Was ist Micro Growing Cannabis?

Wenn du Cannabis auf einem kleinem Raum ernten möchtest, ist Micro Growing genau das Richtige für dich!
22 August 2020
6 min read
Was ist Micro Growing Cannabis?

Inhalt:
  • 1. Anbaubedingungen für cannabis
  • 2. Auswahl des strains
  • 3. Ausbildung von pflanzen
  • 4. Zum schluss

Der eigene Cannabisanbau hat sehr an Popularität gewonnen. Leute, die keine qualitativ hochwertiges Cannabis finden können oder nicht mit Dealern handeln wollen, fangen an, ihr eigenes Cannabis anzubauen. Auch wenn es super hart und teuer erscheinen mag, muss es überhaupt nicht hart sein, eine eigene Anbaufläche zu haben - du kannst wie ein Profi Indoor anbauen, auch in kleineren Räumen.

Ein Micro Cannabis Grow besteht darin, ein Grow-Zelt zu verkleinern, der einzige Unterschied ist der verfügbare Platz. Dadurch entsteht ein voll funktionsfähiger Indoor-Growraum, der in einen kleinen Schrank, eine selbstgemachte Growbox oder sogar in noch kleinere Räume wie ein Computergehäuse oder einen Schrank passt.

 

1. Anbaubedingungen für Cannabis 

Genau wie in allen anderen Wachstumsgebilden musst du für eine gute Umgebung sorgen, in der deine Pflanzen wachsen können. Das kann bei kleinen Räumen etwas schwierig sein, aber es ist nicht unmöglich.

Damit deine Pflanzen richtig wachsen können, musst du eine relative Luftfeuchtigkeit zwischen 50-60%, eine Temperatur zwischen 18-25°C und 18 Stunden Licht für Auto-Strains und phozoperiodische Strains in der vegetativen Phase und 12 Stunden für photoperiodische Strains in der Blütephase zur Verfügung stellen. 

 Micro Growing Cannabis: ideal environment

Ideale Umgebung für Cannabis.
 

Obwohl der Growraum kleiner ist, muss er alles haben, was ein normal großer Growraum hat, also musst du nicht zu viel ausgeben, aber du brauchst die Grundlagen.

Unterschiede 

Es gibt keinen großen Unterschied, wenn man auf kleinem Raum anbaut - klar ist man durch den zur Verfügung stehenden Platz begrenzt, also muss man die Genetik weise wählen und Trainingstechniken anwenden, aber ansonsten ist es im Grunde das Gleiche.

Die Herausforderung beim Mikro-Growen von Cannabis ist es, eine gute Wachstumsumgebung für deine Pflanzen zu schaffen und aufrechtzuerhalten. Dies kann schwierig sein, wenn du auf kleinem Raum anbaust, aber es ist nicht unmöglich - du wirst es wahrscheinlich nicht gleich beim ersten Mal richtig hinbekommen, aber nach kleinen Anpassungen wird es wie Zauberei funktionieren.

3. Die wichtigste Anforderungen 

Die benötigte Menge all dieser Elemente ist entscheidend, wenn ihr eine erfolgreiche Ernte haben wollt. Ihr müsst nicht zu viel ausgeben oder super teure Ausrüstung kaufen, aber denkt daran, dass ihr beim Indoor-Anbau dafür verantwortlich seid, die Umgebung zu kontrollieren, in der eure Pflanze wächst, also sind diese Dinge obligatorisch.

Micro Growing Setups sind in der Regel selbstgemacht, es spielt keine Rolle, welches Material oder welche Größe die Growbox hat, solange du alles zur Verfügung stellst, was deine Pflanze braucht, und das sind: 

Licht

Licht ist ein Schlüsselelement für das Wachstum von Pflanzen. Natürlich brauchst du keine hochintensiven Leuchtkörper, aber du musst die entsprechende Lichtmenge zur Verfügung stellen, damit sich deine Pflanzen entwickeln können.

 

 Micro Growing Cannabis: light fixture

Licht ist lebenswichtig für das Wachstum von Cannabis.
 

