Wie baue ich Marihuana zu Hause an? Ultimativer Guide 2022
- 1. Rechtliche lage: kenne die regeln
- 2. Der grow-raum: indoor vs outdoor cannabis anbau
- 3. Vor dem pflanzen: substratwahl
- 4. Pflege deiner pflanzen: lichtzyklen, klimabedingungen und nährstoffe
- 5. Für größere buds und bessere ernten: pflanzentraining
- 6. Erntezeit für deine pflanzen
- 7. Welche strains kann ich anbauen? (autoflower vs photoperioden) – fazit
Wenn du schon einmal Marihuana konsumiert hast, hast du vermutlich verschiedene Cannabis-Qualitäten zu dir genommen, und genau das ist wahrscheinlich der Hauptgrund, warum der Anbau von eigenen Cannabis-Samen die beste Option für die meisten Cannabis-Konsumenten ist. Genauso wie bei Gemüse gilt: Je frischer, desto besser der Geschmack – das Gleiche gilt für Marihuana. Wenn du selbst anbaust, kannst du jederzeit frisches Weed mit verschiedensten Geschmacksrichtungen, Wirkungen und Cannabinoid-Konzentrationen zu Hause genießen, so frisch wie nur möglich. Wenn du also Tipps für den Eigenanbau suchst und alles wissen möchtest, was Anfänger beim selbst Weed anbauen zu Hause wissen sollten, dann lies weiter!
1. Rechtliche Lage: Kenne die Regeln
Das erste, was du machen solltest, ist, dich über die Gesetze in deinem Bundesland zu informieren und alle notwendigen Infos zu sammeln (was du darfst, was du beachten solltest) und was verboten ist. Also im Grunde: Wie viele Marihuana-Pflanzen darfst du zu Hause anbauen? Ist die Info online nicht zu finden, wende dich an dein örtliches Rathaus. Frage alles, was du wissen willst, bevor du anfängst zu pflanzen.

Beispielsweise dürfen in Kalifornien Freizeitnutzer ab 21 Jahren bis zu 6 Marihuana-Pflanzen halten, während medizinische Patienten bis zu 18 Pflanzen für den Eigenbedarf besitzen dürfen. Einzige Ausnahme: Schon eine Pflanze über dem Maximum kann strafrechtlich verfolgt werden. Wenn du also vorhast, Weed-Samen zu Hause anzubauen, halte dich an das Pflanzlimit und informiere dich vorsichtshalber, wie viel Weed du legal anbauen darfst!
2. Der Grow-Raum: Indoor vs Outdoor Cannabis Anbau
Nachdem du weißt, was beim Eigenanbau von Marihuana erlaubt und verboten ist, kannst du mit der Planung deines ersten Grow-Zyklus starten. Es gibt jede Menge Informationen und einiges zu beachten, bevor du loslegst, also fangen wir ganz vorne an: Indoor vs Outdoor Marihuana-Anbau.
Cannabis Indoor anbauen
Indoor-Anbau bedeutet, dass du Marihuana zu Hause in einem Grow-Zelt anbaust. Beim Indoor-Anbau kommen Basiskosten auf dich zu, weil du etwas Technik benötigst, damit deine Pflanzen überleben, beispielsweise:
- Grow-Zelt;
- Beleuchtung;
- Oszillierender Ventilator und
- Zeitschaltuhr.
Denke daran: Deinen Grow-Bereich kannst du jederzeit aufrüsten, etwa mit einem Aktivkohlefilter und Abluftventilator. Und du musst nicht zwingend ein Grow-Zelt kaufen – du kannst auch dein eigenes bauen, solange du die obige Grundausstattung beherzigst.

