Weed-Kuchen Rezeptideen: Wie man Cannabis-Kuchen macht
- 1. Wie macht man einen weed-kuchen?
- 2. Decarboxylierungsprozess
- 2. a. So läuft die decarboxylierung ab
- 3. Vorbereitung fürs weed-kuchen-backen
- 3. a. Küchenutensilien, die du brauchst
- 3. b. Benötigte zutaten und mengenangaben
- 4. Rezept-anleitung
- 5. Warum backen statt rauchen?
- 6. Wissenswertes vor dem konsum von weed-kuchen
- 7. Fazit
- 8. Faq
- 8. a. Warum sollte ich einen weed-kuchen backen statt einen joint rauchen?
- 8. b. Wie nennt man kuchen mit weed?
- 8. c. Wird man von weed-kuchen wirklich high?
- 8. d. Wer hat den ersten weed-kuchen gebacken?
Wie macht man einen Weed-Kuchen?
Obwohl das Rauchen von Weed die beliebteste Konsumform bleibt, eröffnet das Essen von Cannabis eine ganz neue Erfahrung. Es gibt zahlreiche Unterschiede zwischen der Inhalation von Cannabinoiden und ihrer oralen Aufnahme. Dazu gehören der Wirkungseintritt, die Wirkungsdauer und die psychoaktive Intensität des Highs. Beim Rauchen oder Verdampfen von Weed gelangen Cannabinoide sehr schnell über die Alveolen der Lunge ins Blut. Innerhalb von Sekunden gleitet THC durch den Blutkreislauf, passiert die Blut-Hirn-Schranke und aktiviert die CB1-Rezeptoren im Gehirn, was zu einem Dopaminanstieg führt. Essbares THC nimmt jedoch einen ganz anderen Weg dorthin. Statt durch die Lunge muss ein Edible den Magen und die Leber passieren, bevor es in den Blutkreislauf gelangt. Während dieses Stoffwechselprozesses verwandelt die Leber THC in ein stärkeres Molekül namens 11-Hydroxy-THC. Dieses Metabolit entfaltet beim Binden an die CB1-Rezeptoren eine deutlich stärkere Wirkung, die von vielen Konsumenten als beinahe psychedelisch beschrieben wird. Deshalb setzen Edibles nicht nur später ein, sondern erzeugen auch ein viel intensiveres und langanhaltenderes High. Aber nicht jedes Edible ist gleich. Wenn du einige der leckersten cannabisinfundierten Köstlichkeiten zubereiten möchtest, probiere das hervorragende Weed-Kuchen-Rezept weiter unten aus.
Wie der Name schon sagt, bringt dich ein Space Cake auf einen Trip zum Mond und zurück. Bekannt geworden in der Amsterdamer Cannabiskultur, ist ein Space Cake im Grunde jeder Kuchen mit Cannabis (selbst mit zuhause angebauten Cannabissamen). Obwohl es verschiedene Arten von Space Cakes gibt, enthalten sie alle THC.
Kuchen sind das perfekte Edible, da sie viel Butter benötigen (wichtig, um Cannabis zu infundieren) und ziemlich einfach herzustellen sind. Lies weiter, um zu erfahren, wie man einen Weed-Kuchen macht, mehr über den Decarboxylierungsprozess, die Zutaten, die Zubereitung und was du wissen solltest, bevor du Weed-Kuchen konsumierst.
Decarboxylierungsprozess
Der erste Schritt, um einen Weed-Kuchen oder Space Cake zu machen, ist das Decarboxylieren des Weeds. Dafür musst du dein Weed decarboxylieren. Der Decarboxylierungsprozess ist notwendig, weil Cannabis-Pflanzen eigentlich THCA produzieren, das sich erst beim Erhitzen in THC (die psychoaktive Substanz) verwandelt. Das bedeutet, dass du beim rohen Verzehr von Weed nichts spüren würdest. Das mag zunächst überraschen, aber selbst die stärksten Strains der Welt enthalten nahezu kein aktives THC in rohem Zustand. Das liegt daran, dass Cannabinoide wie THC und CBD Abbauprodukte sind. Stattdessen enthalten rohe Cannabisblüten vor allem deren Vorstufen – die sogenannten Cannabinoidsäuren (wie THCA und CBDA). Diese Säuren haben eine zusätzliche Carboxylgruppe – bestehend aus Sauerstoff-, Wasserstoff- und Kohlenstoffatomen. Diese kleine chemische Abweichung sorgt dafür, dass Cannabinoide und ihre Säuren ganz unterschiedlich im Körper wirken.

