Pineapple Chunk Cannabis-Strain: Woche-für-Woche-Anleitung
- 1. Anbauspezifikationen
- 2. Grow-setup
- 3. Keimung und sämlingsphase | woche 1
- 4. Frühe vegi-phase | woche 2–4
- 5. Mittlere und späte vegi | woche 5–9
- 6. Übergang (vorblüte) | woche 10–11
- 7. Frühe blüte | woche 12–13
- 8. Mittlere blüte (bulking-phase) | woche 14–16
- 9. Reife und ernte | woche 17–18
- 10. Ertrag und rauchbericht
- 11. Fazit
Pineapple Chunk gehört zu den absoluten Favoriten im Sortiment der Barney’s Farm Cannabissamen-Bank. Der Name der Sorte beschreibt diese Genetik perfekt – sie produziert massive, schwere Colas mit einem unglaublichen Aroma: scharf und käsig mit einer deutlichen fruchtigen Süße. Der Geschmack des Rauchs ist köstlich erdig und hinterlässt einen Nachgeschmack von reifer Ananas. Die Wirkung dieser überwiegend Indica-Sorte ist ein starkes Körper-High mit zerebraler Anregung und sanfter Euphorie.
Pineapple Chunk ist auch sonst eine außergewöhnliche Sorte, wie du in diesem Woche-für-Woche-Growguide selbst sehen kannst. Sie ist anfangs ein wenig langsam, aber wenn sie erstmal in Fahrt kommt, ist sie nicht mehr zu stoppen, verträgt jede Art von Stress und liefert eine reiche Ernte von Premium-Buds.
1. Anbauspezifikationen
Pineapple Chunk ist zu 80% Indica, sodass sie nicht sehr hoch wächst und eine angenehme Größe von 90–100 cm (ca. 3 Fuß) sowohl drinnen als auch draußen erreicht. Mit geeignetem Training kannst du sie zu einer buschigen Pflanze mit mehreren fetten Colas formen, und egal welche Struktur du wählst, du kannst mit einem Ertrag von bis zu 600 g/m2 (2 oz/ft²) rechnen. Auch im Outdoor-Anbau kannst du eine ähnlich großzügige Ernte erwarten, auch wenn der Züchter keine genauen Zahlen angegeben hat.
Das perfekte Erntefenster liegt innerhalb von 55–60 Tagen ab dem Moment des Wechsels auf 12/12, und im Freiland ist die Blüte bis Mitte September (in warmen Klimazonen) abgeschlossen. Die Buds sind von höchster Qualität, sie erreichen in gut angebauten Exemplaren etwa 20% THC und haben ein reiches Terpenprofil mit dominantem erdigem Geschmack, der durch Noten von skunky Käse und süßer Ananas verstärkt wird. Der CBD-Gehalt ist nicht so hoch wie bei modernen CBD-reichen Sorten, aber auch nicht niedrig im Vergleich zu klassischem Freizeitgras – etwa 1% des Trockengewichts.

