Bester Düngeplan für autoflowering Pflanzen
- 1. Intro
- 2. Warum autoflower wählen?
- 2. a. Doch was sind autos genau und was macht sie so besonders?
- 2. b. Gibt es nachteile?
- 3. Nährstoffe-typen
- 4. Nährstoffe für die keimlingsphase
- 5. Nährstoffe für die wachstumsphase
- 6. Nährstoffe für die pre-blüte- und blütephase
- 7. Düngeplan für autos (flüssigdüngung)
- 7. a. Biodünger-plan für autos (pulver-dünger)
- 7. b. Expertenmeinung von jorge cervantes – co-autor:
- 8. Überdüngung
- 9. Unterdüngung
- 10. Spülen und düngeende
- 11. Die besten dünger-marken
- 11. a. Weitere gute marken
- 12. Fazit
Vorwort
Autoflowering Cannabispflanzen sind ein Wunderwerk der Pflanzenzucht. Ihr schneller Lebenszyklus und ihre angeborene Widerstandsfähigkeit machen sie sowohl bei angehenden Züchtern als auch bei erfahrenen Growern beliebt. Dieser Artikel, bereichert durch die Einsichten von Enzo Schillaci und Jorge Cervantes, taucht tief in die Feinheiten der Nährstoffversorgung dieser besonderen Pflanzen ein – vom ersten Spross bis zur reichen Ernte. Da Autoflower eigene Nährstoffbedürfnisse haben, ist das Verständnis ihres Lebenszyklus entscheidend, damit sie ihr volles Potenzial entfalten.
Der Artikel zeichnet die Reise der autoflowering Pflanzen sorgfältig nach und betont die Bedeutung eines auf jede Wachstumsphase abgestimmten Düngeplans. Von der Keimung bis zur Blütephase gibt es eine genaue Aufschlüsselung, welche Nährstoffe jeweils besonders wichtig sind. Mit diesen detaillierten Einblicken ist dieser Leitfaden eine unschätzbare Ressource für alle, die die Gesundheit und den Ertrag ihrer Autoflower optimieren wollen.
Ein besonderes Highlight ist der Fokus auf die zentrale Rolle des pH-Wertes im Substrat. Die richtige pH-Balance ist entscheidend für die Nährstoffaufnahme in Topfkulturen. Abweichungen können zu Nährstoffsperre oder -mangel führen und so das Wachstum bremsen. Außerdem beleuchtet der Text die Gefahren der Überdüngung und gibt Tipps, wie man dieses häufige Problem erkennt und behebt.
Für Fans des ökologischen Anbaus bietet der Artikel einen tiefen Einblick in die Welt der Bio-Nährstoffe. Diese natürlichen Alternativen fördern nicht nur die Pflanzengesundheit, sondern sorgen auch für bessere Qualität und Geschmack der Ernte. Die Betonung des Bio-Anbaus spiegelt den weltweiten Trend zu nachhaltiger, umweltfreundlicher Landwirtschaft wider.
Das Expertenwissen hinter diesem Artikel ist beachtlich. Enzo Schillaci, der aus Argentinien stammt und seine prägenden Jahre in Amazonas, Brasilien verbrachte, bringt wertvolles Know-how im Bio-Anbau mit. Seine Reisen und das Studium an der Oaksterdam University schärften sein Cannabis-Verständnis weiter. Seine Expertise ist unbestritten, mit Veröffentlichungen u.a. in High Times und CannabisTech. Kombiniert mit der langjährigen Erfahrung und den Einsichten von Jorge Cervantes, bekannt u.a. für "The Cannabis Encyclopedia", steht dieser Artikel für fundiertes Wissen und echte Leidenschaft der beiden Autoren.
1. Intro
Makro- und Mikronährstoffe sind die Lebensquelle für autoflowering Cannabis. Makronährstoffe sind die wichtigsten Nährstoffe und werden in größeren Mengen benötigt, z.B. Stickstoff (N), Phosphor (P) und Kalium (K). Mikronährstoffe sind ebenfalls notwendig, stehen aber im Hintergrund. Zu den wichtigen Mikronährstoffen zählen: Calcium (Ca), Schwefel (S), Kupfer (Cu), Magnesium (Mg), Eisen (Fe), Zink (Zn) und Mangan (Mn).