Indoor-Growing braucht Zeit, Geld und etwas Know-how, ermöglicht dir dafür aber, ganzjährig anzubauen, unabhängig vom Wetter und anderen Faktoren, die den Outdoor-Grow erschweren können. Trotz der höheren Anfangsinvestition hast du fast vollständige Kontrolle über das Klima. Das macht das gesamte Prozedere leichter und erhöht deine Erfolgschancen enorm. Die Kontrolle der Temperatur durch Ventilatoren und Klimageräte sorgt dafür, dass deine Pflanzen nicht unter extremen Hitzeperioden oder Trockenheit leiden. Außerdem kannst du die Luftfeuchtigkeit optimal steuern: Feuchter in der Wachstumsphase, weniger feucht während der Blüte (hohe Feuchte begünstigt Schimmel in der Blüte). Das gilt für alle weiteren Variablen – von Licht bis Nährstoffe. Darüber hinaus sind deine Pflanzen deutlich besser vor Schädlingen und Krankheiten geschützt – zwei Faktoren, die unbehandelt ganze Pflanzen vernichten können.
Cannabis Outdoor anbauen
Anders als drinnen bedeutet Outdoor-Anbau, dass du im Freien anbaust – das ist wahrscheinlich die einfachste Methode für den Marihuana-Anbau zu Hause. Es ist keine Technik nötig, weil die Natur alles stellt, was deine Pflanzen brauchen (du kannst also auch ohne Beleuchtung drinnen anbauen), die Kosten sind also viel geringer als beim Indoor-Anbau.

Allerdings kannst du damit nicht ganzjährig anbauen, weil die Jahreszeiten bestimmen, wann das möglich ist. Starte deswegen zum optimalen Zeitpunkt und schütze bei Regen, Wind, Schnee etc. deine Pflanzen. Wer weiter nördlich lebt, kann draußen meistens nur in einer sehr begrenzten Anbausaison anbauen. Verschiedene Faktoren können diese „Window of Opportunity“ aber erweitern – etwa indem du drinnen vorziehst oder Gewächshäuser, Folienzelte oder andere spezielle Abdeckungen nutzt. Entscheide dich immer für Sorten (Genetik), die zu deiner Umgebung passen; eine kurze Lebensdauer und Kälteresistenz sind klare Vorteile.
Trotz der offensichtlichen Herausforderungen bringt Outdoor-Growing ebenso viele Vorteile mit sich. Mehr Platz über und unter der Erde gibt deinen Pflanzen alles, was sie brauchen, um ihr genetisches Potential voll zu entfalten. Außerdem ist der heimische Boden bereits voller nützlicher Mikroorganismen, was Gesundheit und Wachstum unterstützt – komplexe Bodenvorbereitung entfällt weitgehend.
3. Vor dem Pflanzen: Substratwahl
Jetzt, wo du die Unterschiede zwischen Indoor- und Outdoor-Anbau kennst, sprechen wir über die Methoden, wie du zu Hause Weed anbaust – also wo du deine Samen pflanzen wirst, nachdem sie gekeimt haben.
Erde
Der Anbau in Erde ist wohl der einfachste Weg, zu Hause Cannabis zu ziehen, und ziemlich unkompliziert. Du gehst einfach zum Growshop deines Vertrauens, holst einen Sack gute Bio-Erde und steckst die Samen rein.
Vorteile
- Günstiger
- Für Anfänger empfehlenswert
- Sorgt meist für besseren Geschmack
Nachteile
- Organisches Material lockt Insekten an
- Anfällig für Krankheiten

Coco
Coco-Kokosfasern werden in den letzten Jahren immer beliebter. Coco-Faser wird meist mit Perlit gemischt und liegt zwischen Erde und Hydro, bietet aber bessere Drainage und mehr Sauerstoff an den Wurzeln.
Vorteile
- Größere Pflanzen in kleineren Töpfen
- Beugt Überwässerung vor
- Wiederverwendbar
Nachteile
- Ernährung von Anfang an nötig
- pH muss überwacht und angepasst werden
- Muss häufiger gegossen werden
Hydro
Hydroponik meint den Anbau ohne Erde, das heißt: Die Wurzeln wachsen direkt in der Nährlösung oder einem neutralen Medium wie Coco oder Steinwolle. Hydro sorgt für sehr hohe Erträge, aber dieses System muss ständig überwacht werden – empfohlen für erfahrene Grower.

