase

Auch wenn die Keimlingsphase nicht direkt zur vegetativen Phase zählt, beginnt die vegetative Phase in dem Moment, in dem unser Sämling die ersten echten Blätter ausbildet. Nach der Keimung und dem Einpflanzen deines Cannabis-Samens siehst du zuerst zwei kleine, runde Blätter, die Keimblätter (Kotyledonen) genannt werden. Diese versorgen die junge Pflanze mit Nährstoffen, bis sie bereit ist, in die Wachstumsphase überzugehen.

 

Keimlingsstadium von Cannabis mit aus dem Boden wachsenden Keimblättern.

Der Beginn der vegetativen Phase kann als das Erscheinen der ersten Kotyledonen (zwei kleine, runde Blätter) am Sämling betrachtet werden.
 

Der Keimling braucht ein paar Tage, um vollständig aus der Erde auszutreten. Nach etwa 2 bis 3 Wochen erscheinen die ersten echten Blätter. Echte Blätter sind „fingerförmig“ – typisch für Cannabis. Sobald du die ersten fingerförmigen Blätter sehen kannst, ist deine Pflanze in die vegetative Phase eingetreten. Viele Grower schenken der Keimlingsphase wenig Beachtung, und es ist leicht nachvollziehbar, warum: Dieser Abschnitt dauert nicht lange und die Pflanzen sind in dieser Zeit so klein, dass es kaum so scheint, als würde viel passieren.

Trotzdem kann hier einiges schiefgehen, wenn du deinem Keimling nicht genügend Aufmerksamkeit schenkst. Achte darauf, genug Licht zu bieten, damit die Sämlinge nicht vergeilen; ein langgezogener und schwacher Stängel kann im späteren Wachstum zu Stabilitätsproblemen führen. Auch das richtige Wässern ist entscheidend: Gieße erst wieder, wenn die obersten Zentimeter der Erde trocken sind. Zu häufiges Gießen in der Keimlingsphase kann Wurzelkrankheiten und Umfallkrankheit verursachen, wodurch dein Grow scheitern könnte, bevor er überhaupt richtig beginnt. 

2. Vegetative Phase

Nachdem die ersten echten Blätter erschienen sind, befindet sich deine Pflanze offiziell in der vegetativen Phase. Auch wenn das für uns unspektakulär wirkt, ist es für die Pflanze ein riesiger Schritt.

 

Cannabis-Pflanze zeigt erste echte Blätter in der Wachstumsphase.

Nach etwa 2–3 Wochen solltest du die ersten echten „fingerförmigen“ Blätter sehen.
 

Das bedeutet, die Pflanze hat die Keimlingsphase erfolgreich gemeistert und nutzt jetzt ihre Blätter und Sonnenlicht zur Photosynthese – jetzt wächst sie richtig los! In dieser Phase benötigt die Cannabispflanze mehr Nährstoffe (vor allem Stickstoff) und Woche für Woche vermehrt Wasser. Zusammen mit einem 18/6-Lichtzyklus kann sie jetzt Zucker produzieren und kräftig wachsen.

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Auch das Klima im Grow-Bereich sollte für diese Phase angepasst werden. Starte bei etwa 60-70% Luftfeuchtigkeit, wenn du die ersten echten Blätter siehst, und senke sie bis zur Vorblütephase auf ca. 50%. Auch die Temperatur sollte optimal eingestellt werden, und zwar zwischen 20–25 °C, um ein ideales Wachstumsklima für deine Pflanze zu bieten.

 

Optimale Luftfeuchtigkeits- und Temperaturbedingungen für die vegetative Phase von Cannabis.

Beste Bedingungen für die vegetative Phase deiner Cannabispflanze.
 