Sowohl Makro- als auch Mikronährstoffe werden durch Gießen mit gemischtem Dünger, vorbehandelter Erde oder Langzeitdünger geliefert. Merke: Du kannst immer noch mehr Dünger zufügen, aber nie überschüssigen Dünger entfernen.
Die angebotenen Nährstoffe sind in der Regel für photoperiodische Pflanzen entwickelt – benutzt man sie bei autoflowering Cannabis ohne angepassten Düngeplan, drohen Überdüngung oder Mangel. Damit das nicht passiert, findest du hier einen detaillierten Düngeplan für den optimalen Einsatz von Photoperioden-Dünger.
- Woche 0 Keimung – reines Wasser;
- Woche 1 Sämling – reines Wasser;
- Woche 2 Wuchs – ⅛ Wuchs-Dünger;
- Woche 3 Wuchs – ¼ Wuchs-Dünger;
- Woche 4 Wuchs – ¼ bis ½ Wuchs-Dünger;
- Woche 5 Vorblüte – ¼ Wuchs-Düngung + ⅛ Blüte;
- Woche 6 Blüte – ¼ Blüte + ⅛ Wuchs-Dünger;
- Woche 7 Blüte – ¼ Blüte-Dünger;
- Woche 8 Blüte – ½ Blüte-Dünger;
- Woche 9 Blüte – ½ Blüte-Dünger;
- Woche 10 Reife – ⅛ Blüte-Dünger;
- Woche 11 Spülen – reines Wasser.
2. Warum Autoflower wählen?
Autos, also autoflowering Cannabis, sind längst kein Novum mehr in der Branche. Von leidenschaftlichen Saatgutbanken und Züchtern entwickelt, sind diese neueren Samen echte Konkurrenten zu photoperiodischen Sorten. Auch die Terpen- und Cannabinoid-Gehalte beeinflussen die Wahl des Growers.
Doch was sind Autos genau und was macht sie so besonders?
Die Hauptstärke dieser Samen ist die Fähigkeit, von der Wuchsphase automatisch in die Blütephase zu wechseln – unabhängig vom Licht. Dank Cannabis Ruderalis-Genetik läuft bei Autos alles automatisch ab. Anders als Photoperioden bleiben sie unter weniger als 18h Licht im Wuchs, mit Umstellung auf 12h/Tag beginnt die Blüte.

Autoflowering Cannabis ist zudem viel weniger empfindlich – sie blühen auch bei 24h Licht durchgehend. Kein Lichtwechsel nötig. Dieses einfache, aber wichtige Feature ist ein enormer Vorteil für viele Grower – aber was bieten Autos noch?
Robuste Genetik
Durch Ruderalis-Gene sind Autoflower deutlich widerstandsfähiger und gedeihen auch unter widrigeren Bedingungen als photoperiodische Sorten. Ursprünglich aus Osteuropa und Sibirien stammend, passen sich Autos kühlen Temperaturen, Höhenlagen und unterschiedlicher Feuchte leicht an.
Diskreter Wuchs
Ideal für Guerilla-Grows: Autos bleiben meist recht klein. Die größten werden bis zu 1,5 m hoch, die meisten aber kaum über 1 m. Perfekt für kleine Räume und leicht zu verstecken.
Weniger Nährstoffe nötig
Natürlich brauchen alle Pflanzen Nährstoffe, doch Autoflower kommen mit weniger und günstigeren Nährstoffen gut klar.
Extrem schnelle Lebenszyklen
Statt vier Monate auf die photoperiodische Ernte zu warten, kann man mit Autos schon nach 10 Wochen hohe Erträge ernten.
Unkomplizierte Lichtanforderungen
Photoperiodische Pflanzen benötigen einen sehr strikten Lichtplan, um die Blüte zu starten. Jede Pflanze müsste im Zweifel extra stehen. Bei Autoflowern kannst du so viele wie ins Growzelt passen setzen, denn sie blühen von selbst, egal wie das Licht steht.
Ideal für Dauerernten
Ein super Vorteil: Mit Autos sind fortlaufende Ernten problemlos möglich. Die Pflanzen können zu unterschiedlichen Zeiten beendet werden. Photos dagegen brauchen getrennte Lichtzeiten für Wuchs und Blüte. Mit Autos kann jede Pflanze im Raum in einer anderen Entwicklungsphase sein – kein Problem.
