7 häufige Fehler von Anfängern und wie man sie vermeidet

Gäbe es nur ein Handbuch über den Anbau von Gras... Hier findest du die häufigsten Fehler, die Anfänger machen.
31 October 2020
10 min read
7 häufige Fehler von Anfängern und wie man sie vermeidet

Inhalt:

Wenn du deine eigenen Marihuana-Pflanzen zum ersten Mal anbaust und niemanden hast, den du nach Rat fragen kannst, könnte es zu einer echten Qual werden. Es gibt Geschichten von Leuten, die sogar ein paar Mal neue Samen kaufen mussten, weil die Pflanzen aufgrund verschiedener Umstände eingegangen sind. 

Niemand will so etwas trauriges erleben. Wenn du also ein Anfänger bist und den Wachstumsprozess deiner kleinen Baby-Pflanzen nicht durcheinander bringen willst, dann bist du hier am richtigen Ort: Wir helfen dir dabei, einige der häufigsten Fehler zu vermeiden. 

Zu den häufigsten Fehlern, die neue Grower machen, gehören: sich nicht bewusst darüber zu sein, was sie anbauen, den falschen Boden und die falschen Nährstoffe zu verwenden, überwässern und überfüttern, den pH-Wert nicht im Auge zu behalten und das Tödlichste von allem dabei zu unvorsichtig zu sein. 

 

Welcome to the world of home-grown cannabis!

Willkommen in der Welt des selbstgezüchteten Cannabis!

Dabei werden wir dir nicht nur sagen, was du besser machen kannst, sondern wir helfen dir auch, diese kleinen Hindernisse zu überwinden, damit du das Beste aus deinen Marihuana-Pflanzen herausholen kannst.

1. Wenn du keine Ahnung hast, was du da anbaust

Einer der extrem häufigesten Fehler von Anfängern ist, dass sie oftmals keine Informationen über die Art von Samen haben, die sie anbauen. Wir wissen, dass es ganz normal ist, dass Freunde dir ein paar Restsamen geben, von denen sie behaupten, dass sie 'das Beste vom Besten' sind.

Wie auch immer solltest du ein paar Fragen stellen, z.B. ob sie Indica, Sativa, Autoflower, normal, feminisiert und so weiter sind.

Nein, das ist keine Übertreibung! Dir sollte bewusst sein, dass die jeweiligen Samenarten speziellen Besonderheiten in ihrem Anbau unterworfen sind, um das maximale Potential beim Growen zu erreichen. Es ist leider nicht damit getan, ein paar Samen in die Erde zu werfen und schon passiert Magie.

Wenn sich zum Beispiel herausstellt, dass deine Samen männlich sind, wirst du nach einigen Monaten feststellen müssen, dass du deine Zeit in eine schöne und dekorative Pflanze investiert hast. Männlichen Pflanzen wachsen nämlich keine Buds! 

Außerdem gibt es Strains, die bessere mit kalten klimatischen Bedingungen klarkommen, während andere heißes und sonniges Wetter brauchen benötigen. Dasselbe gilt für die Nährstoffe: einige Pflanzen brauchen mehr künstliche Nährstoffe als andere, die mit wenigen Rationen auskommen. 

Sativa vs Indica

So sehen die Buds von Sativa und Indica aus.

Es ist wichtig, dass du auch bei der Auswahl deiner Samen nicht an ein paar Euro Unterschied sparst. Betrachte es aus einer Langzeitperspektive: Wenn du dich entscheidest, deine eigenen Marihuana-Pflanzen anzubauen, verpflichtest du dich, dich mehr als nur ein paar Monate lang um sie zu kümmern.

Möchtest du nicht, dass das Ergebnis all diesen Anstrengungen, die du unternehmen wirst, schönen, qualitativ hochwertigen Buds entsprechen soll? Billige Samen zu kaufen ist nicht der Weg, wie du dorthin kommen wirst. 

Wir empfehlen den Kauf einiger unserer besten feminisierten Autoflower-Samen, die großartige Pflanzen und ein leichtes Wachstum garantieren. 

2. Falsche Keimungsmethoden

Es macht einfach Sinn zu sagen, dass es wahrscheinlich zu einem insgesamt gescheiterten Prozess führt, wenn man den ersten Schritt nicht richtig macht. Deshalb musst du dich darüber informieren, wie du deinen Samen am besten keimen lassen kannst, bevor du es tatsächlich tust. 

Einige gebräuchliche Keimmethoden sind 

  • Direkt in der Erde keimen lassen;
  • Die Teller- und Papierhandtuch-Methode;
  • Das Keimen in Steinwolle;
  • Die Glas-Wasser-Methode.

Wenn du eine komplette Anleitung suchst, wie du deine Cannabis-Samen keimen lässt, empfehlen wir dir einen Blick in den folgenden Artikel der Keimanleitung:

Eine letzte und sehr wichtige Warnung: Berühre die Samen nicht zu sehr mit deinen bloßen Händen!

