Arten von Weed – Die verschiedenen Sorten von Cannabis
- 1. Verschiedene möglichkeiten für den cannabiskonsum
- 1. a. Blüte
- 1. b. Edibles
- 1. c. Konzentrate
- 1. d. Destillat
- 2. Hauptarten von weed und deren wirkung
- 2. a. Indica
- 2. b. Sativa
- 2. c. Hybrid
- 2. d. Industriehanf
- 2. e. Ruderalis
- 3. Thc vs cbd
- 4. Beliebte sorten
- 5. Fazit
- 6. Faq
- 6. a. Was ist das stärkste weed?
- 6. b. Was ist die stärkste sorte 2022?
- 6. c. Was ist die stärkste hybridsorte?
- 6. d. Was ist die beste sorte aller zeiten?
- 6. e. Welche sorten haben das längste high?
- 6. f. Was ist die seltenste sorte?
Wie es mehr als nur einen Weg gibt, eine Katze zu häuten (wir meinen damit diesen pelzigen Rabauken, der gerade die Hälfte unserer Keimlinge gefuttert hat), so gibt es auch mehr als einen Weg, Cannabissamen zu klassifizieren. Von der Art, wie diese Pflanze wächst über ihren Konsum bis hin zu ihren Wirkungen – wir werfen einen Blick auf alle möglichen Arten von Weed. Lies diesen Beitrag und alle deine Fragen werden beantwortet und egal welchen Fachbegriff es gibt, du wirst ihn wie ein Profi verwenden.
Wir beginnen unseren Überblick über die verschiedenen Arten von Weed mit den diversen Produkten, die ein Konsument in einem Cannabis-Shop (oder im Rucksack seines „Dealers“) finden kann, gehen dann zur eher kontroversen Indica-Sativa-Unterscheidung über, sprechen über hoch-THC- und CBD-reiche Sorten und beenden mit einem kurzen Einblick in das überwältigend große Reich der vielen kommerziellen Cannabissorten.
Verschiedene Möglichkeiten für den Cannabiskonsum
Weed, auch oft Marihuana, Gras oder einfach Weed genannt, wurde jahrhundertelang in seiner natürlichen Form konsumiert, das heißt, Menschen rauchten getrocknete Blüten und Blätter der Pflanze. Eine weitere beliebte traditionelle Methode war das Rauchen von Haschisch bzw. dem Harz der Cannabispflanze.
Im 19. und frühen 20. Jahrhundert benutzte die westliche Medizin eine breite Palette verschiedener hansbasierten Tinkturen und Öle, die in Apotheken verkauft wurden. Ab etwa den 1930ern – als „Teufelskraut“ als „gefährliche Droge“ verboten wurde – blieben im Grunde fast nur noch die Rauchmethoden erhalten.
Glücklicherweise treten mit der Legalisierung von Cannabis in immer mehr Ländern und Bundesstaaten zahlreiche neue und aufregende Produkte und Konsummethoden auf, die sogar auf dem Schwarzmarkt Einzug erhalten.
Blüte
Unangefochten die beliebteste Art, Marihuana zu nutzen, sind getrocknete Blüten (Buds), die das Herzstück jedes Shops bilden. Nach dem Zerkleinern kann man diese in einen Joint drehen oder in eine Pfeife, Bong oder Wasserpfeife (Chillum) packen. Manche Konsumenten, insbesondere in Europa, mischen gemahlenes Weed mit Tabak und rollen einen Spliff oder nehmen ein getrocknetes Tabakblatt (z. B. von einer Zigarre) und fertigen einen Blunt an. Du kannst die Buds auch mit einem Stand- oder tragbaren Vaporizer verdampfen.

Während legale Märkte meist gut beschnittene, einheitliche Nuggets anbieten, können Straßenhändler auch Produkte minderer Qualität verkaufen – oft, um den Transport oder das Verstecken einfacher zu machen (Brickweed), oder das Produkt besteht aus losem Pflanzenmaterial (Shake) oder enthält alles – von Blättern über Samen bis hin zu kleinen Zweigen.
Vorteile
Cannabisblüten sind weit verbreitet und bieten eine beeindruckende Bandbreite an Aromen, Potenzen, Farben und Texturen. Die Wirkung setzt schnell ein und sorgt so praktisch sofort für Linderung – du kannst einfach aufhören, bevor es zu stark wird. Buds gelten außerdem als „Vollspektrum“-Produkt, d. h., sie enthalten das gesamte Spektrum an Pflanzeninhaltsstoffen. Viele Konsumenten schätzen das, weil Cannabinoide, Terpene und andere Inhaltsstoffe nicht isoliert wirken. Das Zusammenspiel dieser Moleküle beeinflusst sowohl das High als auch die medizinische Wirkung.
