Vanilla Kush Cannabis-Sorte: Wochenweiser Leitfaden
- 1. Grow-spezifikationen
- 2. Grow-setup
- 3. Keimung und sämlings-phase | woche 1
- 4. Frühe vegetation | woche 2
- 5. Mittlere vegetation | wochen 3–4
- 6. Übergang (vorblüte) | wochen 5–7
- 7. Frühe blüte | wochen 8–10
- 8. Mittlere blüte (bulk-phase) | wochen 11–14
- 9. Reife und ernte | wochen 15–16
- 10. Ertrag und rauchbericht
- 11. Fazit
Vanilla Kush von Barney's Farm ist eine Cannabis-Sorte, die für ihren einzigartig süßen Vanilleduft berühmt ist. In allen anderen Belangen zählt sie zu den besten Indoor-Indicas unter den Cannabis-Samen – mittelgroß, verzweigt, ertragreich und mit einem stark entspannenden High, das sowohl für Genusskonsumenten als auch für medizinische Anwender perfekt ist.
In unserem Wochen-für-Wochen-Grow-Report zeigen wir, wie Vanilla Kush in einem einfachen und eher kleinen Indoor-Setup angebaut werden kann, und geben dir Tipps, die dir helfen, diese Sorte so anzubauen, wie sie es verdient. Unser Leitfaden basiert auf einem echten Grow, bei dem unter einer 100-Watt-Lampe in 16 Wochen 50 Gramm geerntet wurden.
1. Grow-Spezifikationen
Durch die Vereinigung ursprünglicher Genetik aus Hindukush und Kaschmir besteht Vanilla Kush zu 80% Indica und wächst deshalb zu einer kompakten Pflanze mit vielen Verzweigungen und einer zentralen Cola, die nicht deutlich herausschaut. Im Indoor-Bereich wird Vanilla Kush 90–100 cm (3'-3'4") hoch und draußen kaum höher. Während der Outdoor-Ertrag der kompakten Größe entspricht, kannst du drinnen mit reichen Ernten rechnen – bis zu 600 gr/m² (2 oz/ft²). Und du musst nicht lange auf diese üppigen Belohnungen warten – Vanilla Kush braucht etwa 55–60 Tage bei 12/12, um komplett auszureifen. In mediterranen Gärten erfolgt die Ernte in der Regel in der zweiten Septemberhälfte.
Wie alle Gourmet-Sorten benötigt Vanilla Kush eine richtige Aushärtung von mindestens 3 Wochen, um ihren einzigartigen Duft und Geschmack von süßem Melasse, Lavendel & Vanille vollständig zu entfalten. Die lange Aushärtung verbessert auch die Wirkung: Sie wird mild, aber stark, mit glücklicher, euphorischer Stimmung und einer ausgeprägten Schläfrigkeit.
2. Grow-Setup
Als Beispiel haben wir einen recht kleinen Amateur-Grow gewählt, der hoffentlich vielen Anfänger:innen als Inspiration dient. Ein Grower mit dem Nickname Faradumnezeu nutzt ein 2'x2' (60x60 cm) Growzelt, das gerade genug Ertrag für einen gelegentlichen Konsumenten liefert. Kleine Growflächen stellen besondere Herausforderungen in puncto Temperatur- und Feuchtigkeitskontrolle dar – v.a. im Sommer – und lassen den Einbau starker Lampen (nur 100W LED in diesem Fall) nicht zu. Deshalb werden die Buds in Größe und Dichte nicht sehr beeindruckend sein. Eine weitere Einschränkung ist die Höhe, weshalb auch Indica-Pflanzen nicht zu lange in der Wachstumsphase bleiben sollten. Diese Limits gelten natürlich nicht, wenn du Autoflower statt photoperiodischer Sorten wählst.
| Grow-Fläche: | 0,34 m2 (3,66 ft2) | Topfgröße: | 12 L (3,17 gal) |
|---|---|---|---|
| Von Samen bis Ernte: | 16 Wochen | Medium: | Coco |
| Blütezeit: | 12 Wochen | Nährstoffe: | Advanced Nutrients, GHE |
| Lichtzyklus: | 18/6 → 12/12 → 11/13 | pH-Wert: | 5,8–6,0 |
| Lichttyp: | LED | Tagestemperatur: | 23-26 °C |
| Verbrauchte Watt: | 100W | Luftfeuchtigkeit: | 70% ↘ 50% |
3. Keimung und Sämlings-Phase | Woche 1
Der Grower hat seine Keim-Methode nicht beschrieben, aber das sollte uns keine Sorgen machen. Es gibt Dutzende verschiedene Keimmethoden, die alle funktionieren. Die wohl effizienteste Methode ist die Papiertuch-Methode: Lege den Samen zwischen feuchte Tücher und bewahre sie an einem warmen, dunklen Ort auf, bis der Keim (ca. 1 cm lang) erscheint. Dann kannst du ihn etwa 1 cm tief ins Medium setzen und warten, bis er aus der Erde kommt.
| Abstand zum Licht: | 40 cm | Wasser pro Tag: | 1 L |
|---|---|---|---|
| Tagestemp.: | 26 °C | pH: | 5,8 |
| Nachttemp.: | 20 °C | TDS: | 600 ppm |
| Luftfeuchte: | 70% | Geruch: | Keiner |
Als Medium wurde hier Coco verwendet – nicht das einfachste, aber sehr lohnend, wenn man es beherrscht. Im Coco kannst du wie in Erde per Hand gießen, erzielst aber die besten Resultate mit häufigem Gießen über ein automatisches Tropfsystem, wie es unser Grower benutzt hat. Wichtig ist, den Nährstoff-Tank außerhalb des Zelts zu platzieren, damit er nicht überhitzt.
Wenn du Coco verwendest, solltest du perlite beimischen (Standard: 70/30), da die Wurzeln in reinem Coco oft unter Staunässe und Sauerstoffmangel leiden. Perlite schafft Lufttaschen im Medium, damit die Wurzeln auch nach dem Gießen atmen können. Wie du im weiteren Verlauf siehst, zeigte Vanilla Kush über die meisten Wochen des Wachstums Symptome von Überwässerung.