Durch die Kombination von moderatem THC-Gehalt und vielen aromatischen Terpenen liefert Pineapple Chunk ein belebendes und motivierendes High. Du kannst diese Buds praktisch zu jeder Tageszeit genießen, da sie dich auch abends nicht überstimulieren. Besonders kommt diese Sorte aber am Morgen zusammen mit einer frischen, starken Tasse Kaffee zur Geltung – schon nach dem ersten Zug schießt deine Motivation in die Höhe! Und sollte dir nach mehr Abenteuer sein, eignet sie sich hervorragend für Brownies und andere Edibles: Das High schlägt dann härter ein und du kannst alle Aromen des Terpenprofils voll auskosten.
2. Grow-Setup
In diesem Grow-Run wurden vier verschiedene Strains, darunter Pineapple Chunk, im selben 4x4-Growzelt von CoolGrows angebaut. Das Zelt wurde vom Grower für die robusten Reißverschlüsse und das dicke Material hoch bewertet. Ausgestattet war es mit einer HLG 550W LED mit roten Dioden. Mit etwa 31 Watt pro Quadratfuß bei voller Leistung reichte dies für die vegetative Phase sowie sämtliche Blütestadien völlig aus. Aufgrund niedriger Luftfeuchtigkeit war ein Luftbefeuchter nötig.
| Growfläche: | 1,49 m2 (16 ft2) | Topfgröße: | 18,93 l (5 gal) |
|---|---|---|---|
| Von Samen bis Ernte: | 18 Wochen | Medium: | Erde |
| Blüte: | 9 Wochen | Nährstoffe: | Synthetisch/Organisch |
| Lichtzyklus: | 18/6 → 12/12 | pH-Werte: | 6,4-6,8 |
| Lichttyp: | LED | Tagestemp.: | 26–31°C (78–88°F) |
| Wattzahl: | 500 | Luftfeuchtigkeit: | 18–38% |
3. Keimung und Sämlingsphase | Woche 1
Cannabissamen keimen und einen jungen Sämling pflegen, ist keine Raketenwissenschaft. Dennoch solltest du einige Dinge beachten, um deinen Erfolg zu steigern. Erstens sollte die Temperatur angenehm warm sein – etwa 26–28°C und die relative Luftfeuchtigkeit besser recht hoch (70–80%). Ist die Luft zu trocken (wie in diesem Grow), nutze eine Feuchtigkeitskuppel, um den Sämling lokal abzudecken und die Luftfeuchte zu erhöhen. Außerdem: Bevor die Samen aus der Erde kommen, ist das Licht optional.
| Pflanzenhöhe: | 3" (7,6 cm) | Luftfeuchtigkeit: | 22% |
|---|---|---|---|
| Abstand zum Licht: | 48" (122 cm) | Wasser pro Tag: | 0,1 gal (0,38 l) |
| Tagestemperatur: | 88°F (31°C) | pH: | 6,8 |
| Nachttemperatur: | 78°F (26°C) | TDS: | 300 ppm |
Da Pineapple Chunk eine photoperiodische Sorte ist, kannst du sie beliebig oft umtopfen – jedes Mal in einen größeren Topf. Dieser Grower pflanzte seine Samen in kleine Anzuchttöpfe, während größere 5-Gallonen-Smartpots schon bereitstanden.
Obwohl das mehrfache Umtopfen photoperiodischer Strains dabei helfen kann, Über- und Unterwässerung zu vermeiden, birgt es auch Risiken. Es ist wichtig, mit dem Wachstum deiner Pflanze Schritt zu halten. Bleibt dein Exemplar zu lange im kleinen Topf, können die Wurzeln zu einem dichten Ball werden (root bound). Auch nach dem Umtopfen fällt es so einer Pflanze schwerer, Nährstoffe und Wasser effektiv aufzunehmen. Hilf deiner Pflanze, indem du vorsichtig den unteren Wurzelballen auflockerst, bevor du sie in den neuen Topf pflanzt.
Hier kam zu 100% Batch 64 Moonshine Erde (eine auf Kokos basierende Mischung) zum Einsatz, die mit organischen Nährstoffen für ca. die ersten 4 Wochen vorgedüngt war. Auch andere, gängigere Erden sind oft für die Sämlingsphase und die frühe Vegetation mit Nährstoffen versorgt. Du kannst also wenn du möchtest in dieser Zeit auch nur mit Wasser arbeiten, ganz ohne Dünger.
Sobald dein Sämling auftaucht, muss das Licht an – aber bitte nicht zu nah heranstellen und nicht auf voller Leistung laufen lassen. Ansonsten kann zu viel Licht den jungen Pflanzen schaden und zu Lichtstress führen. Lieber etwas strecken lassen, aber nicht zu sehr. In den ersten Tagen sind Feintuning und Beobachtung angesagt.