Nachteile
Das Rauchen von Buds ist gerade für Patienten und Menschen mit Lungenproblemen nicht optimal. Vaporisieren schließt diese Risiken jedoch weitgehend aus. Außerdem ist es schwierig, beim Rauchen eine exakt dosierte Menge zu konsumieren, weil jeder Teil der Blüte unterschiedliche Gehalte an Trichomen, Cannabinoiden und Terpenen hat. Wer eine milligrammgenaue Dosierung braucht, sollte daher lieber zu alternativen Methoden greifen.
Edibles
Die orale Einnahme von Cannabis ist schon lange bekannt, war aber bis vor Kurzem kaum populär. Eine Ausnahme bilden Hasch-Brownies (Space Cakes), die seit den 1970ern im Coffeeshop in Amsterdam angeboten werden. Durch die Legalisierung von medizinischem und Freizeitcannabis in den USA hat sich das grundlegend geändert, und Cannabis-Edibles sind mittlerweile total angesagt. Edibles bringen ein deutlich stärkeres High, weil die Aufnahme im Körper den THC-Abbau verändert: Im Verdauungssystem entsteht das potente 11-Hydroxy-THC.

Wie THC bindet auch das im Körper entstandene Derivat an die CB1-Rezeptoren und erzeugt das typische High – allerdings mit wesentlich stärkerer und lang anhaltender Wirkung. Die wirksamen Pflanzenstoffe wie THC sind alle fettlöslich, deshalb muss man beim Kochen Öl oder Butter mit Cannabis versetzen. Zudem muss THC decarboxyliert (aktiviert) werden, was durch Erhitzen geschieht. Anschließend kann man die Cannabisbutter oder das Öl in jedes Gericht geben, für das man sonst normales Öl oder Butter braucht.
Legal produzierte Edibles umfassen auch Kaugummis, Gummibärchen, Pfefferminz, Sirups und sogar Getränke. Da THC nicht wasserlöslich ist, kommen bei Getränken sogenannte Nanoemulsionen zum Einsatz.
Die Aufnahme von Edibles dauert – etwa 1 bis 2 Stunden, bevor du etwas spürst – und das High hält deutlich länger an.
Vorteile
Von allen Cannabisarten gelten Edibles als die gesündeste und diskreteste Variante. Wegen der langen Wirkung sind sie für medizinische Patienten oft ideal.
Nachteile
Weil die Wirkung langsam aufbaut, isst man leicht zu viel. Wer an Übelkeit leidet, kann Edibles oft schwer behalten. Edibles sind außerdem berüchtigt für ihre kräftige Wirkung. Viele unterschätzen die Stärke und erleben ein überforderndes High. Daher gilt: Niedrig dosieren und langsam steigern.
Konzentrate
Konzentrate werden hergestellt, indem man Cannabispflanzen so verarbeitet, dass nur Cannabinoide (aktive Wirkstoffe) und Terpene (Duftstoffe) in konzentrierter Form übrigbleiben. Der Rest – pflanzliche Masse – wird entfernt. Es gibt viele Methoden, etwa CO2-Extraktion, Butan-Extraktion, die Rosin-Technik (gleichzeitig Druck und Hitze), und andere.
Egal wie hergestellt: Konzentrate sind viel potenter als das Ausgangsmaterial. Während Buds einer guten Sorte etwa 20% THC enthalten können, erreicht ein Konzentrat leicht 80%.
Konzentrate bieten den Vorteil, dass man keinen Rauch aus pflanzlichem Material einatmet. Ihr starker Gehalt an THC oder anderen Cannabinoiden spricht besonders medizinische Patienten an, die eine hohe Toleranz entwickelt haben. Andererseits können Gelegenheitskonsumenten schon mit einem Zug überfordert werden, weshalb es Bedenken gibt, dass diese starken Produkte das Suchtrisiko erhöhen.
Konzentrate gibt es als pulvrige, flüssige, halbfeste oder feste Formen. Hier die wichtigsten Varianten:
Wax
Wax erinnert an Bienenwachs oder Ohrenschmalz, ist zäh, teigig (manchmal bröckelig) und beige. Es lässt sich leicht mit einem Metallstäbchen auf das erhitzte „Nail“ eines Dab-Rigs auftragen. Dann einfach den Dampf inhalieren.
Shatter
Shatter ist eine festere Form von Konzentrat als Wax. Es ist spröde und zerbricht leicht. Man verwendet es wie Wax im Dab-Rig, aber die Stücke sind nicht klebrig und können leicht herunterfallen.
