Wie Cannabispflanzen Wasser nutzen und was du wissen solltest
- 1. Transpiration verstehen
- 1. a. Transpiration über das laub
- 1. b. Transpiration über die wurzeln
- 1. c. Was kann schiefgehen?
- 2. Das ideale anzuchtsubstrat für wasserspeicherung
- 3. Die verschiedenen wasserarten im Überblick
- 3. a. Hartes wasser
- 3. b. Weiches wasser
- 4. Umkehrosmose
- 5. Regenwasser
- 6. Top-tipps zum gießen von cannabispflanzen
- 7. Wie oft und in welcher menge solltest du deinen bestand giessen?
- 7. a. Wie erkennst du, wann deine pflanzen durstig sind
- 8. Weitere wichtige komponenten für einen erfolgreichen grow
- 9. Fazit
Wasser ist ein essenzieller Baustein für alle kohlenstoffbasierten Lebensformen auf dem Planeten. Besonders wenn es um Cannabissamen geht, die regelmäßig große Mengen an Nährstofflösung benötigen. Die Disziplin zu haben, deine Pflanzen weder zu über- noch zu unterwässern, ist das eine; zu verstehen, wie und warum Cannabispflanzen eigentlich Wasser nutzen, ist jedoch der Schlüsselfaktor. Im Folgenden erklärt dir Fast Buds alles, was du über Wasser, Transpiration und unsere wichtigsten Tipps wissen musst.
1. Transpiration verstehen
Der beste Weg, sich vorzustellen, wie Transpiration bei Pflanzen funktioniert, ist es mit unserem eigenen Körper zu vergleichen. Wir sind darauf angewiesen, dass Wasser unser Gehirn hydriert, Salz- und Osmosevorgänge ermöglicht, Nieren und andere Organe in Funktion hält und als natürliche Kühlung dient, wenn wir schwitzen.
Stell dir vor, wie auch eine Cannabispflanze auf Wasser angewiesen ist, um ebenso zu funktionieren wie wir. Sie nutzt Wasser, um den Salzhaushalt zu regulieren und Nährstoffe aufzunehmen.
Transpiration über das Laub
Eine Möglichkeit, wie Cannabispflanzen Wasser nutzen, ist über ihre Blätter. Die relative Luftfeuchtigkeit spielt eine Rolle dabei, wie viel Wasser die Pflanzen über ihre Blätter abgeben oder wie viel Feuchtigkeit stattdessen über die Wurzelzone aufgenommen wird.
Transpiration über die Wurzeln
Das Hauptnetzwerk der Cannabispflanze zur Aufnahme von Nährstoffen. Die feinen Wurzelhaare müssen nur in einen sehr dünnen Wasserfilm eindringen, um an verfügbare Nährstoffe zu kommen. Vorausgesetzt, die Luftfeuchtigkeit entspricht den Anforderungen des Lebenszyklus der Pflanze, sollte das Verhältnis von Nährstoffaufnahme zu Transpiration über das Laub perfekt ausgewogen sein.

Das Feuchtigkeitsvolumen, das ein Anzuchtsubstrat halten kann, kann bis zu 18-fache seines Eigengewichts betragen. Dennoch schwankt die Transpirationsrate über das Laub sehr stark. Pflanzen müssen sich – ähnlich wie wir nach anstrengender Bewegung – abkühlen, um Trockenstress in heißen Klimazonen wie dem Mittelmeerraum im Hochsommer oder in schlecht belüfteten Indoor-Gärten auszugleichen.
Was kann schiefgehen?
Wenn die Umgebung für eine Cannabispflanze zu heiß wird und das gesamte Wasser aus der Wurzelzone verbraucht ist, dauert es nicht lange, bis die Pflanzen ihre Vitalität verlieren und an Kraft nachlassen. Das kann eine Reihe von Mangelerscheinungen hervorrufen und das Wachstum sowie die Leistungsfähigkeit deiner Pflanzen erheblich beeinträchtigen.
- E.C-Werte können schwanken
- Pflanzenwachstum kann gehemmt werden
- Mängel treten auf
- Sichtbare Blattschäden
2. Das ideale Anzuchtsubstrat für Wasserspeicherung
Im Anzuchtsubstrat ist ein ausgewogenes Verhältnis zwischen Wasserspeichervermögen und Drainage sehr wichtig. Das Verhältnis und die Art des Substrats, das ein Grower nutzt, bestimmen maßgeblich, wie schnell oder langsam die Transpiration abläuft.