4. Frühe Vegi-Phase | Woche 2–4
Bei der Auswahl eines Pineapple Chunk Woche-für-Woche Grow-Reports sind uns in mehreren Growtagebüchern Autoren aufgefallen, die sich über das langsame Wachstum ihrer Pflanzen in der frühen Vegi beklagten. Doch sobald die Pflanzen etabliert waren, holten sie kräftig auf und beendeten stark. In diesem Run war der Sämling ebenfalls eher langsam, aber nur zu Beginn.
| Pflanzenhöhe: | 5–9" (12,7–23 cm) | Luftfeuchtigkeit: | 22% ↗ 34% ↘ 18% |
|---|---|---|---|
| Abstand zum Licht: | 48" (122 cm) | Wasser pro Tag: | 0,1 gal (0,38 l) |
| Tagestemperatur: | 88°↘86°F (31°↘30°C) | pH: | 6,8 ↘ 6,4 |
| Nachttemperatur: | 78°↘74°F (26°↘23°C) | TDS: | 300 ppm |
In Woche 2 brauchte Pineapple Chunk Stütze – sonst wäre sie wegen des Blattgewichts umgeknickt. Ansonsten sah sie gut aus und bekam ihre erste Düngung – erst mal nur ¼ der empfohlenen Dosis. Das empfehlen wir auch dir, damit das Risiko von Überdüngung gering bleibt. Junge Cannabispflanzen brauchen sowieso nicht bei jedem Gießen Dünger – du kannst auch immer im Wechsel nur mit Wasser gießen.
Der mangelnde Halt entstand durch zu wenig Lichtintensität nach der Keimung. Wir empfehlen, das Licht 24 Stunden am Tag einzuschalten, sobald der Trieb aus der Erde kommt. So verhinderst du, dass durch einen Mangel an Photonen zu viel Wachstumshormon produziert und Streckung erzwungen wird. Natürlich kannst du die Pflanze weiterhin stützen, aber das bleibt dann eine Herausforderung – besonders Outdoor bei Wind und Wetter.

In Woche 3 war der Gärtner verreist und übergab die Pflege. Nach der Rückkehr fand er seine Pflanzen überwässert vor – ein klassischer Anfängerfehler. Überwässerung beginnt mit eingerollten Blättern („Clawing“), bei anhaltendem Problem vergilben und sterben Blätter von unten her. In solch einem Fall das Medium austrocknen lassen, bis der Topf leicht wird und die Blätter schlaff hängen – dann darf wieder gegossen werden.
Nach der Erholung von Pineapple Chunk und den anderen Pflanzen topfte der Gärtner sie in größere Gefäße um. Wann das nötig ist, sieht man daran, dass die Blätter die Topfränder erreicht oder überwachsen haben oder Wurzeln aus den Abflusslöchern ragen.

5. Mittlere und späte Vegi | Woche 5–9
Zum Ende des ersten Monats gehen die meisten Autoflower schon in die Blüte, aber bei photoperiodischen Strains kannst du die Vegi beliebig lang ziehen – solange du nicht auf 12/12 umstellst. Diese Zeit lässt sich nutzen, um größere Pflanzen zu ziehen oder deine Pflanze genau so zu formen, wie du willst.
| Pflanzenhöhe: | 9–20" (23–51 cm) | Luftfeuchtigkeit: | 18–28% |
|---|---|---|---|
| Abstand zum Licht: | 48" (122 cm) | Wasser pro Tag: | 0,07–0,25 gal (0,38–1 l) |
| Tagestemperatur: | 86°F (30°C) | pH: | 6,4–6,5 |
| Nachttemperatur: | 74°F (23°C) | TDS: | 300–900 ppm |
Während der Wochen 5 und 6 trainierte der Grower seine Pineapple Chunk intensiv. Zunächst startete er mit Entlaubung (alle Fächerblätter bis auf die beiden oberen wurden entfernt), ließ die Pflanze erholen und topte sie dann. Das Ziel: der Haupttrieb sollte gestoppt, das Seitentriebwachstum angeregt werden.
Als die Seitentriebe lang genug waren, band der Grower sie waagerecht in einer Kompassform fest. Die beiden untersten Triebe wurden entfernt, weil sie meist zu schwach sind. Außerdem wurde an allen Trieben regelmäßig ausgegeizt, sodass nur die Kopftriebe verbleiben. Im Grunde ist es eine Variante der Mainlining-Technik, durch die mehrere Colas gleicher Größe entstehen.