Keine Sorgen wegen Lichtlecks
Kein Riesenaufwand, um bei Photoperioden das Licht draußen zu halten – Autoflower-Pflanzen stört das alles nicht.

Bei Photoperioden aufpassen: Zu viel Licht kann Hermaphroditen verursachen – all die Arbeit wäre ruiniert.
Hoher CBD-Gehalt
Ruderalis-Pflanzen besitzen von Natur aus mehr CBD; Autoflower haben daher meist einen etwas höheren CBD-Gehalt als Sativa- und Indica-Photoperioden.
Perfekt für Anfänger und Profis
Autoflowering Cannabis ist die beste Wahl für Einsteiger. Durch das unkomplizierte Handling sind hohe Erträge und guter THC-/ CBD-Gehalt auch für Profis ein gutes Argument – viele legen Photoperioden zugunsten der Autos beiseite.
Gibt es Nachteile?
Autoflower können manches nicht, was photoperiodische Sorten leisten.
Kein Klonen von Autos
Durch den internen Timer sind Autos nicht klonbar. Stecklinge wachsen einfach im selben Zeitfenster wie die Mutterpflanze weiter – meist reicht die Zeit nicht, um einen eigenen Lebenszyklus zu implementieren. Zum Glück kann man aber so von Saat zur Ernte genauso schnell gelangen wie mit Klonplänen.
Kein High-Stress-Training
High-Stress-Training (HST) bringt bei photoperiodischen Sorten tolle Ergebnisse – z.B. Topping, Fimming, Super Cropping oder Schwazzing. Für Autoflower werden sie NICHT empfohlen, da Autos nicht genug Zeit zum Erholen haben – das Resultat wären geringere Erträge und schwache Potenz. Für Autos empfiehlt sich Low-Stress-Training (LST) – z.B. Runterbinden und Scrogging können den Endertrag um bis zu 25 % erhöhen.
3. Nährstoffe-Typen
Nährstoffe gibt es in unterschiedlichen Formen: am häufigsten als Konzentrate für das Gießwasser, gemischt mit Erde oder als Langzeitdünger zur Ausbringung oder Mischung ins Substrat. Anfänger fragen oft Was sind die besten Nährstoffe? Das hängt von Vorlieben und Anbaumethode ab – grundsätzlich gibt es organische und anorganische Dünger, und der Unterschied ist groß. Beide können in allen drei Formen vorkommen, wirken aber unterschiedlich.
Bio vs. Synthetisch
Bio-Dünger setzt auf ein nährstoff- und mikroorganismenreiches Medium. Du düngst hier nicht direkt die Pflanze, sondern fütterst das Bodenleben, das die Nährstoffe zersetzt und für die Pflanze verfügbar macht.
Da du die Pflanze nicht direkt fütterst, kann sie selbst entscheiden, was und wann sie aufnimmt – Nährstoffmangel oder -überschuss ist (außer bei Missbrauch) selten.

Synthetische Dünger wirken, indem sie eine exakt dosierte Nährstoffmenge direkt an die Wurzeln liefern. Um dies schadlos zu erreichen, brauchst du ein gutes Verständnis deiner Sorte. Die Bedürfnisse variieren von Strain zu Strain, daher muss oft experimentiert werden. Bei Anzeichen von Wachstumsstörungen gibst du schrittweise mehr Dünger.
Außerdem muss die Menge bei Autos angepasst werden – um Verschwendung (Bio) oder Verbrennungen (synthetisch) zu vermeiden. Hersteller liefern meist einen ungefähren Düngeplan, dieser ist jedoch auf Photoperiodiker optimiert. Daher bei Autoflowering-Pflanzen immer mit der Hälfte der Empfehlung starten.
Langzeitdünger
Langzeitdünger gibt es als Pellets oder Pulver. Oft angewendet als Top-Dressing oder vorab mit der Erde vermischt, ist das die einfachste Art zu düngen – die Nährstoffe werden beim Gießen langsam freigesetzt. Die Pflanze muss dann meist nicht mehr zusätzlich bis zur Ernte gedüngt werden, außer bei Mangel.

