Wie züchte ich autoflowering Cannabis in Kokosfaser?

24 November 2019
Autoflowering Pflanzen gedeihen besonders gut in Kokosfaser. Was ist das und wie züchtet man mit diesem besten organischen Medium?
24 November 2019
9 min read
Wie züchte ich autoflowering Cannabis in Kokosfaser?

Inhalt:
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  • 1. Was genau ist kokosfaser?
  • 2. Warum ist kokosfaser besser als erde?
  • 2. a. Keine einschränkungen
  • 2. b. Ph-ausgeglichen
  • 2. c. Vielseitig
  • 2. d. Umweltfreundlich und nachhaltig
  • 2. e. Ertrag
  • 3. Wie baut man autoflowering cannabis in kokosfaser an?
  • 3. a. Zerlege den kokosblock
  • 3. b. Lasse das wasser einziehen
  • 3. c. Lasse die kokosfaser trocknen
  • 3. d. Stelle dein substrat her
  • 3. e. Verwende poröse töpfe
  • 3. f. Stelle nährstoffe bereit
  • 3. g. Ernte blüten, wann du willst
  • 4. Wann, wie und warum sollte man autoflowers in kokosfaser spülen?
  • 5. Die nach-ernte-routine
  • 6. Fazit

Wenn du dich jemals gefragt hast, wie du autoflowering Cannabis in Kokosfaser anbauen kannst, bist du hier genau richtig! Kokosfaser – bekannt als das beste Medium, um Pflanzen, insbesondere Cannabis, anzubauen – ist keine Neuheit. Schon seit Jahrhunderten verwenden Landwirte Erde, um verschiedene Pflanzen zu kultivieren, aber ganz ohne Erde zu arbeiten ist tatsächlich neu. In letzter Zeit ist der Einsatz von Kokosfaser gestiegen, und damit auch die Nachfrage nach der Produktion von mehr Faser.

Alle Cannabispflanzen wachsen hervorragend in Kokosfaser, egal ob du Nährstoffe verwendest oder organisch anbaust. Besonders autoflowering Cannabis Sorten gedeihen in Kokosfaser, und das liegt an der hervorragenden Belüftung, die sie bietet. Autoflowering Pflanzen haben eine kurze Lebensdauer, um zu wachsen und aromatische Blüten zu bilden. Deshalb solltest du alles tun, um die perfekte Umgebung für sie zu schaffen – und hier kommt die Kokosfaser ins Spiel. Für diejenigen, die nicht wissen, was Kokosfaser ist, lasst uns zuerst verstehen, wie sie funktioniert...

1. Was genau ist Kokosfaser?

Auch bekannt als Kokoserde: Kokosfaser wird aus Kokosnussschalen hergestellt. Die Schalen werden verarbeitet und zu Blöcken gepresst, die auseinandergebrochen werden können, bevor du Samen oder Pflanzen einsetzt. Diese Blöcke sind normalerweise in den meisten Gärtnereien erhältlich, aber man kann auch bereits zerkleinerte Kokosfaser kaufen.

 

Wie züchtet man Autos in Kokosfaser: Was ist Kokosfaser?

Kokosfaser wird aus Kokosnussschalen hergestellt, was dieses Medium organisch und perfekt für deinen Garten macht.
 

Wenn du Blöcke kaufst, musst du sie in Wasser einweichen, bis sie alles aufgesogen haben und aufquellen. Die Blöcke zerfallen dann in kleine Kokosfasern. Sie ist faserig und bietet den Wurzeln sehr viel Belüftung, im Gegensatz zu Erde, die manchmal verklumpt. Der beste Weg, um gesunde Pflanzen zu kultivieren, ist die Pflege der Wurzeln; und bei Autos ist das supereinfach. Kurz gesagt: Gesunde Wurzeln bedeuten großartige Pflanzen. Da Kokosfaser die Wurzeln zufrieden stellt, wachsen die Pflanzen letzten Endes optimal.