Im Gegensatz zur Erde enthält Coco keinerlei Nährstoffe für den Sämling – benutze daher vom ersten Tag an Dünger. Es empfiehlt sich, die Coco vorab mit einem Cal-Mag-Produkt zu versetzen, andernfalls entstehen fast immer Mängel. Der Grower hat das nicht gemacht, gab aber von Anfang bis Ende CalMag hinzu.
Zusätzlich gab er Produkte hinzu, die den Wurzelraum mit nützlichen Mikroben und Mykorrhiza bevölkern – Advanced Nutrients Tarantula und Voodoo Juice. Sie fördern ein gesundes Wurzelsystem. Die Hauptnährlösung war Advanced Nutrients pH Perfect Sensi Coco Grow A und B.
Advanced Nutrients ist eine eher teure Linie, aber natürlich kannst du auch andere, auf Cannabis abgestimmte Produkte verwenden – sogar Dünger für Zimmerpflanzen. Achte dabei immer auf das NPK-Verhältnis: In der Wachstumsphase mehr Stickstoff (N), während der Blüte mehr Phosphor & Kalium (P und K).
Starte immer niedrig und langsam – z. B. mit 1/4 der empfohlenen Dosierung (laut Etikett) und beobachte den Verlauf. Unterversorgte Pflanzen aufzupäppeln ist leicht. Nährstoffüberdosen, Mangelerscheinungen und Lockouts zu beheben, ist dagegen nervenaufreibend. Unten siehst du einen noch einfacheren Fütterungsplan – und oft liefert simpel auch gute Ergebnisse.