Steinwolle
Steinwolle kann bis zum 18-fachen ihres Eigengewichts an Wasser speichern. Sie ist daher ein hervorragendes Substrat, um in besonders heißen Bereichen – drinnen wie draußen – Wasser zu halten. Häufig wird Steinwolle in Hydrokulturen verwendet, eignet sich aber auch als Zusatz am Topfboden oder in einem Mix aus Kokos, Perlit und Erde.
Kokos
Kokosfaser besteht aus den Fasern von Kokosnussschalen und wird als inertes Anzuchtsubstrat verkauft. Es ist äußerst anwenderfreundlich und pflanzenverträglich mit hervorragender Luftdurchlässigkeit und Wasserspeicherung. Der Anbau von Cannabis in Kokos wird häufig in Hydrokulturen oder als Mischung in lebenden organischen Böden praktiziert.

Vermiculit
Vermiculit ist ein schichtsilikatisches, wasserhaltiges Mineral, das sich bei großer Hitze ausdehnt. Ebenfalls ein inertes Substrat, das sehr leicht ist und das Anzuchtsubstrat gut feucht hält.
3. Die verschiedenen Wasserarten im Überblick
Je nachdem, in welchem Landesteil du wohnst, kann die Wegeführung zur Wasserquelle für deine Indoor- oder Outdoor-Pflanzen unterschiedlich sein. Ebenso die Art der Wasserbeschaffung – aus dem Hahn, einer lokalen Versorgung oder gesammelt als Regenwasser.
Hartes Wasser
Damit ist der mineralreiche Gehalt des Wassers gemeint, das Mineralien aus Gestein herausgelöst hat. Hartes Wasser enthält durch das Durchsickern durch Kreide, Gips und Kalkstein deutlich mehr Mineralien. Diese gehen ins Wasser über, wodurch es reich an folgenden Inhaltsstoffen wird:
- Calcium
- Magnesium
- Magnesiumcarbonat
- Bicarbonate
- Sulfate
Du kannst einen Topf mit hartem Wasser aufkochen und wirst einen weißen, kalkigen Rückstand feststellen. Das ist die einfachste Methode, die Härte deines Wassers zu testen.

Weiches Wasser
Weiches Wasser enthält im Vergleich zu hartem Wasser sehr wenige Mineralien und Ionen. Wie der Name sagt, schmeckt es beim Trinken sehr weich und hinterlässt kaum Nachgeschmack. Es kann ratsam sein, deinem Garten Calcium- und Magnesiumnährstoffe hinzuzufügen, um das Gleichgewicht zwischen Haupt- und Spurenelementen zu erhalten.
- Wenig Magnesium-Ionen
- Wenig Calcium-Ionen
- Cal + Mg-Zusatz erforderlich
4. Umkehrosmose
Eine Methode, um Wasser zu reinigen und dabei Ionen sowie größere Partikel zu entfernen, ist die Umkehrosmose (R/O). Dies ist ein ausgezeichneter Weg, die elektrische Leitfähigkeit (E.C) auf den tiefstmöglichen Wert zu senken und anschließend gezielt Nährstoffe hinzuzufügen. Für Grower, die mit schlechter Wasserqualität kämpfen und auf einen Filterprozess angewiesen sind, ist dies eine perfekte Lösung – für Trinkwasser, äußere Anwendung und vor allem für die Versorgung von Cannabispflanzen und optimale Bedingungen im lebenden Boden.
5. Regenwasser
Leider sind die Zeiten vorbei, in denen man problemlos sauberes und kostenloses Regenwasser sammeln konnte, da das Sammeln in manchen Regionen der Welt mittlerweile eingeschränkt ist. Wenn du aktuell bereits auf Mutter Natur als kostenlose Wasserquelle setzt oder das vorhast, solltest du dir folgende Aspekte genauer anschauen:
- Wenn Regen zu Boden fällt, nimmt er Ionen aus der Luft auf und bindet sie in den Tropfen. Wohnst du in der Nähe einer größeren Stadt, achte darauf, dass Luftverschmutzung das Regenwasser nicht schädigt oder toxisch für Pflanzen bzw. als Trinkwasser unbrauchbar macht.