Optimal ist häufigeres, aber geringeres Gießen – die Pellets oder das Pulver lösen sich so schneller auf. Die Herstellerhinweise gelten meist für Photoperioden – bei Autos solltest du (in der Regel) nur die Hälfte der empfohlenen Menge nehmen.
Tipp
Die Pellets oder das Pulver lösen sich mit jedem Gießen allmählich. Bei Mangelerscheinungen kann kurzzeitig wasserlöslicher Dünger gegeben werden, um direkt entgegenzuwirken – so haben die Langzeitdünger mehr Zeit zum Lösen.
Flüssigdünger
Bekannt aus dem Heim- und Profigartenbau: Flüssigdünger sind meist synthetisch, günstig und in vielen Varianten verfügbar. Viele, auch große Marken, bieten vergleichbare Grundmischungen für Wachstum (3-1-2) und Blüte (1-2-3) – entscheidend ist die eigene Präferenz.

Im Gegensatz zu organischen Methoden wird hier kein Bodenleben aufgebaut, sondern die Wurzeln direkt versorgt – die Gefahr von Überdüngung ist deutlich höher. Daher immer mit kleinen Dosen starten und bei Bedarf steigern. So kannst du die Pflanzen beobachten und die Menge nachjustieren – Nährstoffe sparst du ebenso, und Pflanzen werden seltener verbrannt.
Durch den synthetischen Charakter werden Bodenmikroorganismen meist zerstört. Das bedeutet: Du musst, je nach Medium, Sekundärnährstoffe wie Calcium und Magnesium ebenfalls zuführen.
Empfehlung: Wenn möglich immer auf organische Dünger setzen – das gleicht natürlichen Kreisläufen und sorgt für geschmackvollere Blüten, ohne Überdüngung.
4. Nährstoffe für die Keimlingsphase
Das Keimblatt (Kotyledon) liefert in den ersten Tagen alle nötigen Nährstoffe, bis die ersten echten Blätter erscheinen. Die ersten zwei Wochen sind entscheidend: Die Pflanze stärkt ihre Wurzeln und ist sehr empfindlich.
Wann sollte man anfangen zu düngen?
Sei in dieser Phase sehr vorsichtig mit Nährstoffen. Am besten du startest mit 1/8 der empfohlenen Menge oder gibst einfach reines Wasser. Bei Überdüngung in dieser Phase ist das Risiko hoch, dass die junge Pflanze eingeht – überlebt sie, ist der Ertrag spürbar reduziert.

Tipp
Wasserlösliche Nährstoffe stehen der Pflanze sofort zur Verfügung.
Bei vorgedüngtem Medium brauchst du in den ersten 2–3 Wochen (also bis zur Vorblüte) nichts zufügen. Entspanne dich und denke erst nach dieser Phase über Dünger nach.
Tipp
Lies die Angaben genau – verschiedene Substrate enthalten unterschiedlich viel Nährstoffe. Manche reichen nur für die ersten Wochen, andere bis zur Vorblüte.
5. Nährstoffe für die Wachstumsphase
Photoperiodische Cannabissorten haben eine explizite Wachstumsphase, Autoflower wechseln jedoch direkt von der Keimung in die Blüte – ohne Lichtumstellung.
Viele sehen die Phase von den ersten echten Blättern bis Blütebeginn als vegetative Phase bei Autos. Es ist egal, wie man sie nennt: Die Pflanze wird wie eine Photoperiodenpflanze in der Wuchsphase weiter versorgt.
Sobald die Pflanze ordentlich wächst, braucht sie mehr Nährstoffe. Oft reicht bei Autos die halbe Dosis, wird sie sehr buschig, geht auch die volle Dosis.

In dieser Phase braucht Cannabis viel Stickstoff (N) sowie ordentliche Mengen Phosphor (P) und Kalium (K).
Egal wie hoch die restlichen Mengen sind – Stickstoff (N) sollte immer in Überzahl vorhanden sein. Auch Sekundärnährstoffe sind notwendig, doch handelsübliche Dünger enthalten oft schon eine passende Mischung.
6. Nährstoffe für die Pre-Blüte- und Blütephase
Nach einigen Wochen in der Wuchsphase ist die Auto reif für Blüten. Nun erscheinen die Pistillen; die Vorblüte beginnt.