Ob so viel High-Stress-Training wirklich bessere Ergebnisse bringt, ist umstritten. Einerseits erhältst du eine gleichmäßige Krone mit gleich weit vom Licht entfernten Buds und einer sehr homogenen Ernte. Andererseits zieht sich die Vegi-Phase durch das Übertraining erheblich in die Länge.
Das gleiche gilt für Entlaubung: Egal wie viele Blätter du entfernst (in der Vegi), die Pflanze scheint doppelt so viele nachzuschieben. Fast als würde sie sagen: „Lass mich in Ruhe, ich brauche diese Blätter wirklich!“

Der Grower hatte jedenfalls ein klares Bild im Kopf, wie seine Pineapple Chunk aussehen soll – und zog das rigoros durch, egal wie lange es dauerte. Gedüngt wurde alle 6 Tage, später rechnete er damit, dass der Nährstoff- und Wasserbedarf so steigt, dass alle 3–4 Tage gegossen werden müsste.
Es wurden weiterhin Vegi-Nährstoffe (N-betont) gegeben und geplant, sie auch in der ersten Woche 12/12 beizubehalten, um dem Stretch genug Stickstoff zu geben. Zum Einsatz kamen alle Produkte von Remo Nutrients:

6. Übergang (Vorblüte) | Woche 10–11
Stellst du von jedem Lichtzyklus auf 12 Stunden Licht und 12 Stunden Dunkelheit um, beginnt die Blüte nicht sofort. In der Regel brauchen Pflanzen ca. eine Woche 12/12 zur Anpassung, Sativa-Landrassen sogar zwei Wochen oder mehr.
Zieht sich der Start dennoch länger hin, prüfe auf Lichtlecks im Dunkelzyklus. Schon sehr schwache Störungen oder ein kurzes Lichtaufdrehen können die Blüte verzögern. Bei Autoflowern gibt’s dieses Problem nicht.
| Pflanzenhöhe: | 20–28" (51–71 cm) | Luftfeuchtigkeit: | 28–38% |
|---|---|---|---|
| Abstand zum Licht: | 48" (122 cm) | Wasser pro Tag: | 0,33 gal (1,25 l) |
| Tagestemperatur: | 86↘78°F (30↘26°C) | pH: | 6,5 |
| Nachttemperatur: | 74°F (23°C) | TDS: | 900 ppm |
Während des Übergangs zur Blüte bildete Pineapple Chunk enorm viel Laub, weil hier auf Entlaubung verzichtet wurde, um jede unnötige Belastung für die Pflanze zu vermeiden. Sie hatte gleichzeitig zahlreiche Seitentriebe, wobei drei besonders ausgeprägt waren, der Rest etwas kleiner.
Hinweis: Bei einem klassischen "Buch-Beispiel"-Mainlining sind ALLE Triebe exakt gleich groß, da sie von einem Triebpaar an einem (!) Knoten entstehen (meist dem zweiten).
Neben typischen Zeichen der Vorblüte wie gegenständigen Nodien und ersten weißen Härchen an den Blattachseln, bildeten sich bei Pineapple Chunk nun auch an den Spitzen vermehrt Stigmen. Sie begann sich zu strecken, aber nicht übermäßig, und der Grower entfernte nach und nach die größten Fächerblätter, damit das Licht besser in tiefere Regionen kommt. Etwa 10 Blätter pro Tag wurden entfernt, trotzdem blieb sie wunderbar buschig. Normalerweise werden breitere Indica-Blätter im Verlauf der Blüte schmaler – bei dieser Pineapple Chunk nicht.