2. Warum ist Kokosfaser besser als Erde?

Keine Einschränkungen

Als erstes denkt man beim Anbau von Pflanzen an Erde. Das ist naheliegend. Dennoch hat sie ihre Grenzen. Zum Beispiel kann Erde leicht die Wurzeln infizieren, wenn sie selbst infiziert ist. Aber Kokoserde oder -faser kann problemlos wiederverwendet werden. Wie bereits erwähnt, ist Kokosfaser besser als Erde, wenn du die Wurzeln gesund halten möchtest. Außerdem wachsen autoflowering Cannabis Sorten in Kokosfaser schneller als in Erde. Das liegt daran, dass der Gärtner alle Nährstoffe bereitstellt, die direkt von der Pflanze aufgenommen werden können. Man profitiert quasi von den Vorteilen von Erde und Hydroponik gleichzeitig. Wenn du in kürzester Zeit große, aromatische Blüten möchtest, ist der Anbau von Autoflowering Pflanzen in Kokosfaser die beste Entscheidung.

pH-ausgeglichen 

Wie Erde ist auch Kokosfaser natürlich und enthält nichts außer Kokosnussschalen. Der Anbau von Cannabis in Erde kann jedoch anspruchsvoll sein, besonders da es so viel zu beachten gibt. Zum Beispiel beim pH-Wert. Dieser spielt eine entscheidende Rolle beim Anbau von Cannabis, speziell bei Autoflowers. In Erde ist der pH manchmal etwas schwierig zu kontrollieren, während Kokosfaser meist eine bereits eingestellte EC und pH besitzt, was es für Züchter sehr einfach macht.

Vielseitig

Kokoserde ist extrem vielseitig und bringt zahlreiche Vorteile mit sich. Du kannst ein wenig Erde untermischen oder einfach Kokosfaser pur verwenden. Die beste Mischung für autoflowering Cannabis ist ein Verhältnis von 70% Faser zu 30% Perlit – eine herausragende Kombination für die besten Wurzelbedingungen.

Umweltfreundlich und nachhaltig

Kokosfaser hält sehr lange und ist zudem umweltfreundlich. Sie zieht auch keine Schädlinge an, im Gegensatz zu Erde, wo Schädlingsbefall häufig vorkommt.

Ertrag 

Obwohl es beim Ertrag kaum einen Unterschied macht, ob du in Erde oder Kokosfaser anbaust, berichten einige Züchter, dass Kokosfaser einen besseren Ertrag liefert, und du kannst unter den Top 5 der schnellsten Autoflower-Sorten wählen, um großartige Ergebnisse zu erzielen. 

3. Wie baut man autoflowering Cannabis in Kokosfaser an?

Kokosfaser oder Kokoserde wird zu Blöcken gepresst, die leicht auseinandergebrochen werden können. Schritt-für-Schritt-Anleitung zur Verwendung von Kokosfaser für den Autoflower-Anbau:

Zerlege den Kokosblock

Kaufe einen Kokosfaserblock. Es gibt sie in verschiedenen Größen. Je nach Platz und Anzahl deiner Autoflowering Pflanzen kannst du kleine oder große Blöcke wählen. Da die Blöcke in Form und Größe variieren, unterscheidet sich auch die endgültige Menge an gewonnener Kokosfaser. Ein 5kg-Block ergibt beispielsweise zwischen 20 und 25 Liter Faser.

Informiere dich beim Hersteller über die empfohlene Wassermenge. Sicher ist es, mindestens 2- bis 3-mal so viel Wasser zu verwenden wie die Größe des Blocks, z.B. einen 5kg Block in 10 bis 15 Liter Wasser einzuweichen. Manche Hersteller pressen sehr stark, dann kannst du sogar 30 Liter Wasser für einen 5kg Block verwenden.

Lasse das Wasser einziehen

Je nach Größe und Verarbeitung des Blocks dauert es 1 bis 3 Stunden, bis sich die Faser vollständig zersetzt hat. Kleine Blöcke brauchen meist nur 30 Minuten, größere benötigen längere Zeit. Warte, bis die gesamte Faser das Wasser aufgenommen hat. Du wirst sehen, wie sie vor deinen Augen aufquillt! Um den Prozess zu beschleunigen, kannst du die Blöcke vorher in kleinere Stücke teilen, damit du nicht den ganzen Tag warten musst.

Lasse die Kokosfaser trocknen

Wenn du wie die meisten begeisterten Cannabiszüchter bist, bist du vielleicht versucht, die Faser sofort zu verwenden, sobald sie das Wasser aufgenommen hat. Aber mach diesen Fehler nicht. Es ist wichtig – sogar kritisch –, zu warten, bis die Faser vollständig trocken ist.

 

Wie züchtet man Autos in Kokosfaser: Wie verwendet man sie?

Stelle sicher, dass die Kokosfaser vollkommen trocken ist, bevor du sie verwendest. Lass den Behälter offen, damit das Wasser schneller verdunsten kann.
 