Wann auf Blüte-Dünger umstellen?
Die Umstellung erfolgt zum Beginn der Vorblüte. Zu diesem Zeitpunkt wird ein Mix aus Wuchs- und Blüte-Dünger zugegeben. Kurz vorm Eintritt in die Blüte wird noch mehr Phosphor gegeben, um die Buds zu fördern. Sobald die ersten Buds zu sehen sind, nur noch Blüte-Dünger geben.

Für die meisten reicht ein einfacher Düngeplan ohne Zusätze völlig aus. So erhältst du hohe Erträge ohne Risiko – halte dich an die Basis und es läuft!
7. Düngeplan für Autos (Flüssigdüngung)
Jede Lebensphase der Pflanze hat andere Nährstoffbedürfnisse. Um Überdüngung zu vermeiden, folge unten stehendem Plan und passe ihn bei Bedarf an deine Auto an.
| Düngeplan für Autoflower auf neutralen Substraten | ||
|---|---|---|
| Woche | Phase | Nährstoffe |
| 1 | Sämling | Wasser |
| 2 | Vegetatives Stadium | ⅛ Wachstumsdünger |
| 3 | Vegetatives Stadium | ¼ Wachstumsdünger |
| 4 | Vorblüte | ½ Wachstumsdünger |
| 5 | Erste Blütenanzeichen | ¼ Blüte + ⅛ Wachstum |
| 6 | Blütenphase | ½ Blütendünger |
| 7 | Blütenphase | ½ Blütendünger |
| 8 | Blüte & Reife | Spülen |
| 9 | Reife & Ernte | Spülen |
Mehr Dünger bedeutet nicht mehr Wachstum – manche Pflanzen reagieren sensibel. Überdüngung kann insbesondere in der Blütephase die Ernte schmälern, weil die Pflanze bis zu 7 Tage braucht, um sich zu erholen.
Hinweis:
Der Plan basiert auf Herstellerangaben für Photoperioden, daher wird mit ½, ¼ und ⅛ Mengen gearbeitet. Nutzt du vorgedüngtes Medium, dann nur gießen, bis Vorblüten sichtbar werden (um Woche 4), und den Plan ab dort übernehmen.
Biodünger-Plan für Autos (Pulver-Dünger)
Falls die Tabelle oben kompliziert wirkt, findest du hier einen einfach gehaltenen Plan für organisches Growen mit Autos.
Achte auf gute Dünger-Qualität. Wichtig ist vor allem, dass Stickstoff, Phosphor und Kalium in dem für die jeweilige Phase passenden Verhältnis enthalten sind.

Je nach Wasser müssen ggf. Mikronährstoffe ergänzt werden; vor allem bei gefiltertem Wasser. Setze Dünger mit Spurenelementen ein, falls notwendig.
Empfohlene Marken sind Gaia Green, Down to earth und Dr. Earth, aber letztlich zählen die Inhaltsstoffe – sie sollten 100 % organisch sein und das NPK-Verhältnis einhalten.
Du brauchst:
- 4-4-4 Universaldünger
- 2-8-4 Blütendünger
- Bio-Wurmhumus
Es wird das Substrat vorgedüngt und dann alle 2–3 Wochen nachgedüngt (Top-Dressing). Je nach Bedingungen (z.B. hohe Temperaturen, schneller Stoffwechsel) kann es schneller aufgebraucht werden.

Manche Sorten brauchen etwas mehr. Dafür eignet sich Wurmhumus als Zusatzdüngung – liefert kleine Mengen aller Nährstoffe bis zum nächsten Top-Dressing.
Substrat
Bio-Düngung funktioniert auf jedem Substratt – aber folgende Mischung bringt top Ergebnisse:
- Kokosfaser 90%
- Perlit 10%
Du kannst natürlich auch etwas anderes wählen – Experimentieren ist erlaubt und erwünscht!
Wichtiger Hinweis: Die unten genannten Prozentsätze beziehen sich auf die Werte auf der Paketbeschreibung des Herstellers!
Vegetative Phase (Woche 1 - 4)
Beim Einsatz von Pulverdüngern wird die Erde folgendermaßen vorbereitet:
- 4-4-4 Universaldünger – 75 %
- 2-8-4 Blütendünger – 25 %
Anschließend den Autoflower-Samen direkt in den Topf (nach Keimung). Diese Langzeitdünger sind recht sanft, sie brauchen etwa 1 Woche, um zu wirken – eine Verbrennung ist so nahezu ausgeschlossen.