In der zweiten Woche 12/12 war die Knospenbildung bereits in vollem Gange und der Grower wechselte auf Blütedünger:

7. Frühe Blüte | Woche 12–13
In der frühen Blüte kommt es zu starkem Stretch, was viele Erstgrower überrascht. Die Annahme, dass das Höhenwachstum mit Ende der Vegi-Phase abgeschlossen ist, ist falsch – nach dem 12/12-Flip können Pflanzen schnell ihre Höhe verdoppeln! Haben sie die Blüte zu spät eingeleitet, ist die Pflanze womöglich schon nicht mehr kontrollierbar.
| Pflanzenhöhe: | 32–35" (81–89 cm) | Luftfeuchtigkeit: | 38% |
|---|---|---|---|
| Abstand zum Licht: | 48" (122 cm) | Wasser pro Tag: | 0,33 gal (1,25 l) |
| Tagestemperatur: | 78°F (26°C) | pH: | 6,5 |
| Nachttemperatur: | 74°F (23°C) | TDS: | 900 ppm |
In diesem Pineapple Express endete der Stretch nach ca. 4 Blütewochen bei 35" (89 cm). Für eine Indoor-Pflanze ist das hoch genug, um die unteren Buds stark zu beschatten; diese solltest du daher entfernen. Sonst geht viel Energie für gewichtsloses "Popcorn" verloren. Diese Technik nennt man Lollipopping. Daneben wurden die größten Fächerblätter entfernt, um das Licht besser zu verteilen.

Wie auf dem Bild zu erkennen ist, war die Pineapple Chunk in Topform. Die Blütephase ist, wenn alles läuft, der unspektakulärste Abschnitt – du lässt deinen Damen endlich ihre Ruhe, kein Training und keine Entlaubung mehr – und kümmerst dich regelmäßig ums Düngen. Der Gärtner begann zudem, das Cal-Mag-Supplement auszuschleichen, weil er es nicht mehr für nötig hielt. In Kokos sollte man aber auf Mängel bei Calcium/Magnesium achten!
8. Mittlere Blüte (Bulking-Phase) | Woche 14–16
Wenn die Buds an Masse zulegen, werden sie anfällig für Schimmel und Bud Rot. Das Risiko steigt bei schlechter Belüftung oder zu dichtem Laub. Außerdem begünstigt ein zu hoher Temperaturunterschied zwischen Tag und Nacht (über 10°C) Tau auf den Blüten – aber am wichtigsten bleibt die richtige Luftfeuchtigkeit.
Bei diesem Run war die RH in den frühen Phasen zu niedrig, aber jetzt in der Blüte war sie ideal.
| Pflanzenhöhe: | 35" (89 cm) | Luftfeuchtigkeit: | 38% |
|---|---|---|---|
| Abstand zum Licht: | 48" (122 cm) | Wasser pro Tag: | 0,33 gal (1,25 l) |
| Tagestemperatur: | 78°F (26°C) | pH: | 6,5 |
| Nachttemperatur: | 74°F (23°C) | TDS: | 900 ppm |
Zu diesem Zeitpunkt ist die Hanfpflanze immer noch extrem hungrig. Viele Grower düngen weiterhin normal oder erhöhen ihre Gaben sogar noch. Zum Schluss wird das über ausgiebiges Spülen mit klarem Wasser (ggf. Flush-Produkten) für 1–2 Wochen ausgeglichen. Hier in diesem Run aber schlich der Grower zuerst MaginifiCal und dann den Rest aus und gab Pineapple Chunk dann für die finalen zwei Wochen nur noch klares Wasser, was gleichermaßen funktioniert.
Im Übrigen gibt es jetzt nicht mehr viel Neues. Die Buds werden dicker und schließen die Lücken zwischen den Knoten auf. Die weißen Stigmen verfärben sich orange, trocknen ein – ein Zeichen, dass die Ernte rückt näher und man die Trichome mit der Lupe prüfen sollte.

