Was tun mit Cannabis-Trimm und Fächerblättern?

Werfe das übrig gebliebene Pflanzenmaterial nicht weg, es enthält Trichome, die extrahiert werden können.
14 June 2020
7 min read
Was tun mit Cannabis-Trimm und Fächerblättern?

Inhalt:
  • 1. Was ist cannabis-trimm?
  • 2. Auswählen, was gemacht werden soll
  • 3. Das beste aus dem cannabis-trimm herausholen
  • 4. Wasser-hasch
  • 4. a. Materialien
  • 4. b. Herstellung
  • 5. Dry sift hasch
  • 5. a. Materialien
  • 5. b. Herstellung
  • 6. Cannabutter
  • 6. a. Materialien
  • 6. b. Herstellung
  • 7. Infundiertes olivenöl
  • 7. a. Materialien
  • 7. b. Herstellung
  • 8. Vaping
  • 9. Zum schluss

Beim Beschneiden unserer Buds, entweder vor oder nach dem Trocknen, haben wir in der Regel viel Pflanzenmaterial übrig. Je nach unserem Beschneidungsstil und der Qualität der Pflanze kann das Pflanzenmaterial noch viele Trichome enthalten.

Diese Trichome können für Extraktionen wie Dry Sift Hasch, Wasser-Haschisch, Essbares und sogar Öl verwendet werden, alles natürlich abhängig von der Menge.

1. Was ist Cannabis-Trimm?

Als Trimm bezeichnet man die Pflanzenreste, die nach dem Beschneiden der Buds übrig bleiben. Wenn die Pflanze erntereif ist, gibt es einen Überschuss an Pflanzenmaterial. Dieser Überschuss muss entfernt werden, bevor unsere Buds verarbeitet und geraucht werden. 

Beim Beschneiden entfernen wir nicht nur die kleinen Blätter, die aus den Buds herauskommen, sondern auch die großen Fächerblätter, die typisch für Cannabis-Pflanzen sind. Wenn wir also von Cannabis-Trimm sprechen, beziehen wir uns auf das gesamte Pflanzenmaterial, einschließlich der Fächerblätter, der kleinen Blätter, der Popcorn-Buds und alle anderen Teile der Pflanze, die wir eventuell entfernt haben.

 

Cannabis-Reste, welche man nicht entsorgen sollte.
 

Abhängig von der Genetik, der Art des Trainings und des vorgenommenen Beschnittes, kann eine ganze Menge Pflanzenmaterial übrig bleiben. Wenn du beim Anbau deiner Pflanzen gute Arbeit geleistet hast, ist der entfernte Überschuss bestenfalls mit Resin bedeckt.

Es gibt zwei verschiedene Arten zu Trimmen: Die eine besteht aus dem Beschneiden vor dem Trocknen (Nassschnitt) und die andere aus dem Beschneiden nach dem Trocknen (Trockenschnitt). Bei jeder dieser beiden Methoden wirst du Pflanzenreste haben, die noch mit Trichomen bedeckt sein können.

Hinweis: Nicht immer werden die Pflanzenreste Trichome aufweisen. Manchmal produziert die Pflanze auf den die Buds umgebenden Flächen keine Trichome. Wenn du vorhast, davon zu profitieren, empfehlen wir Strains zu züchten, die eine zusätzliche Menge an Trichomen produzieren, wie unsere Gorilla Cookies Auto.

2. Auswählen, was gemacht werden soll

Die anfallende Menge an Pflanzenreste, die du erhalten wirst, hängt hauptsächlich von der Anzahl der Pflanzen ab, die du zur gleichen Zeit erntest. 

Dein Training und die Technik beim Trimmen werden diese Menge ebenfalls beeinflussen, aber es liegt auf der Hand, dass die gleichzeitige Ernte von 5 Pflanzen zu mehr Pflanzenmaterial führt als nur von 1 oder 2 Pflanzen.

Es gibt verschiedene Möglichkeiten, mit den Resten umzugehen. Die häufigsten sind Dry Sift Hasch, Wasser-Hasch, Cannabutter, infundiertes Olivenöl und das Vapen der Reste.

3. Das Beste aus dem Cannabis-Trimm Herausholen

Denk daran, dass du für all diese Verwendungen, mit Ausnahme von Wasser-Hasch, die Reste trocknen musst, wenn du die Buds nass getrimmt hast. Wasser-Haschisch kann mit frischem oder getrocknetem Beschnitt hergestellt werden, solange du Pflanzenmaterial im Enderzeugnis vermeidest.

Das Trocknen des noch frischen Verschnittes kann das Haschisch grün werden lassen und einen pflanzlichen Geschmack und Geruch hinterlassen, hat aber keinen Einfluss auf die Wirkung. 

Bei der Herstellung von Cannabutter, Öl oder einfach nur bei der Entwässerung des feuchten Schnittes bleibt ein starker Pflanzen Geschmack zurück, und es wird empfohlen, den Schnitt vor der Herstellung zu trocknen. Da die Pflanzenreste nicht so dicht wie die Buds sind, sollte das Trocknen nicht lange dauern.