Alle Cultivars sind unterschiedlich, falls deine Pflanzen vor der Vorblüte Hunger zeigen, ergänze Bio-Wurmhumus oben als Top-Dressing – meist ist das aber bei Autoflower nicht nötig.
Vorblüte (Woche 5 - 8)
Wenn die ersten weißen Härchen sichtbar sind, einfach nachdüngen mit:
- 4-4-4 Universaldünger – 50 %
- 2-8-4 Blütendünger – 50 %
Das Pulver vorsichtig einarbeiten und danach gut wässern, damit es sich verteilt.
Blüte (Woche 8 - 10)
Zwei Wochen vor Erntezeit (meist um Woche 8) ist es Zeit, die Buds final zu fördern. Das optimale Verhältnis:
- 4-4-4 Universaldünger – 30 %
- 2-8-4 Blütendünger – 70 %
Damit versorgst du die Pflanze optimal für fette Buds und einen reibungslosen Abschluss des Zyklus.
Da diese Dünger zu 100% organisch sind, ist Spülen optional – je nach verwendeter Marke kann Spülen aber Aroma und Geschmack verbessern.

Expertenmeinung von Jorge Cervantes – Co-Autor:
Das Nähren von Cannabis, besonders autoflowering Sorten, ist wie ein musikalisches Meisterwerk. Jeder Nährstoff spielt eine Rolle, alle zusammen ergeben Gesundheit, Wachstum und Potenz. Autoflower stellen aufgrund ihres kurzen Lebenszyklus eine besondere Herausforderung dar: Der schnelle Wechsel zwischen Wuchs und Blüte lässt wenig Zeit, um die Düngung zu perfektionieren. Im Laufe meiner Karriere bin ich vielen Düngeplänen begegnet, manche erfolgreich, manche weniger. Das Geheimnis liegt darin, die Bedürfnisse der Pflanze in jeder Phase zu erkennen und den Düngeplan darauf abzustimmen.
Mit diesem Leitfaden wollten wir einen Düngeplan präsentieren, der umfassend und flexibel ist – auf evidenzbasierten Erfahrungen, jahrzehntelangem Wissen und fundiertem Verständnis der Pflanzenbiologie beruhend. Trotzdem gilt: Der ideale Düngeplan passt zu den individuellen Ansprüchen deiner Pflanzen. Hör genau hin, lese die Signale deiner Pflanzen und passe dein Vorgehen an. So erreichst du traumhafte Ernten.
Ich empfehle dir, dich auf diesen Guide einzulassen, das Wissen zu nutzen und als Basis für deine eigenen Projekte zu nehmen. Mit dem nötigen Cannabis-Wissen sowie einem wachsamen Auge erstellst du einen Düngeplan, der deine Autos zu Höchstleistungen bringt – für ertragreiche und potente Ernten. Viel Erfolg und Freude an der Kunst und Wissenschaft des Cannabis-Anbaus!
8. Überdüngung
Überdüngung entsteht durch eine zu starke Nährstofflösung – mehr Nährstoffe bedeuten nicht automatisch mehr Wachstum und manche Pflanzen reagieren empfindlich.
Wenn du die Dosis nicht kontrollierst, kannst du überdüngen, was zu deutlicher Toxizität führt. Es ist ein verbreitetes Problem, doch die Folgen können Pflanzen töten.

Symptome sind Gelbfärbung oder Flecken auf den Blättern. Bleibt es dabei, werden die Blätter braun, spröde und sterben ab. Die Pflanze ist gestresst, wächst langsamer, der Ertrag sinkt und schlimmstenfalls stirbt sie. Bei Toxizität also sofort spülen, ein paar Tage erholen lassen und dann mit niedrigerer Dosis neu beginnen. Am sichersten: unseren Düngeplan befolgen oder immer geringere Dosen starten und langsam steigern.