4. Frühe Vegetation | Woche 2
In Woche 1 siehst du kaum Wachstum, weil die Hauptentwicklung unterirdisch bei den Wurzeln stattfindet. In Woche 2 wächst die junge Pflanze sichtbar. Ziel ist, genügend Licht zu geben – aber nicht zu viel – damit das Cannabis nicht flach bleibt, sondern einige Zentimeter streckt. Tagsüber sollten es angenehme 25–28 °C sein, die Luftfeuchtigkeit 70 % oder höher. Am verbreitetsten für die Vegetation ist 18 Stunden Licht und 6 Stunden Dunkelheit (18/6). Die Nachttemperatur sollte um 5–10 Grad abfallen, aber nicht zu sehr.
| Abstand zum Licht: | 40 cm | Wasser pro Tag: | 1 L |
|---|---|---|---|
| Tagestemp.: | 26 °C | pH: | 5,8 |
| Nachttemp.: | 20 °C | TDS: | 700 ppm |
| Luftfeuchte: | 70% | Geruch: | Kein Geruch |
Läuft alles gut, bildet die Pflanze neue Blattpaare aus, wobei jedes Paar größer wird als das letzte. Außerdem wachsen an den Nodien (Blattachseln) die Seitentriebe. Treten diese früh und kräftig auf, wird es ein buschiger Phänotyp. Andernfalls ist es eher ein Ein-Cola-Phäno.
Im folgenden Bild sieht man, dass die Fächerblätter von Vanilla Kush nicht optimal aussehen. Nicht direkt „Kralle“, aber sie zeigen Anzeichen von Überwässerung – der Grower hat kein Perlite zugefügt. Er nutzte zudem einen sog. „Airpot“ mit Seitenlöchern, um der Wurzelzone viel Sauerstoff zuzuführen. Das hilft später – derzeit zeigen die Blätter: Die Wurzeln bekommen nicht genug Luft.

Abgesehen von der Überwässerungskonsistenz der Blätter war das Grün gesund; keinerlei Mangelflecken.
5. Mittlere Vegetation | Wochen 3–4
In der zweiten Monatshälfte legt das Wachstum sichtbar zu und Training macht Sinn. Ziel beim Indoor-Training ist, dass alle Bud-Sites gleich gut beleuchtet werden und keine in den Schatten geraten oder außerhalb des effektiven Lichtbereichs liegen. Übermäßiges Strecken sorgt dafür, dass nur die Spitzen ausreichend Licht bekommen und die unteren Triebe klein und fluffig bleiben.
| Abstand zum Licht: | 40–45 cm | Wasser pro Tag: | 2–6 L |
|---|---|---|---|
| Tagestemp.: | 26 ↘ 23 °C | pH: | 5,8 |
| Nachttemp.: | 20 °C | TDS: | 760 650 ppm |
| Luftfeuchte: | 50% | Geruch: | Kein → Normal |
Es gibt zwei Trainingsarten: High-Stress-Training (HST) und Low-Stress-Training (LST) – Vanilla Kush (Photoperiod) ist für beide geeignet. Selbst bei HST kann man ihr genug Zeit zur Regeneration geben – es besteht kein Zeitdruck.
In diesem Grow wurde Vanilla Kush getoppt (das ist HST), was sie problemlos verkraftete. Sie produzierte dann noch mehr Seitenzweige und wirkte sehr buschig und gesund. Anschließend erfolgte LST – die Zweige wurden mit Gummis runtergebunden, um ein möglichst flaches Kronendach zu erzielen.

Eine ausgewachsene Pflanze ist widerstandsfähiger, deshalb kann die Luftfeuchte nun auf 50% wie in diesem Grow gesenkt werden. Auch die Tagestemperatur fiel (um 2 Grad) – absichtlich oder zufällig? Grundsätzlich empfiehlt es sich, die Umgebungsluft gegen Ende der Blüte kühler zu halten.
6. Übergang (Vorblüte) | Wochen 5–7
Eine photoperiodische Pflanze in die Blüte zu schicken ist simpel: Stell auf einen Lichtzyklus von 12/12 um und sorge für absolute Dunkelheit während der 12 Stunden – keine unerwarteten Besuche (Licht an oder sogar Handy-Taschenlampe) und keine Lichtlecks durch Ritzen!
| Abstand zum Licht: | 45 ↘ 20 cm | Wasser pro Tag: | 6 ↘ 5 L |
|---|---|---|---|
| Tagestemp.: | 23 °C | pH: | 5,8–6 |
| Nachttemp.: | 20 °C | TDS: | 650–800 ppm |
| Luftfeuchte: | 50% | Geruch: | Normal |
Gleichzeitig trainierte der Grower die Pflanze radikal – installierte ein ScrOG-Netz und entfernte durch Defoliation fast alle großen Fächerblätter.