Da Kokosfaser Wasser gut speichert, kann nasse Faser, aus der das Wasser tropft, Keimlinge schneller absterben lassen, als du deinen Lieblings-Bud rauchen kannst! Es kann noch einen Tag dauern, bis alles zersetzt ist. Viele Leute nutzen ein großes Fass, um die Faser trocknen zu lassen – halte unbedingt den Deckel offen, damit das Wasser so schnell wie möglich verdunsten kann.

Stelle dein Substrat her

Viele mischen Kokosfaser mit ein wenig Erde; du kannst aber auch ganz darauf verzichten, um Probleme mit Schädlingen und Krankheiten zu vermeiden. Wie schon erwähnt, funktioniert eine Mischung aus 70% Kokosfaser und 30% Perlit hervorragend. Falls du gerne Zusatzstoffe zufügen möchtest, eignen sich zum Beispiel:

•  60% Kokosfaser

•  20% Perlit

•  10% Vermiculit

•  10% Erde

Beachte dabei, dass diese Mischung schwerer ist als ein einfaches 70:30-Verhältnis, weil Vermiculit und Erde klumpen können.

Verwende poröse Töpfe

Ist das Substrat erstmal fertig, fülle die Behälter bis etwa 3/4 ihrer Kapazität. Kokosfaser setzt sich noch, sodass du später Substrat hinzufügen kannst. Verwende Behälter wie Stofftöpfe oder Airpots, denn sie funktionieren besonders gut mit Kokosfaser. Mit einem porösen Substrat und atmungsaktiven Töpfen bekommen deine Wurzeln das optimale Umfeld. 

Stelle Nährstoffe bereit

Kokosfaser hat einen Nachteil: Sie enthält keine Nährstoffe. Das ist aber auch ein Vorteil, weil du alles individuell dosieren kannst. Du musst jedoch von Anfang an Nährstoffe bereitstellen, anders als bei Erde, wo sie schon enthalten sind. Zugegeben, das ist manchmal anstrengend, wenn du nicht sehr zuverlässig bist. Wenn du jedoch ein Medium willst, das deine Pflanzenwurzeln glücklich macht und fette Blüten liefert, gibt es keine Alternative zu Kokosfaser.

Ernte Blüten, wann du willst

Was die Erntezeit betrifft, gibt es keinen Unterschied zwischen Substraten mit oder ohne Erde. Auch Anfänger können tolle Blüten erzielen. Wenn du mit dem Wachstum zufrieden bist, ernte deine Blüten wie gewohnt.

Wie du siehst, ist der Anbau von autoflowering Cannabis in Kokosfaser ziemlich unkompliziert. Jetzt, da du es weißt, probiere es unbedingt selbst aus!

4. Wann, Wie und Warum sollte man Autoflowers in Kokosfaser spülen?

Das Spülen von Cannabis vor der Ernte ist ein sehr kontroverses Thema: Manche schwören darauf, andere halten es nicht für nötig, Spitzenweed zu erhalten. Aber ist Spülen wirklich notwendig? 

Was ist Spülen?

Spülen bedeutet im Grunde, mit großen Mengen Wasser zu gießen, meist jedoch 1-2 Wochen vor der Ernte, wobei die Pflanzen nur noch reines Wasser erhalten.

Warum Cannabis spülen?

Das Spülen des Substrats entfernt überflüssige Nährstoffe (Nährstoffansammlungen) aus dem Medium und kann während des Growzyklus oder vor der Ernte durchgeführt werden, um mildere, geschmacksvollere Blüten zu erzielen.

 

Wie züchtet man Autos in Kokosfaser: spülen

Das Spülen kann zu besser schmeckenden, milderen Blüten führen.
 

Das heißt allerdings NICHT, dass beim Spülen plötzlich Terpene erscheinen, wenn die Pflanze von sich aus keine gebildet hat; aber es entfernt Chemikalien, die den Geschmack deiner Blüten beeinträchtigen können, und verstärkt Aroma und Geschmack der Blüten.

Spülen in Erde vs. Substraten ohne Erde

Im Prinzip gibt es zwischen dem Spülen von Erde und Kokos (oder anderen Substraten ohne Erde) keinen Unterschied, der Ablauf ist derselbe: Spülen mit viel Wasser. Es wird gesagt, dass das Spülen bei organischen Düngern optional ist, also kommt es darauf an, ob deine Dünger es erfordern oder nicht.