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Überdüngungssymptome |
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|---|---|
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Stickstoff
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Dunkelgrüne Blätter, schwache Triebe, weniger Wasseraufnahme. |
|
Phosphor
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Verbrannte Spitzen, dünne Blätter, Flecken auf Blättern. |
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Kalium
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Verbrannte Blattspitzen, eingerollte untere Blätter, Flecken. |
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Calcium
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Wachstumsstopp, hängende Blätter. |
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Magnesium
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Dunkelgrüne Blätter, gehemmtes Wachstum. |
9. Unterdüngung
Auch zu wenig Nährstoffe schadet – fehlen die Grundstoffe, kann die Pflanze z.B. keine Zucker bilden, wächst nicht und zeigt ähnliche Symptome wie bei Überdüngung. Auch wenn manche Pflanzen ohne Dünger wachsen, ist eine Mindestmenge zu empfehlen, um eine ertragreiche Ernte zu erzielen.

Nährstoffe sind extrem wichtig – auch wenn du vor Überdüngung Angst hast: Anfänger verbrennen Pflanzen oft, auch Profis bei neuen Düngermarken. Kein Grund zur Sorge!
Wichtig ist, aus Fehlern zu lernen und die Dosierung schrittweise zum Optimum anzupassen.
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Unterdüngungssymptome |
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|---|---|
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Stickstoff
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Gelbe, eingerollte, kleine Blätter. |
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Phosphor
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Dunkle Flecken auf Blättern, eingerollte Blätter, langsames Wachstum. |
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Kalium
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Schwache Triebe, rostfarbene Blätter, verzögerte Blüte. |
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Calcium
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Eingerollte untere Blätter, verzögerte Blüte, gelblich-braune Flecken. |
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Magnesium
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Verdorrte Blätter, Rostflecken, kränklicher Gesamteindruck. |
10. Spülen und Düngeende
Spülen bedeutet, überschüssige Nährstoffe 1–3 Wochen vor der Ernte mit Wasser auszuwaschen. Cannabispflanzen nehmen während des Wachstums viele Nährstoffe auf, diese lagern sich (vor allem bei synthetischem Dünger, aber auch bei Bio) im Medium ab. Werden sie nicht ausgespült, leidet in der Regel das Aroma und der Geschmack, und der Rauch wird kratziger – wer Top-Qualität möchte, sollte mit klarem Wasser oder speziellen Spülmitteln spülen.
11. Die besten Dünger-Marken
Mit der aktuellen Entwicklung in Richtung Legalisierung wächst die Zahl der renommierten Anbieter erstklassiger Cannabisdünger stetig. Eine Riesenauswahl ist zwar toll, macht die Wahl aber manchmal schwer. Aber welche Marke bringt das Harz zum Tropfen? Hier ein Überblick über die aktuell führenden Brands und Produkte!
Advanced Nutrients
Seit 1999 auf dem Markt, gehören Advanced Nutrients zu den Branchenführern – das wäre untertrieben. Sie treiben die Nährstoffentwicklung stetig voran, bringen regelmäßig Innovationen auf den Markt und gewinnen Jahr für Jahr wichtige Auszeichnungen von der globalen Grow-Community. Die Produkte, darunter das Dreikomponenten-System, Big Bud, Bud Ignitor und Bud Candy – sowie die Voodoo Juice-Linie für Boden-Mikroben – genießen weltweit höchstes Ansehen. Wissenschaftlich erforscht und getestet, sind sie bei Profis und Hobbygärtnern beliebt.
Advanced Nutrients bietet beste Verfügbarkeit und gezielte Nährstoffversorgung – als erster Hersteller arbeitete man mit einer Universität (Mississippi). Die Produkte richten sich an verschiedene Anforderungen – vom Klassiker-Düngerset bis zum Spezialdünger für die Bodenbiologie. Advanced Nutrients ist für die ganze Palette geeignet, vom Anfänger bis zum Profi.
Alles in allem ist Advanced Nutrients eine empfehlenswerte Wahl – wissenschaftlich fundiert, variabel und qualitativ hochwertig. Egal ob erster Versuch oder nächstes Erntemaximum – ein Blick lohnt immer.
Canna Nutrients
Canna ist ein weiterer Traditionshersteller, fast so lange dabei wie Advanced. Die Canna-Nährstofflinien sind für optimale Versorgung ausgelegt, kombinieren präzise abgestimmte Inhaltsstoffe, sind aufeinander abgestimmt und bewährt. Zudem gibt es passende Substrate und Zusätze für jede Anwendung.