Vorteile
- Höhere Erträge auf kleinerem Raum
- Weniger Schädlinge
- Genauere Kontrolle bei der Düngegabe
Nachteile
- Teurer als andere Methoden
- Know-how und Umgang mit Equipment nötig
- Abhängig vom Strom – ein Stromausfall kann deine Ernte ruinieren
4. Pflege deiner Pflanzen: Lichtzyklen, Klimabedingungen und Nährstoffe
Egal, auf welches Substrat du dich festlegst, du musst deine Pflanzen gut pflegen, um eine erfolgreiche Ernte einzufahren. Dazu gehört das richtige Anbauklima: Temperatur, Luftfeuchtigkeit, Lichtzyklen und Nährstoffversorgung.
Optimale Bedingungen
Es gibt unterschiedliche Cannabis-Pflanzen (wie Autoflower und Photoperioden), die teils andere Nährstoffbedürfnisse oder abweichende Lichtzyklen haben, dennoch gelten für alle ähnliche Grundbedingungen. Willst du glückliche, gesunde Pflanzen, halte dich an das Folgende:
| Optimale Bedingungen für Cannabispflanzen | ||
|---|---|---|
| Pflanzenphase | Temperatur | Luftfeuchtigkeit |
| Keimlinge | 20 - 25 °C | 65 - 70% |
| Wachstumsphase | 22 - 28 °C | 40 - 70% (wöchentlich 5% senken) |
| Vorblüte / Blüte | 20 - 26 °C | 40 - 50% |
| Letzte 2 Wochen der Blüte | 18 - 24 °C | 30 - 40% |
Lichtzyklen
Es gibt verschiedene Arten von Lampen, die du verwenden kannst, wenn du eine Cannabis-Pflanze daheim anbaust. Alle erfüllen ihren Zweck, solange sie für deine Pflanzenanzahl stark genug sind. Ob du nun unter LED, HPS, MH oder HID growst: Hauptsache, du stellst den richtigen Lichtzyklus sicher.
Neben Temperatur und Luftfeuchtigkeit zählt auch die richtige Beleuchtungsdauer pro Phase. Für Photoperioden empfiehlt sich im Wachstum ein 18/6-Lichtzyklus, während der Blüte 12/12.

Bei Autoflower sieht das anders aus, sie blühen automatisch, ohne dass du den Lichtzyklus ändern musst. Das bedeutet: 18/6, 20/4 oder sogar 24/0 von Anfang bis Ernte ist möglich.
Organische vs. Mineraldünger
Alle Dünger liefern die gleichen Makro- und Mikronährstoffe, die je nach Anbaumethode besser in organischer oder mineralischer Form gewählt werden: Bei Erde/Substraten empfiehlt sich organischer Dünger. Bei Coco kannst du beides nehmen (Bio oder Mineral), bei Hydro sollte der Dünger auf Hydro ausgelegt und 100 % wasserlöslich sein.
Düngepläne
Für Photoperioden kannst du die Empfehlungen des Herstellers befolgen, wobei du je nach Anbaubedingungen und Sorte etwas mehr oder weniger brauchen könntest. Die meisten Produkte sind auf Photoperioden abgestimmt, bei Autoflower einfach die Herstellerangaben nutzen – aber immer die Düngermenge anhand folgender Empfehlungen anpassen:
| Pflanzenphase | Nährstoffmenge | Pflanzenphase | Nährstoffmenge | ||
|---|---|---|---|---|---|
| Woche 0 | Keimung | Wasser ohne Zusätze | Woche 5 | Vorblüte | ¼ Grow + ⅛ Bloom |
| Woche 1 | Keimling | Wasser ohne Zusätze | Woche 6 | Blüte | ¼ Bloom |
| Woche 2 | Wachstum | ⅛ Grow | Woche 7 | Blüte | ½ Bloom |
| Woche 3 | Wachstum | ¼ Grow | Woche 8 | Blüte | ½ Bloom |
| Woche 4 | Wachstum | ¼ bis ½ Grow | Woche 9 | Blüte | ⅛ Bloom |
Denk daran: Wenn du auf vorgedüngter Erde growst, beginnst du erst in Woche 3-4 mit zusätzlicher Düngung. Bei Mineraldünger empfiehlt es sich, vor der Ernte spülen (2 Wochen nur mit Wasser) – das sorgt für besseren Geschmack und Aroma deines Endprodukts.
5. Für größere Buds und bessere Ernten: Pflanzentraining
Bis hierhin bist du auf dem Weg zu einer Top-Ernte, Optimierung ist aber immer möglich. Wer größere Buds und mehr Ertrag will, nutzt verschiedene Trainingstechniken (wie z. B. High- und Low-Stress-Training). Diese Methoden sorgen für bessere Lichtdurchdringung, was dichtere Buds und höhere Ernten bringt – und helfen, „Popcorn Buds“ (zu kleine Buds) zu vermeiden.
Low-Stress Training (LST)
Für Anfänger empfiehlt es sich, mit einfachen Methoden zu starten. Probiere daher schonende Trainingsmethoden wie:
- Scrogging;
- Sea of Green;
- und die Tie-Down-Methode.