Beide Molekülgruppen beeinflussen das Endocannabinoid-System. Als universeller Regulator des menschlichen Körpers findet man die Bestandteile dieses riesigen Signalsystems überall im Körper – vom Gehirn und Verdauungstrakt bis zum Skelett und der Haut. Aufgrund ihrer unterschiedlichen Strukturen aktivieren sie jedoch die Rezeptoren auf unterschiedliche Weise. Während THC an CB1-Rezeptoren bindet und ein psychoaktives High auslöst, tut THCA das nicht. Deshalb musst du die Carboxyl-Gruppe entfernen, um die Wirkung zu erhalten. Genau hier kommt die Decarboxylierung ins Spiel. Wie der Name schon sagt, nutzt dieser Prozess Hitze, um die Carboxylgruppe abzuspalten, wobei aus Cannabinoidsäuren die eigentlichen Cannabinoide entstehen. Klingt kompliziert, ist aber ganz einfach! Es reicht, die Buds zu zerkleinern und das Pflanzenmaterial für eine bestimmte Zeit bei einer bestimmten Temperatur in den Ofen zu geben.
Falls du dich fragst, warum du beim Rauchen keinen Decarboxylierungsprozess brauchst: Die beim Anzünden angewandte Hitze decarboxyliert das Weed automatisch während des Rauchens.
So läuft die Decarboxylierung ab
Jetzt, da du weißt, warum du dein Weed decarboxylieren musst, bevor du einen Weed-Kuchen machst, schauen wir uns 5 einfache Schritte an, wie das funktioniert.
- Heize deinen Ofen auf 120 °C vor
- Zerkleinere dein Weed (nicht zu fein mahlen)
- Lege ein Backblech mit Backpapier aus
- Verteile das gemahlene Weed darauf gleichmäßig
- Backe das Ganze 45 Minuten bei 120 °C im Ofen, alle 15 Minuten umrühren
Achte darauf, dass die Temperatur 120 °C nicht überschreitet, da sonst Cannabinoide und Terpene zerstört werden!
Vorbereitung fürs Weed-Kuchen-Backen
Jetzt, da du weißt, warum und wie du dein Weed decarboxylieren musst, schnapp dir dein bereits decarboxyliertes Weed und wir schauen uns an, was du sonst noch für das perfekte Weed-Kuchen-Rezept brauchst.
Küchenutensilien, die du brauchst
Gehen wir zuerst die Küchenutensilien durch, die du zum Backen deines Weed-Kuchens brauchst:
- Eine Rührschüssel
- Einen Löffel oder Spatel
- Eine Backform
- Backpapier oder Backtrennspray
- Einen elektrischen Mixer
Benötigte Zutaten und Mengenangaben
Nun hast du die Utensilien – jetzt schauen wir auf die Zutaten, die du für deinen Weed-Kuchen benötigst:
- 1 ½ Tassen Mehl
- 1 Teelöffel Salz
- ½ Teelöffel Backpulver
- 1 Tasse Zucker
- 1 Tasse weiche Cannabutter (oder normale Butter, falls du kein High willst, am besten ungesalzen)
- 4 Eier
- 1/2 Tasse Sauerrahm
- 2 Esslöffel Vanilleextrakt
Denke daran, wieviel Weed in der Cannabutter ist, entscheidest du selbst – aber eine Tasse Butter sollte es sein!
Rezept-Anleitung
Schnapp dir alles, was du brauchst, sorge für Ordnung um Pannen zu vermeiden, und folge diesen einfachen Schritten für deinen eigenen Weed-Kuchen.
Schritt 1
Heize den Ofen auf 175 °C vor. Währenddessen fette und mehle deine Backform oder spraye sie mit Antihaftspray ein.
Schritt 2
Mische dann Mehl, Salz und Backpulver und gib die weiche Cannabutter und den Zucker dazu. Vermenge das Ganze, bis eine fluffige Konsistenz entsteht. Gib jetzt die Eier einzeln hinzu und mixe erneut, bis alles gut vermengt ist.