Man kann Cannabis nicht ohne Licht wachsen lassen, das ist eine Tatsache. Es spielt keine Rolle, welche Art von Licht du verwendest, entweder eine LED oder eine Glühbirne. Glühbirnen strahlen zwar Wärme ab, können sich aber in der Nähe der Pflanzen befinden, während LEDs nicht viel Wärme abgeben, können aber deine Pflanzen ausbleichen, wenn sie zu nahe an den Pflanzen stehen, so dass du dich je nach Wachstumsraum für das eine oder andere entscheiden musst.

 

 

Wegen des beschränkten Platzes wirst du nicht viele Pflanzen haben, also kannst du auch Leuchtstoffröhren und CFLs verwenden - aber denk daran, mindestens 400W/m² zur Verfügung zu stellen und bedenke, dass du bei der Verwendung von Glühbirnen weißes Licht in der vegetativen Phase und gelbes Licht verwenden musst. Fast alle LEDs haben das volle Spektrum, so dass du dir darüber keine Sorgen machen musst, wenn du LED-Leuchten verwendest.

Es ist wichtig, dass du ein breites Lichtspektrum zur Verfügung stellst, wenn du dichte Buds bekommen möchtest, also sei besonders vorsichtig, bevor du die Lampen kaufst. 

Belüftung und Luftaustausch

Wie oben erwähnt, brauchen Pflanzen CO2 für die Photosynthese. In der Luft, die wir atmen, befinden sich etwa 400PPM Kohlendioxid, so dass es nicht notwendig ist, mehr als das, was bereits vorhanden ist, zur Verfügung zu stellen, aber du brauchst einen Weg, um Luft auszutauschen. 

Ein Ventilator hilft beim Luftaustausch und hilft deiner Pflanze auch, den Stamm und die Zweige zu stärken.
 

Da der Platz begrenzt ist, du keinen Abluftventilator brauchst und auch nicht einbauen kannst, erreichst du das, indem du einfach die Tür offen lässt oder ein paar Löcher für die natürliche Zirkulation der Luft setzt - so vermeidest du Probleme.

Wenn du nicht dafür sorgst, dass die Luft mehrmals am Tag ausgetauscht wird, können deine Pflanzen nicht richtig wachsen, weil sie CO2 für die Photosynthese benötigen.

Außerdem brauchst du einen kleinen Ventilator, um die Luft zirkulieren zu lassen. Das hilft nicht nur beim Luftaustausch, sondern beugt auch Ungeziefer vor und macht die Zweige und den Stamm deiner Pflanze stärker. 

Nährstoffe

Pflanzen brauchen Makro- und Mikronährstoffe, um richtig wachsen zu können. Wenn das Medium steril ist und du deine Pflanzen nicht fütterst, fangen sie an Nährstoffmangel zu zeigen und können überhaupt nicht mehr wachsen. 

 Micro Growing Cannabis: nutrients

BubbleGum Auto von unserem Grower WelshGrower auf Grow Diaries.

Da die Töpfe normalerweise kleiner sind und eine geringere Menge Erde (oder den Nährboden deiner Wahl) enthalten, musst du öfter gießen und vielleicht die Nährstoffdosis, die du geben würdest, einmal durch zwei oder drei teilen. Das wird deiner Pflanze helfen, es leichter aufzunehmen, weil das Medium nur eine begrenzte Menge Wasser aufnehmen kann.

Bedenke, dass du photoperiodische Strains growen kannst, aber du kannst dabei Schwierigkeiten bekommen, ihre Höhe zu kontrollieren. Wenn du also ein Anfänger Grower bist, ist es besser, mit Pflanzen zu beginnen, die automatisch blühen, damit du nicht riskierst, ohne Ernte zu enden.

Geeignete Topfgröße

Wie du vielleicht weißt, ist die Größe einer Pflanze ein Spiegelbild der Größe der Wurzeln. Daher ist es notwendig, kleinere Töpfe zu verwenden, da der Topf kleiner ist und weniger Nährboden hat, musst du häufiger gießen und füttern. 

 Micro Growing Cannabis: pot size

Die Pflanze ist ein Spiegelbild der Wurzeln, so dass durch die Aufbewahrung in kleinen Töpfen ihre Größe reduziert wird.
 

Auch wenn die Größe von Strain zu Strain variiert, kann dir diese Tabelle helfen, dir eine ungefähre Vorstellung von den Pflanzengrößen für kleinere Töpfe zu geben: 

Größe der Töpfe

Höhe der Pflanzen

1/2 L

13cm

3L

24cm

5L

60cm

Ungefähre Pflanzenhöhe nach Topfgröße. 

