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Sativa vs Indica: Was ist der Unterschied?

20 September 2022
Sativa und Indica bestimmen nicht nur das High, das sie erzeugen, sondern auch den Aufbau einer Cannabispflanze.
20 September 2022
5 min read
Sativa vs Indica: Was ist der Unterschied?

Inhalt:
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  • 1. Was ist sativa?
  • 2. Was ist indica?
  • 3. Was ist ruderalis?
  • 4. Hybride
  • 4. a. Sativa vs indica: struktur
  • 4. b. Sativa vs indica: blätter
  • 4. c. Sativa vs indica: high
  • 5. Sativa vs indica: heutzutage
  • 6. Cannabinoide und terpene
  • 7. Fazit

Wenn du Cannabis konsumierst, ist dir sicher aufgefallen, dass Cannabissamen im Allgemeinen in drei Gruppen unterteilt werden: Sativa, Indica und Hybride. Viele Jahre lang wurden Indica und Sativa genutzt, um Wirkungen zu unterscheiden: Sativas wirkten zerebral, Indicas körperlich, und Hybride zeigten eine Mischung aus beidem. In den letzten Jahren haben Studien gezeigt, dass neben dem Einfluss von Sativa und Indica auf das High auch die Terpene eine entscheidende Rolle für die Wirkung spielen. Obwohl sich die Wissenschaft darüber weiterhin uneinig ist, vermutet man, dass das Terpenprofil und der THC-Gehalt Hand in Hand gehen, um die spezifischen Effekte hervorzurufen, die Nutzer mit bestimmten Strains verbinden.

Oder zumindest besagt das die gängige Meinung. Doch die Cannabiskunde entwickelt sich rasant weiter. Mit jeder neuen Forschung und Entdeckung zeigt sich, dass viele der vermeintlichen Wahrheiten der Cannabisbranche zur Diskussion stehen. Das Indica- und Sativa-Dichotom ist ein perfektes Beispiel dafür. Jahrzehntelang waren sich Konsumenten, Züchter, Grower und Unternehmen einig, dass Sativa-Strains einen energiegeladenen Effekt hervorrufen, während Indica-Sorten mehr betäuben und entspannen. Immer mehr Cannabisspezialisten zeichnen jedoch das Bild, dass die Morphologie (Aussehen und Wuchsform) einer Pflanze nicht zwangsläufig den zu erwartenden Effekt vorhersagt. Letztlich sind Indica und Sativa die Bezeichnungen für zwei Unterarten von Cannabis – diese werden anhand ihrer physischen Eigenschaften klassifiziert, nicht nach ihrer chemischen Zusammensetzung.

Cannabinoide, Terpene und andere Pflanzenstoffe bestimmen die subjektive Wirkung jeder einzelnen Cannabissorte. So kommt es vor, dass manche Indica-Varietäten einen hohen Anteil an energetisierenden Terpenen besitzen und Sativa-Strains eher beruhigende Terpene aufweisen. Durch gezielte Züchtung ist es logisch, dass Züchter Effekte in Pflanzen fördern können, die nicht ihrem äußeren Erscheinungsbild entsprechen. Vor diesem Hintergrund wollen wir einige Unterschiede zwischen Indica- und Sativa-Cannabis betrachten – sowohl aus der Sicht der traditionellen Einteilung als auch der modernen Wissenschaft.

1. Was ist Sativa?

Sativas sind schon lange als die Freizeit-Spezies bekannt – bevor das gezielte Züchten weit verbreitet war, galten Sativas für ihren hohen THC-Gehalt und den starken euphorischen, zerebralen Effekt. Diese Cannabisarten stammen vor allem aus tropischen Regionen wie Mexiko, Jamaika und Kolumbien. Sie wachsen hoch (bis zu 2 m oder mehr), schlank, mit langen, dünnen Fingerblättern, und brauchen länger zum Ausreifen als Indicas, was zu stärkerem Wachstum, fluffigeren Buds und mehr Bud-Sites führt. Reine Sativa-Strains sind heutzutage zunehmend selten, aber es gibt noch Sorten auf dem Markt, die zu 100 % Sativa-Genetik versprechen.