- Stelle sicher, dass die verwendeten Sammelmaterialien sauber und steril sind. Alte Fallrohre oder ein rostiges Stahlblechdach können mit der Zeit Schadstoffe ins Regenwasser abgeben. Kunststoff-Wellplatten funktionieren sehr gut, aber reinige die Wasserrohre gründlich bevor du Wasser sammelst.

- Es ist wichtig, das gesammelte Regenwasser dunkel und mit hohem Gehalt an gelöstem Sauerstoff und fernab von direkter Sonneneinstrahlung zu lagern. So verhinderst du, dass sich Algen und anaerobe Bakterien bilden.
6. Top-Tipps zum Gießen von Cannabispflanzen
- Pflanzen nah an der Beleuchtung zu gießen und das Licht auszuschalten, kann zu hoher Luftfeuchtigkeit und zu einer Übersättigung des Mediums in der Dunkelphase führen. Es ist sinnvoller, die Pflanzen etwa eine Stunde nach dem Einschalten der Lampen oder zwei Mal täglich in kleinen Intervallen zu bewässern.
- Nutze einen Luftpumpenstein oder eine Pumpe, um das Gießwasser mit Sauerstoff anzureichern. Schädliche Bakterien können in einer sauerstoffreichen Umgebung nicht überleben. Durch Zugabe von Sauerstoff bleibt das Wasser nicht nur frisch, sondern erhöht zugleich auch den pH-Wert.
- Wenn deine Pflanzen mit stehendem Wasser oder Krankheitserregern in Berührung gekommen sind, eignet sich Wasserstoffperoxid hervorragend zur Behandlung. Das zusätzliche Sauerstoffmolekül im H2O2 tötet Krankheitserreger und Infektionen ab.

- Umkehrosmose ist für Grower mit Zugang zu hartem Wasser sehr zu empfehlen. Das Wasser zu filtern und zu reinigen braucht zwar Zeit, doch das Endprodukt ist trinkbar und frei von Schadstoffen.
7. WIE OFT UND IN WELCHER MENGE SOLLTEST DU DEINEN BESTAND GIESSEN?
Die Antwort basiert auf dem Anbau mit Kokos-Substrat, dem empfehlenswertesten Medium für Anfänger. Das ist allerdings eine knifflige Frage, da die Wissenschaft alles andere als eindeutig ist und viele Einflussfaktoren bestimmen, wie oft und wie viel du gießen musst. Nachfolgend ein Überblick über alle Aspekte, die du bei der Frage nach dem richtigen Gießrhythmus beachten solltest.
Das Anzuchtsubstrat
Das gewählte Substrat hat starken Einfluss darauf, wie viel Wasser benötigt wird. Cannabispflanzen gedeihen am besten in sehr luftigen, lockeren und nährstoffreichen Substraten mit optimaler Drainage. Je lockerer und luftiger, desto besser. Wir empfehlen neuen Growern stets eine Kokos-Substratbasis mit Zusätzen wie Perlit oder Vermiculit, um die Drainage und Durchlüftung zu verbessern. Wir bevorzugen zudem Airpots. Falls du nur normale Plastiktöpfe hast, füge zusätzliche Entwässerungslöcher ins Bodenteil und lege Tonkugeln unter das Substrat für optimale Drainage.
Es gibt gute Gründe, warum schnelle und effiziente Drainage wichtig ist. Bleibt das Wasser zu lange im Topf, kann das Wurzelfäule, Nährstoffsperren oder Mängel, Schädlingsbefall und Pilzwachstum begünstigen. Ein verdichtetes, feuchtes Substrat ist auch schwieriger zu spülen, falls Nährstoffprobleme auftreten. Die Faustregel: Das Wasser sollte recht schnell durchs Substrat ablaufen. Innerhalb von 1-2 Minuten nach dem Gießen sollte Wasser durch die Ablauföffnungen laufen. Trocknet das Substrat nach 72 Stunden oder mehr noch nicht vollständig (24 Stunden wären optimal), speichert es zu viel Feuchtigkeit. Teste die Wasserspeicherung deines gewünschten Substrats und passe es vor dem Einpflanzen entsprechend an. Schau dir auch diesen Beitrag für eine ausführliche Anleitung zum Anbau in Kokos an.