Dadurch bleiben auch die Äste kürzer, können aber je nach Strain viele Äste entwickeln, die du bei Bedarf mit Pflanzentrainingstechniken kontrollieren musst. 

4. Auswahl des Strains

Wegen des begrenzten Platzes müsst ihr die richtige Genetik wählen, damit ihr kein Problem weiter im Wachstumszyklus eurer Pflanzen habt.

Bei dieser Art des Set-Ups sind Autoflowering-Strains ideal, obwohl einige Strains höher wachsen als andere - deshalb müsst ihr vorsichtig sein und auf die Informationen achten, die die Züchter geben.

Wenn dein Anbauraum zum Beispiel hoch und schmal ist, wirst du mit Sativa-dominanten Strains besser zurechtkommen, Sativas wachsen hoch und dünn und sind besser für diese Art von Anbauraum geeignet, während Indica-dominante Pflanzen kurz und buschig wachsen und sich besser für kürzere und relativ breite Anbauräume eignen. 

5. Ausbildung von Pflanzen

Wenn man Cannabis auf begrenztem Raum anbaut, ist das Runterbinden von Pflanzen unerlässlich. Es gibt viele Techniken für das Runterbinden der Pflanzen, mit denen du nicht nur die Größe deiner Pflanze kontrollieren und die Überdachung ausgleichen kannst, sondern auch die Erträge verbessern kannst.

Auf kleinen Anbauflächen gibt es eine Reihe von Anbautechniken, die empfohlen werden:

  

 Micro Growing Cannabis: plant training

Indem das Kronendach geöffnet wird, strömt mehr Luft in die Buds und das Licht kann tiefer eindringen.
 

Äste festbinden

Die Methode des Anbindens ist ziemlich einfach, aber du wirst nicht mehr als 2-3 Pflanzen auf begrenztem Raum wachsen lassen können, denn das Anbinden der Triebe ermöglicht es dir, die Höhe zu kontrollieren, indem du deine Pflanze darauf trainierst, zur Seite zu wachsen.

Du kannst auch stark beanspruchende Techniken wie Topping or Fimming anwenden, aber um diese Techniken effektiv durchzuführen, brauchst du ein wenig Erfahrung. HST-Techniken sind nicht mit Autoflowering-Strains zu empfehlen, können aber bei photoperiodischem Cannabis verwendet werden, also musst du wissen, was du tust, damit du deine Ernte nicht riskierst.

Durch die Wahl der besser geeigneten Strains für den Platz, der dir zur Verfügung steht, wirst du kein Problem haben - und wenn sie etwas mehr wächst, als du erwartet hast, kannst du jede geplante Technik anwenden, die du für geeignet hältst. 

Scrog

“Screen of green” (aka Scrog) besteht darin, ein Spaliernetz über deinen Pflanzen zu haben, das dir nicht nur erlaubt, die Höhe zu kontrollieren, sondern auch die Äste zu öffnen, so dass deine Pflanzen mehr Luft in den Buds haben und das Licht auch tiefer eindringen kann.

Sog

“A sea of green” (aka Sog) ist die am besten geeignete Technik für diese Art des Cannabisanbaus. Sie besteht darin, viele Pflanzen zu haben, die klein wachsen zu lassen und dabei nicht zu viel zu produzieren, was sich aber nach der Ernte aller Pflanzen rechnen wird.

Die Methode, mit der du Pflanzen trainierst, hängt vom Platz ab, den du zur Verfügung hast. Denk daran, dass du nicht nur eine benutzen musst, du kannst (zum Beispiel) die Scrog-Methode mit der LST-Training kombinieren, um die gewünschte Höhe und Struktur zu erreichen.

6. Zum Schluss

Du kannst Cannabis in jedem Raum anbauen, solange du die Grundelemente, die eine Pflanze braucht, zur Verfügung stellst, egal ob es sich um einen riesigen oder winzigen Anbauraum handelt.

Wenn du Erfahrung mit dieser Art des Anbaus hast, kannst du deine Tipps und Tricks gerne im Kommentarfeld unten weitergeben!

22 August 2020
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