Mit diesen Bedingungen wirst du täglich ein neues Blattpaar sehen – und genau jetzt treten die Charakteristika des Strains hervor. Indicas wachsen meist kompakt und buschig, während Sativas groß und mit eher weiter verteilten Blättern in die Höhe schießen. Haben die Pflanzen ein paar Knötchen (ca. 4 bis 5 Nodien) ausgebildet, sind sie schon recht robust und es kann mit LST-Techniken begonnen werden. Zu diesem Zeitpunkt haben sie bereits festere Äste und Stängel und sind nicht mehr so zerbrechlich wie zu Beginn beim Austrieb der ersten Blätter.

 

Cannabispflanzen mit mehreren Nodien, bereit für Low-Stress-Training-Methoden.

Sobald deine Pflanzen 4 bis 5 Nodien haben, kannst du mit Low-Stress-Techniken beginnen.
 

Achte stets darauf, deinen Pflanzen während ihres gesamten Lebenszyklus – aber besonders in den ersten Wochen der vegetativen Phase – nie zu viel Wasser oder Nährstoffe zu geben. Auch wenn die Struktur schon robuster wirkt, sind sie dennoch empfindlich. Zu viel Wasser oder übermäßige Düngung im Jugendstadium führen schnell zu Nährstoffverbrennungen oder verlangsamtem Wachstum durch Überwässerung.

Mit der richtigen Mischung aus Licht, Nährstoffen, Luftfeuchtigkeit und Temperatur erfüllst du die Bedürfnisse deiner Pflanze und sicherst eine gute Entwicklung deines Cannabis. So wächst sie gesund, mit viel Blattmasse und einem kräftigen Wurzelsystem. Diese Faktoren sind entscheidend, damit die Pflanze später stark genug ist, um das Gewicht der Buds in der Blütephase zu tragen.

3. Und was ist mit Autoflowers?

Autoflowers sind nicht vom Lichtzyklus abhängig, um zu wachsen oder zu blühen. Im Gegensatz zu Photoperioden, die einen 18/6-Lichtzyklus benötigen, wachsen autoflowering Cannabis-Strains vom Samen bis zur Ernte unter demselben Lichtzyklus – egal ob 18/6, 20/4 oder 24/0. Das liegt daran, dass Autoflowers Ruderalis-Genetik besitzen, die für die autoflowering Eigenschaft sorgt. Heißt das aber, dass Autoflowers keine vegetative Phase haben? Die Antwort ist: Nein. 

Auch wenn sie nicht auf ein bestimmtes Licht-/Dunkel-Verhältnis angewiesen sind, durchlaufen autoflowering Cannabispflanzen dieselben Entwicklungsstadien wie jede andere Cannabispflanze: Keimling, vegetative und Blütephase. Der einzige Unterschied ist, dass Autoflowers den Übergang von der vegetativen zur Blütephase nicht durch das Verhältnis von Licht und Dunkelheit steuern, sondern je nach ihrem Alter – sie beginnen also zu blühen, sobald sie reif genug sind. Deshalb kannst du bei Autoflowers die vegetative oder Blütephase nicht einfach verlängern, wie du es bei photoperiodischen Cannabis-Strains tun würdest.

4. Fazit

Während der Keimlingsphase besitzt die junge Pflanze noch Nährstoffreserven in den Keimblättern. Sobald diese aufgebraucht sind und die ersten echten Blätter wachsen, ist sie auf neue Nahrungsquellen angewiesen – und da kommst du ins Spiel! Du musst rechtzeitig die passenden Nährstoffe geben und besonders darauf achten, was und wie viel du fütterst. Obwohl die Struktur stabiler wird, ist sie immer noch empfindlich gegenüber Überwässerung und Überdüngung. Alles, was deiner Pflanze passiert, hat Einfluss auf das Endresultat – und vor allem darauf, wie sie in die nächste Phase, die Blütephase, startet. Merke dir: Bietest du optimale Bedingungen, wächst deine Pflanze groß und gesund. Gibt es jedoch Probleme, muss sie sich erst vom Stress erholen – das kostet oft ein paar Tage, führt zu kleineren Pflanzen und kann Menge und Qualität der Ernte beeinflussen. Halte deine Pflanzen also stets gesund und glücklich!



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