Topfgröße
Die Topfgröße beeinflusst das Gießverhalten. Bei photoperiodischen Pflanzen empfiehlt es sich, mit kleinen Töpfen zu starten und die Größe mit dem Wachstum schrittweise zu erhöhen. Bei Autos solltest du sie idealerweise gleich in den endgültigen Topf setzen. Jede Umtopfung verursacht Stress – bei Photoperioden kein Problem, da wir die Wachstumsphase notfalls verlängern können. Automatische Sorten gehen bei jedem Lichtwechsel direkt in die Blüte; hier haben wir keine zusätzliche Wachstumszeit. Für Autos sind 6 bis 15 Liter Topfvolumen empfehlenswert, je nach Anbaustil. Beginne mit vorsichtigem Gießen, auf Drainage brauchst du erst ab etwa Woche 3 zu achten.
Wachstumsstadium
Wie bereits erwähnt, bestimmt die Wachstumsphase direkt, wie viel Wasser benötigt wird. Sehr junge Pflanzen brauchen nur wenig Wasser. Vermeide es, kleine Pflanzen mit kräftigem Strahl zu gießen, da dies Stress oder gar Schäden anrichten kann – nutze lieber einen Sprüher, um das Medium leicht zu befeuchten.
Mit dem Wachstum steigt auch der Wasserbedarf. Ab Woche 3 kannst du das Medium vollständig durchfeuchten, bis Wasser durchläuft. Davor solltest du das Substrat etwa einmal pro Woche durchspülen, um Salzansammlungen zu vermeiden. Später sollten etwa 25 % der Gießflüssigkeit unten aus dem Topf laufen.
Umweltfaktoren und Lichtintensität
Die Lichtintensität, die Luftfeuchtigkeit und die Temperatur deines Growrooms haben großen Einfluss aufs Gießen. Beobachte deine Pflanzen und prüfe täglich das Gewicht der Töpfe – dies solltest du tatsächlich jeden Tag machen.
Wie erkennst du, wann deine Pflanzen durstig sind
Der Gewichtstest ist die einfachste Methode, um festzustellen, wie viel Wasser deine Pflanzen aufgenommen haben. Das wirkt auf Neulinge unpräzise, aber du wirst schnell ein Gefühl für die Gewichte deiner Töpfe entwickeln und so leicht einschätzen, wie feucht das Substrat noch ist. Sehen deine Pflanzen schlapp und hängend aus, könnten Krankheiten, Schädlinge oder einfach Wassermangel schuld sein.
Ein Problem: Auch überwässerte Pflanzen wirken hängend. Ein typisches Zeichen von Überwässerung ist eine sehr dunkle Grünfärbung und ein Einrollen der Blätter nach innen und unten. Gelb oder braun werdende Blattspitzen deuten meist auf zu wenig Wasser hin. Fühlen sich die Blätter knusprig an? Gib der Pflanze Wasser! Alternativ kannst du auch einen Finger etwa 4 cm tief in die Erde stecken. Das zeigt grob den Wasserstand – generell sind jedoch die oben genannten Methoden besser.
8. Weitere wichtige Komponenten für einen erfolgreichen Grow
Das war alles zum Thema Bewässerung und wie du sie steuerst. Aber: Nicht nur Wasser führt zu gesunden Pflanzen – es gibt noch andere kritische Elemente, die für maximales Wachstum und große, dichte Blüten notwendig sind. Für maximales Wachstum und Blütenproduktion solltest du diese Punkte mit einbeziehen. Beim organischen Anbau im Super Soil ist vieles abgedeckt, da dieser alle Nährstoffe für die Pflanzen liefert. Bei einer hydroponischen Anlage oder Kokos als Hauptmedium musst du auf die Ernährung deiner Pflanzen besonders achten.
Und es geht nicht nur um Wasser und Nährstoffe! Viele weitere Elemente, wie auch Umweltkontrolle, sind bei der Growraum-Planung zu bedenken. Beleuchtung, Temperatur, Luftfeuchtigkeit und Lüftung sind ebenfalls entscheidende Faktoren für einen erfolgreichen Grow. Werfen wir einen kurzen Blick darauf und erklären warum sie wichtig sind.
Nährstoffe
Cannabispflanzen brauchen ein ausgewogenes Maß an Makro-, Sekundär- und Mikronährstoffen, um zu gedeihen und große, dichte Blüten zu entwickeln. Die Hauptnährstoffe sind Stickstoff (N), Phosphor (P) und Kalium (K). Dies sind die wichtigsten Nährstoffe, sie werden in der größten Menge benötigt – doch auch andere Nährstoffe sind entscheidend. Zu den wichtigen sekundären Nährstoffen zählen Magnesium (Mg), Calcium (Ca) und Schwefel (S). Die Mikronährstoffe umfassen Bor (B), Mangan (Mn), Zink (Zn), Kupfer (Cu), Eisen (Fe) und Molybdän (Mo). Gute Düngemittel enthalten eine ausgewogene Mischung aller dieser Stoffe – prüfe aber immer das Etikett!