ScrOG erfüllt zwei Zwecke: 1) du kannst das Wachstum seitlich lenken, indem du schnelle Triebe unter das Netz schiebst; 2) das Netz stützt später schwere Zweige voller Buds. Starke Defoliation wird kontrovers diskutiert. Einige Grower schwören auf mehr Ertrag, andere empfehlen, Blätter nur dann zu entfernen, wenn sie Knospen beschatten oder Luftstrom verhindern.
Die Umstellung auf Blüte beginnt meist 1 Woche nach 12/12 – vorausgesetzt, die Pflanze ist reif genug. Das erkennst du an den ersten weiblichen Vorblüten (Pistillen) an den Nodien. Ist sie noch zu jung, funktioniert der Trigger nicht sofort. Hier dauerte es mindestens drei 12/12-Wochen bis die ersten Vorblüten – nicht mal richtige Buds – erschienen. Das ist ungewöhnlich lange und könnte an Lichtlecks oder lichtbedingten Störungen liegen.

Sobald die Blüte einsetzt, muss man die Nährstoffverhältnisse anpassen: Mehr P und K, weniger N – zu viel Stickstoff (N) ist sogar schädlich für die Blüte. In diesem Grow kamen folgende Advanced-Nutrients-Produkte zum Einsatz:
- pH Perfect Sensi Coco Bloom A und B
- B-52
- Big Bud Coco
- Bud Candy
Während das erste Produkt Grundnahrung liefert, helfen die anderen dabei, große, harzreiche Blüten voller Cannabinoide und Terpene zu bilden. Alternativ sieh dir auch folgenden Fütterungsplan an – andere Produkte, ebenfalls effektiv.

7. Frühe Blüte | Wochen 8–10
Zu Beginn der Blüte solltest du das schnelle Größenwachstum – das sog. Stretching – kontrollieren, denn jetzt wird Cannabis rund 1,5–3-mal so hoch. Vergewissere dich zudem, dass alle Budsites genug Licht bekommen. Am unteren Ende unterentwickelte Buds lieber entfernen – das nennt man Lollipopping und fördert große Hauptbuds.
| Abstand zum Licht: | 20 cm | Wasser pro Tag: | 5 L |
|---|---|---|---|
| Tagestemp.: | 23 °C | pH: | 6,0 |
| Nachttemp.: | 20 °C | TDS: | 800 ppm |
| Luftfeuchte: | 50% | Geruch: | Normal |
Nachdem die ersten Vorblüten erschienen, führte der Grower ein HST-Verfahren namens „Schwazzing“ durch – radikales Entfernen vieler Blätter. Im Bild unten siehst du das Ergebnis. Wenn du es auch versuchen möchtest: Jedes Blatt produziert Energie, also benötigen die Pflanzen nach so einem Schnitt energiereiche Nahrung. Der Erfinder empfiehlt Blackstrap-Melasse als Zuckerquelle.

Auf dem nächsten Bild siehst du das Stretching in Aktion. Drinnen empfiehlt es sich grundsätzlich nicht, sehr streckende Pflanzen zu growen, weil das Licht unten nicht ausreicht und untere Triebe entfernt werden müssen. Außerdem kostet langes Wachstum viel Energie für Nährstofftransport. Alles das reduziert die Endmenge. Also sorge durch veg-Zeit, Training und korrekt platziertes Licht für kompakte Pflanzen.
In Woche 4–6 nach 12/12 blühte die Vanilla Kush zwar, aber sehr langsam. Der Grower verkürzte daher das Licht auf 11/13. Das machen nur wenige und meist bei Problemen mit der normalen Blüte. 11/13 soll die Blüte beschleunigen und Sativa-Eigenschaften fördern.

Im ScrOG gilt: Alles unterhalb des Netzes wird entfernt. Was es nicht ins Kronendach schafft, ist nutzlos und behindert die Belüftung und fördert Schimmel.
8. Mittlere Blüte (Bulk-Phase) | Wochen 11–14
In der Bulk-Phase passieren zwei Dinge: 1) Buds reihen sich aneinander und füllen Lücken an den Nodien, 2) Trichome entstehen auf Blütenkelchen und benachbarten Blättern. Jetzt hat die Pflanze die Endgröße erreicht und das Stretching hat ein Ende. Du musst nun weiter regelmäßig düngen, auf Mangelzeichen achten und ggf. beschattende Blätter entfernen.
| Abstand zum Licht: | 20 cm | Wasser pro Tag: | 5 L |
|---|---|---|---|
| Tagestemp.: | 23 °C | pH: | 6,0 |
| Nachttemp.: | 20 °C | TDS: | 800 |
| Luftfeuchte: | 50% | Geruch: | Normal |
Ob es das Umschalten auf 11/13 oder nur der richtige Zeitpunkt war: Vanilla Kush begann endlich richtig zu blühen – langsam –, und die Buds wurden von einer dicken Schicht Trichomen bedeckt – winzige Drüsen mit THC, Cannabinoiden und Terpenen.