9. Reife und Ernte | Woche 17–18
Die letzten ein bis zwei Wochen im Lebenszyklus einer Cannabispflanze drehen sich ums Ausspülen von Salzen aus Medium und Pflanzengewebe – und natürlich darum, das perfekte Zeitfenster zur Ernte nicht zu verpassen.
| Pflanzenhöhe: | 35" (89 cm) | Luftfeuchtigkeit: | 38% |
|---|---|---|---|
| Abstand zum Licht: | 48" (122 cm) | Wasser pro Tag: | 0,33 gal (1,25 l) |
| Tagestemperatur: | 78°F (26°C) | pH: | 6,8 |
| Nachttemperatur: | 74°F (23°C) | TDS: | 300 ppm |
In Woche 8 der Blüte begann der Grower, die Trichome mit einem Mikroskop zu kontrollieren. Ziel ist es, den Moment nicht zu verpassen, sodass die Buds zum Zeitpunkt maximaler Qualität frei von Rückständen sind. Sind die meisten Trichome milchig und einige noch klar, solltest du mit dem finalen Spülen starten.
Beim Anbau in Erde empfiehlt sich gutes Spülen über zwei Wochen; im Kokos- oder Hydroanbau reicht meist eine Woche aus – also wartest du hier, bis alle Trichome milchig sind und ein paar bereits bernsteinfarben werden. Beim Amber-Ton beginnt das THC in CBN umzuwandeln (sedierender Effekt).
Ein weiteres Merkmal in dieser Phase ist der Fade: Im vorliegenden Run fiel dieser sehr auf, da der Grower recht früh kein Calcium und Magnesium mehr gegeben hatte. Magnesiummangel sorgt für gelbe Fächerblätter ab unten, Calciummangel für gesprenkelte, verkrüppelte Blätter. Sieht man beides im Bild unten.

Hast du noch viele Blätter dran und willst dir das Trimmen nach der Ernte erleichtern, führe ein sogenanntes "Pre-Harvest-Defoliation" durch. Jetzt schadet das nicht mehr. Genau das hat auch dieser Grower gemacht, auf die letzte geplante Wässerung verzichtet, der Pineapple Chunk noch zwei Tage gegeben, um die letzten Tropfen aus dem Medium zu ziehen, und sie dann in Woche 9 der Blüte geerntet.
10. Ertrag und Rauchbericht
Der Grower war mit seinem Pineapple Chunk Ertrag nicht ganz zufrieden. Trotzdem konnte er 133 g (4,69 oz) Premium-Bud trocken einfahren. Wir finden: Ein sehr gutes Ergebnis, auch wenn es nicht ganz zur Länge des Zyklus passt. Vermutlich hat ihn das High-Stress-Training und die verlängerte Vegi unnötig Zeit gekostet – mit kürzerer Vegi und entspannteren Methoden hätte er ähnlich viel rausholen können.

Der Raucher beschrieb das Aroma als süß und blumig mit Zitrusnoten und das High als "100% Sativa-Qualitäten" – es macht fröhlich, entspannt und steigert den Appetit.
Ich hab bereits ein wenig davon probiert. Morgens mit dem Espresso finde ich sie am besten.
Quexos
11. Fazit
Basierend auf diesem und anderen dokumentierten Grows ist Pineapple Chunk eine robuste, gesunde und potenziell sehr produktive Indoor-Sorte, die nicht zu stark stretcht und eine recht schnelle Blüte hat. Sie entwickelt stabile Zweige, die auch schwere Buds in der Spätblüte tragen und kommt mit intensiver Beleuchtung zurecht.
Das Blüten-zu-Blatt-Verhältnis dieses Phenos war nicht optimal; die Buds verlangten ordentlich Trimm-Arbeit, auch nach der Pre-Harvest-Defoliation. Getrimmt war das "Bag Appeal" der Buds aber top: Sie waren kompakt, harzig und dufteten angenehm und kräftig. Unterm Strich ist Pineapple Chunk eine erstklassige photoperiodische Strain, die definitiv Beachtung verdient. Viel Erfolg beim Anbau!
Externe Quellen
- Optimizing Photoperiod Switch to Maximize Floral Biomass and Cannabinoid Yield in Cannabis sativa L.: A Meta-Analytic Quantile Regression Approach, Frontiers in Plant Science, 10. Januar 2022
- An Update on Plant Photobiology and Implications for Cannabis Production, Frontiers in Plant Science, 29. März 2019
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