Denk daran, dass du von jeder Pflanze, die du erntest, wahrscheinlich zwischen

10 und 30 g Blattschnitt hast und dass du für einige der folgenden Möglichkeiten ziemlich viel Blattschnitt benötigst.

Die Menge und Qualität des Schnittes hängt von vielen Dingen ab, hauptsächlich von der Qualität der Gene und davon, wie du deine Pflanzen trainierst und verschneidest.

4. Wasser-Hasch

Wasser-Haschisch kommt dann ins Spiel, wenn du viel Pflanzenmaterial zu verarbeiten hast. Normalerweise hat Wasser-Haschisch eine Rücklaufquote von 5-10%, abhängig von der Qualität des Schnittes. 

Das bedeutet, dass du pro 200 g Trimm etwa 10-20 g erhältst.

 

Verwendung von Cannabis-Trimm: Wasser-Hasch.
 

Diese Technik wird in der Regel für erfahrene Konsumenten empfohlen, da du eine Menge Dinge beachten musst, damit sie richtig durchgeführt werden kann.

Materialien

•  Eis

•  Gefrorener Cannabis-Trimm

•  Dried cannabis trim

•  Bubble Hasch Bags

•  Eimer

•  Großer Metalllöffel

•  Wasserschlauch

 

Herstellung von Wasser-Haschisch und die benötigten Materialien.
 

Tipp: Du kannst eine Wasser-Hasch-Maschine verwenden, um den Prozess zu automatisieren.

Herstellung

Bei dieser Methode musst du die Bubble Bags auf den Eimer legen, die Bubble Bags sind die Filter, die die Rückstände von den Trichomen trennen.

Mische zunächst Wasser, Eis und gefrorenen Cannabis-Trimm und lass die Pflanzenreste einige Minuten lang hydratisieren (wenn sie trocken sind). Wenn die Reste nicht trocken sind, musst du Wasser, Pflanzenreste und Eis vorsichtig mischen, damit die Trichome von dem Pflanzenmaterial herunterfallen und sich mit dem Wasser vermischen.

Nach 2 - 3 Minuten des sanften Mischens hebst du die Bubble Bags an und verwendest den Wasserschlauch, um die Seiten der Bubble Bags zu befeuchten, damit die an den Seiten anhaftenden Trichome auf den Boden der Bubble Bags fallen.

Zu diesem Zeitpunkt sollte es möglich sein, ein paar Trichome auf dem Boden zu erkennen.

Wiederhole diesen Vorgang, bis du siehst, dass die Pflanzenreste beginnen, sich aufzulösen.

Wenn du siehst, dass die Ränder anfangen sich aufzulösen, benutze den Schlauch, um die Seiten der Bubble Bags zu waschen, und entferne das Haschisch mit einem Metalllöffel. Lege das Hasch flach auf ein Stück Karton, fern von Hitze oder starker Sonneneinstrahlung, und lass ihn trocknen.

Nach ein paar Tagen sollte dein Wasser-Hasch zum Verzehr bereit sein.

5. Dry Sift Hasch

Für Dry Sift Hasch brauchst du nicht so viele Pflanzenreste wie für Wasser-Hasch, weil es eine höhere Rücklaufquote von etwa 15-20% hat, wie bereits gesagt, es hängt von der Qualität der Reste ab. 

Das bedeutet, dass du pro 200 g Trimm etwa 30-40 g erhältst.

Diese Technik ist eine der leichtesten und einfachsten, und du benötigst nur wenige Dinge.

 

Die Herstellung von Dry Sift Hasch.

Materialien

•  Bubble Bags oder ein spezifisches Mikron-Filtersieb

•  Cannabis-Trimm

•  CKarte zum Sammeln von Kief

•  Saubere und große Arbeitsfläche

Materialien um Dry Sift Hasch herzustellen.

Herstellung

Es gibt verschiedene Möglichkeiten Dry Sift Hasch herzustellen. Eine der gebräuchlichsten Methoden ist das Einfrieren des Cannabis-Trimm, welches dann in die Bubble Bags gelegt und geschüttelt wird.

Beim Schütteln fallen alle Trichome durch das Filtersieb und fallen auf die Oberfläche darunter, deshalb brauchst du eine große und saubere Oberfläche.

Nach ca. 5 Minuten Schütteln kannst du das Haschisch mit einer Karte (wie eine Kreditkarte) auffangen und erneut schütteln.

Je mehr du schüttelst, desto mehr Haschisch bekommst du, aber es ist auch klar dass die Qualität bei jedem Zyklus nachlässt. Mach es etwa solange, wie du noch siehst, dass kleine Stücke Pflanzenmaterial durchfallen.

Es sind auch spezielle Geräte erhältlich, bei denen sich das Netz oben auf einem Eimer befindet, so dass es dir nicht so schwer fällt, das Kief einzusammeln. 