Die Blütenbildung beschleunigte sich ab der 10. 12/12-Woche. Achte aber auf die kräftig grüne Farbe vieler Blätter – Zeichen für zu viel Stickstoff (N) im Spätblütestadium. Für ein schönes Ausreifen in der Blüte darf Cannabis nun leicht N-Mangel zeigen – das beschleunigt die Reifung und fördert dicke Colas. Für P und K ist jetzt Hochsaison. Viele Grower nutzen spezielle PK-Produkte; dieser Grower General Hydroponics Ripen.

Obwohl die Buds fast reif wirkten, waren die meisten Stempel noch weiß. Um die Buds weiter zu verdicken, setzte der Grower Advanced Nutrients Nirvana ein – enthält Kelp und Luzerne, fördert die Blüte und stärkt die Stängel für verbesserte Nährstoffversorgung.
9. Reife und Ernte | Wochen 15–16
Werden die Buds dicker und färben sich erste Stempel orange, wird es Zeit, sich auf die Ernte vorzubereiten – z. B. mit dem Flushing. Der perfekte Zeitpunkt lässt sich nur anhand der Trichome unter der Lupe feststellen. Trichome sind anfangs klar, dann trüb (bei hoher THC-Ladung), schließlich bernsteinfarben (beginnender Abbau). Sind die meisten trüb, einzelne noch klar, beginnt die letzte Spülung.
| Abstand zum Licht: | 20 cm | Wasser pro Tag: | 5 L |
|---|---|---|---|
| Tagestemp.: | 23 | pH: | 6,0 |
| Nachttemp.: | 20 | TDS: | 800 ppm |
| Luftfeuchte: | 50% | Geruch: | Normal |
Viele spülen mit klarem Wasser in normaler Menge, andere erhöhen das Spülvolumen und geben Produkte wie Advanced Nutrients Flawless Finish hinzu. Ziel des Flushings: Alle Salzreste aus dem Medium entfernen und das Weed zwingt, letzte Nährstoffe aus Gewebe (Wurzel, Stängel, Blatt) zu verwenden. Das sorgt für milderen, saubereren Geschmack. In Erde dauert es ca. 2 Wochen, in Hydro bzw. Coco eine Woche.
Trotz Hungerphase schiebt das Cannabiskraut in den finalen Wochen noch Masse an – also nie zu früh ernten! Viele Anfänger*innen schneiden zu früh, bekommen dann weniger Qualität & Menge. Hier legte Vanilla Kush gegen Ende bei den Colas nicht mehr stark zu – das Licht hatte seine Grenzen.

Im Bild oben sehen die Vanilla Kush Buds nicht besonders reif aus – intensive grüne Blätter & weiße Stempel –, aber das Mikroskop gab grünes Licht: Also Erntezeit!
10. Ertrag und Rauchbericht
Der Ertrag war zwar nicht spektakulär, aber ordentlich – 50 g (1,76 oz) trockenes Gras. Bei 100W LED entspricht das exakt 0,5 g pro Watt. Das „Heilige Ziel“ erfahrener Grower ist 1 g/Watt – die meisten realisieren das aber nicht; auch die Hälfte davon ist ein guter Wert.

Die Buds waren nicht groß oder fest genug für ein intensives Trim – sonst wäre kaum was übrig geblieben – also behielt der Grower mehr Blätter als üblich am Endprodukt. Trotzdem vergab er die Note 10/10, hob den Geschmack von Tropenfrucht, Kiefer und Kräutern sowie den entspannenden und euphorischen 100%-Indica-Rausch hervor. Viele Anfängerfehler gab er zu – war aber nicht streng mit sich, da es sein allererster Grow war.

11. Fazit
Wie sich in diesem Grow gezeigt hat, ist Vanilla Kush eine Sorte, die absolut anfängerfreundlich ist. Die Pflanze war von Anfang an vital und stark, steckte alle Fehler weg und zeigte außergewöhnliche Verzweigung – ideal für mittelgroße Indoor-Pflanzen mit flachem Dach und vielen Sidecolas. Nutze starke Beleuchtung für maximale Erträge und achte darauf, dass keine Lichtlecks die Blüte stören. Happy Growing!
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