2. Was ist Indica?

Indicas werden schon seit jeher medizinisch und religiös genutzt und gelten als medizinisches Cannabis. Sie wurden besonders wegen ihres hohen CBD-Gehalts und ihrer stark körperlich entspannenden Wirkung eingesetzt. Diese Sorten fanden sich insbesondere in rauen Klimazonen (mit extrem kalten Wintern und heißen Sommern), beispielsweise in Afghanistan, Indien, Nepal und Nordpakistan (im Umfeld des Hindukusch-Gebirges). Dank der harschen Bedingungen entwickelten sie eine kurze (zwischen 1,3 – 1,5 m) buschige Form mit breiten, dicken Fingerblättern und kompakter Struktur, wodurch sie schneller ausreifen, weniger Bud-Sites und dichtere Buds ausbilden.

3. Was ist Ruderalis?

Wir haben Sativa und Indica behandelt. Jahrzehntelang galten diese beiden als die einzigen psychoaktiven Cannabisarten – bis die Ruderalis-Art entdeckt wurde. Ursprünglich heimisch in Teilen Asiens, Mittel-/Osteuropas, vor allem aber Russland und Sibirien, sind diese Pflanzen von Natur aus reich an CBD und arm an THC und wechseln unabhängig von der Tageslichtdauer in die Blütephase.

Auch wenn die wahren Ursprünge der Autoflowering-Cannabispflanzen weiterhin diskutiert werden, steht eines fest: Ohne die Entdeckung von Ruderalis gäbe es diese besonderen Pflanzen nicht. Dank des eingebauten Timers der Ruderalis-Pflanzen und dem Einsatzwillen von Züchtern weltweit, steht uns heute ein riesiges Angebot an autoflowering Strains zur Verfügung. Zwar hatten die ursprünglichen Ruderalis-Strains sehr geringe psychoaktive Effekte, doch nach Jahren der Kreuzung gibt es nun eine Fülle an Strains, die die autoflowering Eigenschaften der Ruderalis mit THC-Werten vereinen, die mit starken photoperiodischen Pflanzen mithalten können.

4. Hybride

In den letzten Jahren passen Züchter die Genetik immer mehr an ihre Vorlieben an. Dazu werden Indica-, Sativa- und Ruderalis-Genetik gekreuzt, um eine breite Vielfalt an Effekten, Farben, Aromen und Geschmacksrichtungen zu erzielen.

 

Vergleich von Sativa- und Indica-Cannabispflanzen zeigt ihre Unterschiede.

Hauptunterschiede zwischen Sativa und Indica.
 

Dadurch sind die Gene immer mehr vermischt worden und fast alle Strains heutzutage sind Hybride (eine Mischung aus Sativa und Indica). Selbst wenn sie Sativa- oder Indica-dominant sind, enthalten sie meist eine Kombination genetischer Merkmale von zwei oder sogar drei Cannabisarten.

Sativa Vs Indica: Struktur

Hybride entwickeln unterschiedliche Strukturen – von kurzen Strains mit riesigen Blättern bis zu sehr hohen Pflanzen mit kleinen Blättern ist alles möglich.

Das hängt allein von den Eigenschaften der zur Züchtung verwendeten Genetik des jeweiligen Strains ab.

Auch wenn es sich um Mischungen handelt, entwickeln sich die Pflanzen entsprechend ihrer Genetik. Hat ein Strain zum Beispiel 70 % Sativa und 30 % Indica, wird er wahrscheinlich eher Sativa-typische Merkmale im Wuchs zeigen.

Sativa Vs Indica: Blätter

Durch das Mischen unterschiedlichster Cannabis-Spezies kann heute jede Blattgröße und Fingeranzahl auftreten, wobei die meisten Sativa-Strains nach wie vor größere Blätter entwickeln können als Indicas – abhängig vom jeweiligen Strain.