Dies ist eine die einfachste Methode, eine Vollspektrum-Extraktionen durchzuführen.

6. Cannabutter

Cannabutter wird normalerweise in Esswaren wie Brownies, Kuchen und Keksen verarbeitet. Du brauchst nicht annähernd so viel Schnitt wie bei der Herstellung von Haschisch.

 

Verwendung von Cannabis-Trimm: Cannabutter.
 

Du kannst Cannabutter mit so viel Cannabis-Trimm herstellen, wie du willst, die Menge, die du verwendest, beeinflusst die Wirkung und Intensität des Endproduktes.

Gewöhnlich hat ein potentes Verzehrprodukt je nach Qualität etwa 20 oder 30 g Trimm.

Materialien

•  Butter

•  Cannabis-Trimm

•  Herd

•  Topf

Benötigte Materialien zur Herstellung von Cannabutter.

Herstellung

Heize deinen Ofen auf 100°C vor, lege die Pflanzenreste auf ein ofen-taugliches Tablett, decke sie mit Pergamentpapier oder Alufolie ab und lasse sie ca. 20-30min im Ofen.

Mische die Buds alle 10 Minuten vorsichtig, damit sie nicht anbrennen und alles zu gleichen Teilen entkarboxyliert. 

Nachdem alles abgekühlt ist, die dekarboxylierten Pflanzenreste zusammen mit der Butter in ein Glasgefäß geben und in ein Wasserbad stellen, bis die Butter schmilzt. 

Achte darauf, dass die Mischung 95°C nicht überschreitet und dass sie NIEMALS zum Kochen kommt. Denk daran, dass die Zugabe von mehr Wasser in das Wasserbad dazu beiträgt, eine niedrigere Temperatur zu halten.

Nach 2-3 Stunden im Wasserbad bei 95°C die Cannabutter absieben und in den Kühlschrank stellen, bis die Butter fest wird und sich das überschüssige Wasser am Boden des Glases absetzt. 

Jetzt ist deine Cannabutter gebrauchsfertig. Am besten verwendest du Cannabutter als Belag oder Füllung, nachdem du den Kuchen, die Kekse, die Brownies oder was auch immer du magst, gebacken hast. Wenn du die Cannabutter bäckst, kann sie ihre Wirksamkeit verlieren.

Tipp: Du kannst auch infundierte Milch herstellen, das funktioniert genauso, aber statt Butter verwendest du Vollmilch.

7. Infundiertes Olivenöl

Infundiertes Olivenöl ist eine großartige Möglichkeit, Cannabis zu konsumieren, ohne es rauchen zu müssen. Genau wie Cannabutter sollte es kalt konsumiert werden, in einem Salat, oder so, dass du nicht zu viel Hitze anwenden musst.

 

Verwendung von Cannabis-Trimm: Infundiertes Olivenöl.

Materialien

•  Olivenöl

•  Cannabis-Trimm

•  Behälter

•  Topf

Herstellung

Das Herstellen von Olivenöl ist der Herstellung von Cannabutter ähnlich, aber einfacher. Du benötigst ein qualitativ gutes Olivenöl und gibst es in einen Topf bei mittlerer Hitze, bis es fast kocht.

Wenn es anfängt zu sprudeln, schaltest du es ab und fügst das Cannabis hinzu. Du kannst auch andere Kräuter wie Rosmarin, Thymian oder Basilikum hinzufügen.

Die zusätzlichen Kräuter überdecken nicht nur den starken Cannabis-Geschmack, sondern lassen das Öl auch allgemein besser schmecken.

Nachdem du die Kräuter (einschließlich der Cannabis-Trimm-Reste) etwa 2 bis 3 Stunden im Olivenöl kochen gelassen hast, kannst du es vom Herd nehmen, absieben und in einem Glasbehälter aufbewahren.

Solange du es an einem kühlen Ort aufbewahrst, ist es bis zu einem Jahr haltbar.

8. Vaping

Über das Vaping gibt es nicht viel zu sagen, denn es ist kein Geheimnis. 

Du brauchst nur einen Verdampfer, entweder einen Tisch- oder einen tragbaren Verdampfer, um die Pflanzenreste hineinzulegen und zu vaporisieren. Abhängig von der Anzahl der Trichome darin wird es dich wahrscheinlich nicht extrem high machen, aber es kann eine großartige Möglichkeit sein, deine frisch geerntete Pflanze auszuprobieren, bevor du die Buds rauchst.

9. Zum Schluss

Es ist nicht nötig, irgendeinen Teil der Pflanze wegzuwerfen, selbst die Wurzeln und Zweige können nützlich sein, wenn du weißt, wie man sie verarbeitet.

Denk daran, dass die Anzahl der Trichome in den Pflanzenresten je nach Anbaumethode variiert, die Art der Nährstoffe, die Umwelt, die Genetik, das Training und die Technik des Verschnittes haben einen direkten Einfluss auf die Qualität und Quantität deines Cannabis-Trimms.

14 June 2020
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