Wir haben tonnenweise ätherische Öle und Bakterien auf unserer Haut, und wenn du deine Samen unnötig viel berührst, könntest du ihr Potential ruinieren und den Keimungsprozess verhindern.

Also denkt daran: nicht zu viel berühren! 

3. Den falschen Nährboden benutzen 

Ein weiterer Aspekt, der nicht zu billig ist, ist der Nährboden. Stell es dir wie die Struktur eines Hauses vor! Was würde passieren, wenn du an den Materialien sparst?

Die Chancen stehen gut, dass das Haus nach ein paar Jahren nach dem Bau anfängt, Anzeichen von Schäden aufzuzeigen, mit Rohrproblemen, Feuchtigkeit, usw. Dasselbe gilt für Gras-Pflanzen. 

 

Choosing the right soil

Die Wahl des richtigen Nährbodens hat einen großen Einfluss auf das Wachstum deiner Pflanzen.

Die Erde, die du wählst, wird die Struktur deines Hauses bestimmen. Willst du also, dass dein Haus auseinander fällt? Nein, natürlich nicht. Vor allem solltest du keine Blumenerde wiederverwenden.

Das bedeutet auch, dass du auf keinen Fall Erde aus deinem Garten oder aus anderen Quellen, deren Qualität unbekannt ist, verwenden solltest. Wiederverwendete Erde birgt das Risiko von Schädlingen und Verunreinigungen in sich. 

Eine gute Erde für deine Pflanzen sollte luftig und leicht sein, idealerweise mit etwas Perlit vermischt. Auf diese Weise können die Wurzeln ungehindert wachsen und eine gute Drainage ist gewährleistet.

Cannabis-Pflanzen brauchen spezifische Nährstoffe, um sich richtig entwickeln zu können und ihr höchstes Potenzial zu entfalten. Wenn du für deine Pflanzen also normale Erde benutzt, werden sie wahrscheinlich nicht die optimalen Wachstumsbedingungen haben.

Auch wenn deine Pflanzen beim Anbau von Outdoor-Pflanzen eine Vielzahl von natürlichen Nährstoffen bekommen, werden sie wahrscheinlich trotzdem irgendwann im Wachstumsprozess einen kleinen Energieschub brauchen.

Um mit den Nährstoffbedürfnissen deiner Pflanzen im Einklang zu bleiben, musst du auch die pH-Werte im Auge behalten, was uns zum nächsten häufigen Fehler bringt.

4. Die Bedeutung der pH-Werte unterschätzen

Wenn du ein Anfänger-Grower bist, kann es unüberschaubar werden, wenn du erkennst, dass du anstatt deine Pflanzen nur zu gießen, einige Formeln und Regimente einhalten musst, um gute Buds zu bekommen.

3 must-have tools

3 unverzichtbare Werkzeuge für eine erfolgreiche Grasplantage: pH-Lesegerät; Umweltthermometer; LED-Lupe.

Vielleicht hast du schon ein wenig recherchiert und bist auf einige berühmte Formeln gestoßen, wie z.B. PPM, NPK, pH, 18/6, 24/0, Lucas Formula, usw., und du hast gehofft, du könntest all diese Informationen entziffern und dich wieder dem einfachen Gießen zuwenden. 

Auch wenn einige dieser Formeln großartig sind, könnten sie für erfahrenere Grower besser geeignet sein. Die eine, die du jedoch nie vergessen solltest, ist der pH-Wert.

Im Allgemeinen bestimmt der pH-Wert, wieviele der Nährstoffe die Wurzeln deiner Cannabis-Pflanzen absorbieren können.

Kaufe dir daher einen pH-Tester, damit du den pH-Wert deiner Pflanzen regelmäßig überprüfen kannst, um Katastrophen zu vermeiden. Wenn du das nicht machst, können schlechte pH-Werte sogar zum Absterben deiner Pflanzen führen. 

Wenn der pH-Wert auf dem richtigen Niveau ist, dann bedeutet das, dass deine Pflanzen jederzeit in der Lage sein sollten, alle Nährstoffe aufzunehmen und zu behalten, die sie brauchen könnten. Deshalb ist es wichtig, den pH-Wert oft zu testen.  

 

Nährboden Gesunde pH-Werte
In ErdeZwischen 6.0 und 7.0
Hydroponische Systeme, Kokos oder andere erdlose MethodenZwischen 5.5 und 6.5

Diese Tabelle soll dir als Leitfaden dienen, um den gesunden pH-Wert deiner Pflanzen zu beachten.

5. Eine schlechte Ernährung

Lass uns durch eine andere Analogie gehen. Was würde passieren, wenn ein Mensch für den Rest seiner Tage nur Junkfood hätte? A.k.a., Super Size Me Dokumentarfilm

Die Chancen stehen gut, dass diese Person nach ein paar Monaten nicht mehr die gesündeste ist, von den Bluttestergebnisse ganz zu schweigen.