  

Nahaufnahme von Sativa- und Indica-Blättern mit jeweils einzigartigen Formen und Größen.

Indica- und Sativa-Blätter waren früher unterschiedlich, doch heutige Hybride können eine Vielzahl verschiedener Blattformen entwickeln.
 

Sativa Vs Indica: High

Die Kombination verschiedener Gene hat Pflanzen hervorgebracht, die sowohl einen zerebralen als auch körperlichen Effekt zeigen können – anders als bei reinen Sativa- und Indica-Landrassen.

Hybride können Indica- oder Sativa-dominant sein und sowohl zerebrale als auch körperliche Effekte haben, wobei es natürlich vom Anteil der jeweiligen Gene abhängt.

5. Sativa Vs Indica: Heutzutage

Auch wenn es schwierig geworden ist, wirklich reine Sativa- oder Indica-Strains zu finden, gibt es noch Sativa- oder Indica-dominante Strains. Das bedeutet, dass ein Hybrid zwar beide Gensätze enthält, der Effekt und auch die Struktur jedoch je nach genetischer Zusammensetzung in eine der Richtungen tendiert.

Darum liegt der Hauptunterschied zwischen Indica und Sativa heute vor allem im Aufbau der Pflanze.

 

Gesunde hybride Cannabisblätter mit Eigenschaften von Sativa und Indica.

Gesunde hybride Cannabisblätter.
 

Das liegt daran, dass Züchter im Laufe der Jahre einzigartige Kombis von Cannabinoiden und Terpenen entwickelt haben, die für verschiedenste Wirkungen und Pflanzenstrukturen sorgen.

Diese Hybride können Indica-, Sativa- und Ruderalis-Gene enthalten und ihre Wirkung lässt sich nicht als klar „Indica-“ oder „Sativa-Effekt“ kategorisieren, weil sie das Ergebnis einer Mischung aus 2 oder 3 Cannabisarten sind.

6. Cannabinoide und Terpene

Moderne Strains können Effekte haben, die nicht von ihrer Abstammung abhängen – denn die Forschung hat gezeigt, dass Terpene die Wirkungsweise eines Strains stark beeinflussen können.

 

Häufigste Terpene in Cannabis

Die häufigsten Terpene in Cannabis.
 

Zusammen mit der Mischung an Cannabinoiden in Sativa und Indica entstehen so Hybrid-Strains mit umfassender Wirkung. Terpene funktionieren ähnlich wie Aromatherapie: Sie helfen dem Körper, Cannabinoide besser aufzunehmen und geben jedem Strain ein einzigartiges Wirkungsspektrum – z.B. liefern Zitrus-Terpene eher einen Kopf-Effekt, während erdigere Terpene stärker entspannen.

Deshalb konnten wir Indica-Strains entwickeln, die ein schönes zerebrales High ermöglichen, und Sativas, die auch tief entspannen können. Ein Beispiel ist unser neuer Lemon Pie Auto: Es handelt sich um einen Indica-dominanten Strain, der trotzdem zunächst einen zerebralen Effekt bringt bevor die tiefe Entspannung kommt.

 

Oder suchst du einen Sativa-dominanten Strain? Dann ist unser Gelato Auto eine Option: Obwohl Sativa-dominant, kann er bei zu hoher Dosierung auch richtig Couch-Lock auslösen.

Auch wenn Sativa vs. Indica zur Unterscheidung verschiedener Wirkungen (also Sativa- oder Indica-Effekt) noch immer verbreitet genutzt wird, ist der echte Unterschied heute vor allem die Struktur, die eine Pflanze entwickelt.

7. Fazit

Sativa- und Indica-Wirkungen zu vergleichen ist nicht verkehrt – auch wenn wir nicht wissen, was die Zukunft bringt und viele „Gewissheiten“ mit dem Fortschritt der Cannabisszene noch widerlegt werden könnten. Die Community wächst schnell, und so können Cannabis-Enthusiasten immer mehr forschen und Neues über die Cannabispflanze lernen.

 

Zuletzt aktualisiert am 21. März 2022.



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