Greife erst später zu aggressiveren Methoden. Die schonenden Methoden erzielen das gleiche Ziel wie HST-Techniken, belasten deine Pflanze aber weniger.
High-Stress Training (HST)
Wer schon Erfahrung hat und fortgeschrittene Methoden will, kann aus mehreren High-Stress-Techniken wählen; am beliebtesten sind Topping / Fimming und Super Cropping. Beide Techniken greifen in das Wachstum während der vegetativen Phase ein.
5. Erntezeit für deine Pflanzen
Sobald die Buds reif sind, ist Ernte angesagt. Um zu wissen, wann es soweit ist, gibt es einige Punkte zu beachten.
Wann ist der richtige Zeitpunkt zur Ernte?
Wenn du meinst, deine Pflanzen sind bereit, achte auf:
- Farbe der Stigmen (Blütenhärchen);
- Dichte der Buds;
- Zustand der Trichome.
Stand bzw. Farbe der Trichome ist der Standard-Indikator für den idealen Erntezeitpunkt – die Farbe der Stigmen und Größe der Kelchblätter hilft als Orientierung, aber final zählt der Zustand der Trichome.

Die Trichomfarben zeigen außerdem die zu erwartende Wirkung. Nutze eine Lupe, Juwelierglas oder Makromodus deines Handys und achte auf folgende Farben:
- Klare Trichome – noch nicht ausgereift;
- Milchige Trichome – stärker psychoaktive Wirkung;
- Bernsteinfarbene Trichome – ausgeprägter körperlicher Effekt.
Buds trocknen und curen
Sind die Trichome im richtigen Stadium, kannst du die Pflanze fällen. Aber: Die Buds werden noch nicht geraucht – sie müssen erst getrocknet und gecured werden!
Trockne dein Weed, indem du die Pflanzen kopfüber im Growzelt oder Kleiderschrank aufhängst und 7 bis 15 Tage wartest. Nach dieser Zeit sind sie meist bereit fürs Curing. Beachte: Die Trockenphase beeinflusst Geschmack und Geruch deiner Buds – halte ca. 20 °C und 60% rel. Feuchte ein.

Nach dem Trocknen startet das Curing: Gib die Buds in ein Einmachglas, öffne 1-2 Wochen lang täglich den Deckel (1-2x), und wenn das Curing abgeschlossen ist, kannst du deine Blüten genießen.
6. Welche Strains kann ich anbauen? (Autoflower vs Photoperioden) – Fazit
Jetzt weißt du, wie du zu Hause Weed vom Samen bis zur Ernte anbaust. Jetzt kommt die Wahl des Strains. Für den Eigenbedarf empfehlen sich zwei Arten feminisierter Samen: Photoperioden und Autoflower.
Beachte: Es gibt auch reguläre Photoperioden und Autoflower, diese Samen können aber männliche Pflanzen hervorbringen – das willst du als Hobbygrower normalerweise nicht.
Grundsätzlich gilt beim Anbau: Beide Sorten bringen Weed, unterscheiden sich aber! Photoperiodische Samen benötigen einen 12/12-Lichtzyklus für die Blüte und müssen draußen zu bestimmten Jahreszeiten gepflanzt werden oder drinnen mit Lichtumstellung. Photoperioden werden außerdem sehr groß (150 bis 300 cm+) und brauchen meist 16+ Wochen von Samen bis Ernte.

Autoflower hingegen blühen – wie der Name schon sagt – automatisch, das heißt, sie können draußen zu jeder Jahreszeit angebaut werden, unabhängig von Lichtzyklen oder drinnen unter konstantem Licht. Autoflowering Strains bleiben vergleichsweise klein (60-150 cm) und brauchen nur 8-10 Wochen von Samen bis Ernte. Wenn du auf der Suche nach dem schnellsten Weg zu kleinen Pflanzen daheim bist, sind Autos die richtige Wahl.
Für den Einstieg eignen sich einfache Autoflower mit leckerem Aroma, wie z. B. unsere Orange Sherbet Auto.
Du kennst jetzt alle Schritte vom Samen bis zur Ernte. Jetzt musst du nur noch den passenden Strain wählen und loslegen!
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