5. Die Nach-Ernte-Routine

Großartige Arbeit, du hast deine Kokosfaser-Aufzucht geschafft! Aber die Arbeit ist damit noch längst nicht vorbei. Es gibt noch drei wichtige Schritte, und wenn du dachtest, deine Geduld wurde während des Grows auf die Probe gestellt, dann jetzt erst recht ...

Wie trimmt man sein Cannabis (nass oder trocken)?

Das Erste, was du nach dem Abschneiden deiner Ernte überlegen solltest, ist, welche Trimm-Methode für dich am besten ist. Es gibt zwei: Nass- oder Trocken-Trimmen.

 

  • Nasstrimmen bedeutet, so viel Pflanzenmaterial wie möglich zu entfernen, direkt nachdem du die Pflanze geschnitten hast. Gute Gründe dafür sind, dass du befürchtest, deine Buds könnten zu langsam trocknen und dadurch Schimmelgefahr besteht. Durch das Entfernen des Buds vom Stängel bietest du somit die besten Chancen für schnelle Trocknung – perfekt, wenn du die Luftfeuchtigkeit im Trocknungsraum nur schwer im Griff hast.
  • Trockentrimmen meint, die Pflanze ganz (oder nur auf die Zweige runtergeschnitten) aufzuhängen und so trocknen zu lassen. Diese Methode bevorzugt die Mehrheit der Grower, da sie eine langsamere Trocknung ermöglicht und das Trimmen danach vereinfacht.

 

Kennst du diese alten, stumpfen Küchenscheren, die jeder irgendwo in der Schublade liegen hat? Verwende sie besser nicht zum Trimmen – das wird schnell nervig! Harzige, klebrige Buds zu verarbeiten ist eine Herausforderung. Besorge dir daher am besten bei deinem Hydroladen oder online eine spezielle Trimm-Schere.

Tipps zum richtigen Trocknen von Cannabis 

Wenn du Cannabis richtig geerntet und getrimmt hast, ist es Zeit, es vor dem Aushärten zu trocknen. Dieser Prozess dauert 7 bis 14 Tage und sollte langsam erfolgen, um Terpene (die für Aroma und Geschmack sorgen) zu erhalten. Am besten trocknest du Cannabis, indem du die Buds kopfüber in einem kühlen, dunklen Raum mit ausreichend Luftzirkulation (ein Ventilator hilft) aufhängst. So wird Feuchtigkeit gleichmäßig entzogen, ohne dass sich Schimmel oder Mehltau durch zu viel Restfeuchte bilden. Achte aber darauf, den Ventilator nicht direkt auf die Buds zu richten. Ziel ist Luftbewegung im Raum, ggf. Ventilator zur Wand gerichtet.

Wie curest du dein Cannabis nach dem Trocknen

Sind die Buds vollständig trocken (keine sichtbare Restfeuchte mehr), beginnt das Curing. Je nachdem, wie lange du curen willst, dauert dieser Prozess mehrere Wochen bis Monate. Die meisten Züchter curen zwischen 2 Wochen und 3 Monaten.

Curing erhält Terpene und entfernt gleichzeitig die Schärfe beim Rauchen oder Verdampfen. So sind die Blüten nach dem Curing viel angenehmer zu genießen als direkt nach der Ernte. Zusätzlich bleibt der Cannabinoidgehalt erhalten, womit die Blüten wirkungsvoller und aromatischer werden. Um Cannabis zu curen, gib die getrockneten Buds in ein luftdichtes Glas und lagere sie kühl und dunkel. In der ersten Woche solltest du das Glas zweimal täglich 'lüften' („burpen“), also kurz öffnen, um Luftaustausch zu ermöglichen, damit kein Schimmel oder Mehltau durch zu hohe Luftfeuchte während des Curings entstehen kann. Nach der ersten Woche kannst du das Lüften auf einmal alle paar Tage reduzieren, bis der Prozess abgeschlossen ist.

6. Fazit

Der Anbau von Autoflowering Pflanzen in Kokosfaser unterscheidet sich kaum vom Anbau von photoperiodischen Sorten, ist für Anfänger allerdings etwas schwieriger, da Erde meist verzeihender ist. Je nach Bodenart und Produkten kann Erde bei pH- und Substratgesundheit helfen. Kokosfaser ist allerdings inert, daher ist Vorsicht geboten. Es ist sehr zu empfehlen, beim Grow in Kokosfaser pH- und EC-Messer einzusetzen. Aber keine Sorge, mit etwas Sorgfalt ist der Anbau in Kokos genauso einfach wie in jedem anderen Medium!



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