Sauerstoff und CO2
Das klingt selbstverständlich, aber wie alle Lebewesen auf diesem blauen Planeten brauchen Cannabispflanzen Zugang zu Sauerstoff und Kohlendioxid. Sauerstoff ist für die Stoffwechselprozesse der Pflanzen notwendig, CO2 wird für die Photosynthese gebraucht.

Beide sind ein wichtiger Teil des Lebenszyklus der Cannabispflanze, daher solltest du für gesunde Werte im Growraum und in der Wurzelzone sorgen.
Temperatur
Cannabis bevorzugt Temperaturen von 20–25°C (68–77°F). Zu hohe Temperaturen schwächen die Pflanzen, zu niedrige hemmen das Wachstum komplett. Outdoor ist die Temperaturkontrolle schwierig, ein Gewächshaus gibt dir mehr Möglichkeiten und Kontrolle für einen gleichmäßigen Temperaturbereich.
Luftfeuchtigkeit
Luftfeuchtigkeit ist ein weiterer wichtiger Faktor. Das ideale Maß ändert sich je nach Entwicklungsstadium, liegt aber meist zwischen 40-60 %. Keimende Samen und Keimlinge mögen es näher bei 70 %. Ist die vegetative Phase voll angelaufen, sollte sie auf 50–60 % gesenkt werden. Nach Woche 4 der Blüte ist 40–50 % ideal.
Beleuchtung
Licht ist entscheidend. Das richtige Licht entscheidet über Erfolg oder Misserfolg deines Grows und es gibt zahlreiche Lampenoptionen. Seit 2023 gibt es jedoch eigentlich nur noch eine sinnvolle Variante: Früher waren HID-Lampen die Standardausstattung im Indoor-Anbau. Dank LED-Technologie sind diese mittlerweile überholt. LEDs sind heute die erste Wahl für Indoor-Grower, weil sie:
- weniger Strom verbrauchen – sie benötigen weniger als die Hälfte der Energie von HID-Lampen.
- eine hohe Effizienz haben – sie liefern mehr nutzbares Licht pro Watt, sind kompakter als HID-Modelle.
- niedrige Betriebstemperaturen – sie werden weniger heiß und man braucht weniger Lüftung oder Kühlung.
- lange Lebensdauer – sie halten wesentlich länger als herkömmliche Leuchtmittel.
- das volle Spektrum natürlichen Lichts bieten – anders als HID-Lampen decken sie das gesamte Lichtspektrum ab, du kannst den Farbbereich flexibel wählen oder das volle natürliche Lichtspektrum nutzen.
Setze immer auf ein vollspektrales, Quantum-Board LED-Panel. Wenn du dir diese Option nicht leisten kannst, spare weiter – so einfach ist das. Diese LEDs sind der Konkurrenz, entschuldige das Wortspiel, Lichtjahre voraus.
Lüftung und Luftaustausch
Eine gute Belüftung und Luftaustausch halten deinen Growraum kühl und versorgen die Pflanzen mit frischem CO2. Ohne ausreichend Luftaustausch steigen Temperatur, CO2 sinkt und Schimmel kann entstehen. Investiere in Lüftungssysteme mit Inline-Lüftern, Rohren und oszillierenden Ventilatoren für frische Luft in der Krone.
Kohlefilter sind ebenfalls wichtig, um die Luftqualität zu erhalten und die intensiven, typischen Gerüche einzufangen. Diskretion ist wichtig - auch wenn Cannabis-Anbau lokal erlaubt ist.
9. Fazit
Beim Gießen von Cannabispflanzen gibt es viele Faktoren zu beachten: den Entwicklungsstand, Topfgröße, Substrat, Lichtintensität, Luftzufuhr, Temperatur und Feuchtigkeit – aber ebenso die Genetik und das Erfahrungsniveau des Growers. Zu wissen, wie viel Wasser und Nährstofflösung die Pflanzen brauchen, macht einen großen Unterschied im Endertrag und der Qualität der Ernte. Viel Erfolg beim Finden der perfekten Balance und beim Anbau von erstklassigen Blüten!
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