So wie wir Menschen gesunde Früchte und Gemüse in unsere Ernährung aufnehmen müssen, benötigen auch Cannabis-Pflanzen wertvolle Nährstoffe. Eine gesunde Ernährung für Marihuana Pflanzen sollte ausgewogene Mengen folgender Nährstoffe enthalten:

  • Stickstoff;
  • Kalium;
  • Phosphor;
  • Magnesium;
  • Kalzium;
  • Und Schwefel. 

Das bedeutet jedoch nicht, dass du deine Pflanzen in diesen Nährstoffen ertränken solltest, sondern eher, dass du einen planmäßigen Ernährungsplan mit genauen Mengen der einzelnen Nährstoffe erstellen solltest. Wenn du eine Pflanze überfütterst, könnte dies zu einer Nährstoffverbrennung führen, bei der die Blätter anfangen, braun zu werden, oder zu einer Nährstoffaussperrung.

Die meisten Nährstoffe werden mit einer genauen Dosierungsanleitung auf ihren Verpackungen geliefert, wobei sie für unseren Geschmack oftmals zu hoch ausfällt. Fang einfach mit niedrigeren Dosen an, um eine Überfütterung zu vermeiden, und überprüfe nach und nach die Ergebnisse.

6. Falsche Erntezeit

Ein häufiger Fehler unter Anfängern ist es, den richtigen Erntezeitpunkt zu verpassen, sei es durch zu frühes oder zu spätes Ernten.

Vielleicht hast du es geschafft, jeden der oben genannten Fehler zu vermeiden, was großartig ist. Ein großer Fehler jedoch, den du riskierst, wenn du den letzten Schritt erreichst, ist den perfekten Erntezeitpunkt zu verpassen.

 

Is it already harvest time?{caption:Ist es bereits Erntezeit? Sei nicht ungeduldig!

Wenn du deine Pflanzen viel zu früh erntest, wirst du sie beim Erreichen ihres vollen Potenziales auf halbem Weg stoppen. Im Gegensatz dazu könnte eine viel zu späte Ernte deinen schlimmsten Albtraum auslösen: verfaulte Buds

Woran erkennst du also den perfekten Erntezeitpunkt? Zu deinem Glück ist das ganz einfach.

  • Es ist noch zu früh, wenn: alle Trichome eine klare Farbe haben, oder wenn sie noch eine weißliche, getrübte Nuance haben. 
  • Es ist Zeit zu ernten, wenn die meisten Trichome wolkig weiß aussehen, wobei 10-20% von ihnen sich in einen bernsteinfarbenen Farbton verwandeln. 
  • Du hast den Erntezeitpunkt verpasst, wenn: fast alle Trichome sich in eine rot/bernsteinfarbene Farbe verwandelt haben und keine weißen mehr übrig sind. Ein weiteres Zeichen dafür, dass es zu spät ist, ist, dass die Blätter deiner Pflanze gelblich geworden oder verwelkt sind.

Wir empfehlen dir, dir eine LED-Leuchtlupe zu besorgen, um deine Trichome im Auge zu behalten und die Erntezeit festzusetzen. 

7. Es zu öffentlich machen

Okay, wir haben es kapiert, du ziehst deine eigenen Cannabis-Pflanzen, kein Grund, es in die Zeitung zu setzen. Das ist so ein häufiger Fehler unter Anfängern: alle wissen zu lassen, dass sie Gras anbauen. Oh Gott...

Auch wenn du es nur einigen wenigen Leuten erzählt hast, solltest du dich nur Leuten anvertrauen, die dir wirklich nahe stehen. Stell dir vor, du brauchst all die Zeit, um dich um deine Pflanzen zu kümmern, und durch einen dummen Fehler, wie zum Beispiel zuviel darüber zu reden, verlierst du am Ende alles.

"Drei mögen ein Geheimnis bewahren, wenn zwei von ihnen tot sind". - Benjamin Franklin.

Auch wenn wir uns auch wünschen würden, dass Cannabis rund um den Globus vollständig akzeptiert wird, ist dies noch nicht der Fall. Leider ist der Anbau von Cannabis in vielen Ländern immer noch illegal, also je diskreter du bist, desto besser.

 

Keep your weed plantation secret!

Erzähle nicht jedem von deinem Growspace!
 

Es ist ganz einfach. Behalte dein Geschäft einfach für dich, denn du weißt nie, mit wem du es zu tun haben könntest und was sie tun könnten. Auch wenn sich das alles ein bisschen zu paranoid anhört, ist es am besten sicher zu sein, als es später zu bereuen. 

Unterm Strich

Wer hat gesagt, dass es einfach sein muss Gras anzubauen? Und überhaupt wäre das Leben nicht langweilig, wenn alles einfach wäre? 

Es ist nicht so, dass du einen Doktortitel brauchst, um deine Graspflanzen erfolgreich zu ernten. Alles was du brauchst, ist dich zu informieren und ein wenig zu lesen. Es wird dir nicht weh tun, versprochen. 

Wir wünschen dir viel Erfolg als neuer Grower! Wer weiß, vielleicht hast du sogar Anfängerglück.

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