Schritt 3
Gib Sauerrahm und Vanille hinzu, mixe gut, dann die Mehlmischung und vermenge alles gründlich. Gib den Teig in deine Backform und backe ihn bei 175 °C für 40 Minuten oder bis ein Holzstäbchen sauber herauskommt.
Schritt 4
Lass den Kuchen etwa 10 Minuten abkühlen und genieße ihn. In einem luftdichten Behälter hält er sich bis zu 3 Tage auf der Arbeitsplatte!
Warum backen statt rauchen?
Wenn du regelmäßig Joints rauchst, fragst du dich vielleicht, warum man sich die Mühe macht, Weed-Kuchen zuzubereiten. Verständlich, aber es gibt einige Gründe: Edibles können viel stärker als ein Joint wirken, und der Effekt hält deutlich länger an.
Außerdem liefern Joints und Edibles unterschiedliche Erfahrungen. Während ein Joint schnell wirkt, brauchen Edibles mindestens 1–2 Stunden bis zum Wirkungseintritt – dafür ist das High aufgrund der Verstoffwechslung über Magen und Leber viel, viel intensiver. Was ist nun besser? Das kommt darauf an, was du suchst. Edibles sind vielleicht nicht für jeden geeignet, aber sie bieten einen starken, langanhaltenden Ganzkörpereffekt, perfekt als besonderes Erlebnis zwischendurch. Probier es aus und entscheide selbst!
Wissenswertes vor dem Konsum von Weed-Kuchen
Wenn du regelmäßig Weed konsumierst, weißt du schon: Joints und Edibles sind nicht dasselbe. Wie erwähnt, kann es 30 bis zu 120 Minuten dauern, bis Edibles wirken, und das High hält wesentlich länger an als beim Rauchen. Es ist daher ratsam, erst ein kleines Stück zu essen und die Wirkung abzuwarten. Nicht zu viel auf einmal essen!

Vermeide Weed-Kuchen auch, wenn du noch Auto fahren oder zur Arbeit musst – die Wirkung kann dich überraschen. Weed-Kuchen ist ein leckerer und spaßiger Genuss, aber iss verantwortungsvoll und informiere alle, die mitessen, damit es nicht zu unerwünschten Zwischenfällen kommt.
Fazit
Du wolltest wissen, wie man einen Weed-Kuchen macht? Jetzt hast du alles parat, um deinen Weed-Kuchen zu genießen. Viel Spaß beim Backen! Probier auch leckere Glasuren, Muffins oder andere weedinfundierte Köstlichkeiten. Wichtig: Immer verantwortungsvoll genießen!
FAQ
Warum sollte ich einen Weed-Kuchen backen statt einen Joint rauchen?
Oben erfährst du, wie und warum man einen Weed-Kuchen macht. Es gibt einige Gründe: Neben dem langanhaltenderen und stärkeren Effekt vermeiden Edibles auch die Risiken von Rauchinhalation – das kann die Atemwege reizen und Entzündungen verursachen.
Wie nennt man Kuchen mit Weed?
Kuchen mit Weed, Weed-Kuchen oder Space Cake – meistens wird er Space Cake genannt. Auch Begriffe wie Edible oder mit Cannabis angereichertes Gebäck sind gebräuchlich. Einen offiziellen Namen gibt es nicht – Hauptsache, du weißt, dass es ein Weed-Kuchen ist!
Wird man von Weed-Kuchen wirklich high?
Ja – oft ist der Effekt von Edibles deutlich stärker als vom Joint und kann bis zu 8 Stunden (oder länger) anhalten.
Wer hat den ersten Weed-Kuchen gebacken?
Cannabis-Edibles gibt es schon seit der Antike. Chinesische Kaiser bereiteten cannabisinfundierte Tees zu, Hindus das Getränk Bhang. Die erste dokumentierte Weed-Nutzung stammt von 2800 v. Chr., daher ist es unmöglich zu sagen, wer genau den ersten Weed-Kuchen gemacht hat.
Externe Quellen:
- Rezepte: Weed-Kuchen - A pot for pot
- Cannabis Space Cake - Cannigma
- Weed Space Cakes - Wikileaf
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