Speziell abgestimmt auf Cannabis, ergeben Canna-Düngepläne maximalen Nährstoffeintrag bei höchster Effizienz. Das Ergebnis: größere Erträge, bessere Qualität und hohe Wirtschaftlichkeit. Dank Forschung, Feldversuchen und Praxistests ist Canna stets eine sichere Wahl.
Die Nährstofflinien sind auf bestmögliche Versorgung ausgerichtet – Top-Wahl für Grower, die nichts dem Zufall überlassen wollen.
Fox Farms
Seit 1984 Substrate und Dünger, Fox Farms ist eine der Urmarken für Profis weltweit. Herkunft: Humboldt County, USA, – mit der Einführung nicht-sterilisierter Cannabiserde brachten sie revolutionäre Produkte auf den Markt.
Fox Farm hat ein breites Portfolio – Ergänzungsmittel, komplette Düngerserien, hochwertige Erde und Substrate. Sie sind praktisch überall im Einsatz, vor allem in Spanien: Fox Farms ist der meistverkaufte Anbieter Europas und steht für Top-Qualität.
General Hydroponics
Wie der Name schon sagt: General Hydroponics war entscheidend für hydroponische Kultursysteme. Ihre Nährstoffreihen sind bestens abgestimmt, schnell verfügbar, effizient und nach wissenschaftlichen Prinzipien entwickelt. Genauigkeit und Anwenderfreundlichkeit machen sie zur Favoritenmarke für Autoflower-Grower.
Zudem gibt es eine breite Palette an Zusatzprodukten, Substraten und Medien für alle Bedürfnisse.
House & Garden
Ein weiterer Klassiker: House & Garden zählt zu den traditionsreichsten Herstellern. Ursprünglich in der Zucht edler Rosen tätig, gingen sie schon 1925 in Richtung Cannabis-Nährstoffe. Heute zählen ihre Produkte – von Düngern bis zu Wachstumsstimulatoren wie Roots Excelurator – zu den besten der Branche.
Die Düngepläne sind personalisierbar, das Angebot reicht von Spezialmischungen bis hin zu Starter-Kits für Einsteiger. Besonders die für Kokos entwickelten Produkte und Substrate stechen durch Qualität und Wirkung hervor.
Ein Riesenvorteil für Kunden: Die Vielfalt am Markt ist enorm, und obwohl die genannten Marken unsere Favoriten sind, gibt es viele weitere empfehlenswerte Anbieter.
WEITERE GUTE MARKEN
Der Markt ist randvoll mit Marken. Abseits der genannten – hier noch weitere gute Alternativen: Dyna-Gro, Botanicare, SHOGUN, Xpert, Kyle Hushman’s Vegamatrix und Cyco.
Unser Tipp: Besuche deinen Hydrospezialisten vor Ort, lass dich beraten, probier verschiedene Produkte aus und profitiere z.B. von Rabattaktionen. Egal für welche Marke du dich entscheidest – recherchiere genau, vergleiche Angebote und wähle bewusst. Jeder Dünger bringt besondere Vorteile, letztlich ist es eine Investition in deine zukünftige Ernte.
12. Fazit
Bewässere Autoflower mit Bedacht – wie bei allen Pflanzen gibt es Unterschiede. Du kannst einen Düngeplan wie oben empfohlen befolgen, optimal ist allerdings, das Klima und die Sorte im eigenen Anbau zu beobachten und zu verstehen. Unsere Banana Purple Punch Auto z.B. wächst robust und kommt auch ohne Dünger bestens zurecht.
Mit der richtigen Pflege und hochwertigen Nährstoffen sind dennoch beeindruckende Ergebnisse möglich. Wie viel Wasser und Nährstoffe eine Autoflower braucht, hängt von Luftfeuchtigkeit, Temperatur, Substrat, Umluft und Genetik ab – daher empfehlen wir: Verbringe täglich einige Minuten mit deinen Pflanzen, achte auf Details und kleine Zeichen. Daran entscheidet sich, ob deine Pflanze "nur okay" oder wirklich prachtvoll und gesund wird. Wir versprechen: Sie wird es dir mit dichten, frostigen Blüten danken.
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