Öle
Öle wie Butan-Haschöl (BHO) oder Rick-Simpson-Öl sind hell- bis dunkelgelbe, zähflüssige Substanzen, die tatsächlich keine klassischen Fette enthalten. Sie bestehen überwiegend aus Cannabinoiden, Terpenen und eventuell Lösungsmittelrückständen wie Butan oder Alkohol. Man kann sie Speisen beimengen, direkt einnehmen oder in geeigneten Vaporizern verdampfen.
Kapseln
Kapseln sind Edibles im eigentlichen Sinne, da darin THC, CBD und andere Cannabinoide in pflanzlichen Ölen gelöst sind. Der Unterschied zu Edibles: Hier schluckt man sie einfach mit Wasser. Kapseln sind wohl die unauffälligste Einnahmeform, da sie aussehen wie Standardarznei.
Tinkturen
Tinkturen sind eine sehr alte orale Darreichungsform. Sie verwenden meist Alkohol als Trägersubstanz, manchmal auch Glycerin oder beides. Gibt man Tropfen einer Cannabistinktur unter die Zunge, tritt die Wirkung schnell ein – nach ca. 15 Minuten –, weil dort viele Blutgefäße die Wirkstoffe sofort aufnehmen. Gibt man die Tinktur ins Essen, entspricht es Edibles (siehe oben).
Hasch
Unter den Konzentraten ist Haschisch das älteste. Das Sammeln von Harz ist einfach und wird seit Jahrhunderten praktiziert. Die simpelste Methode: Frische Blüten werden zwischen den Händen gerieben, das Harz bleibt haften und kann zu einer dunklen Kugel gerollt werden – Handrubbed-Hash oder Fingerhasch.
Alternativ kann man getrocknete Blüten durchs Sieb geben und so die abfallenden Harzdrüsen (Trichome) sammeln. Dieses sogenannte Trockensieb-Hasch oder Kief ist ein helles, pulvriges Material, das oft für besseres Handling zu Blöcken gepresst wird.

Ähnlich wie Kief ist Ice Hash (Icewater Hash). Manchmal wird er auch Bubble Hash genannt, weil er beim Erhitzen blubbert. Das Aussehen ist ähnlich – helles, loses Trichommaterial –, aber die Herstellung ist anders: Frische oder getrocknete Buds und „Zuckerblätter“ werden in einen Eimer eiskaltes Wasser gegeben, Trichome brechen ab und werden mit Sieben gesammelt.
Destillat
Das ist die reinste Form von Cannabis-Konzentraten. Als Basis dient ein anderes Extrakt, das weiter gereinigt wird; dabei werden Fette, Chlorophyll und Wachse, aber auch Aromen entfernt. Übrig bleibt ein geruchloses, aber hochwirksames Cannabinoid-Gemisch. Destillate werden meist für Edibles, Tinkturen, Vape-Kartuschen und andere Produkte verwendet.
Vorteile
Destillate sind chemisch sehr konstant, hochwertig und enthalten kaum Verunreinigungen. Sie ermöglichen auch die Isolierung bestimmter Cannabinoide.
Nachteile
Sie sind geschmacks- und geruchlos, kosten mehr und erfordern bei der Herstellung viel chemisches Know-how und Ausstattung. Die Wirkung kann für Neulinge schnell zu stark sein.
Hauptarten von Weed und deren Wirkung
Die Einteilung von Cannabis in die Gruppen Indica und Sativa ist eine Tradition. Viele Cannabisfans glauben, dass sich diese beiden Arten sehr unterscheiden – im Wuchs und im Rauscherlebnis. Dieser Unterschied ist eine gute grobe Orientierung, aber sei nicht zu streng damit – immer mehr Studien zeigen, dass viele Sorten falsch etikettiert sind und die Genetik in Wirklichkeit gemischt ist.
Ursprünglich entstanden diese Begriffe, um botanische Merkmale zu beschreiben. Die Popkultur begann jedoch schnell, sie zur Beschreibung der Effekte einer Sorte zu nutzen. Das funktioniert zwar manchmal, ist aber nicht immer korrekt. Heute weiß man: Terpene – aromatische Kohlenwasserstoffe in den Blüten – entscheiden mindestens mit darüber, ob eine Sorte belebend, entspannend oder dazwischen wirkt. Beide Indica- und Sativa-Subtypen enthalten diese Moleküle in wechselnden Anteilen; Wirkung und Aussehen stimmen also nicht immer 1:1 überein. Doch für die Praxis gilt: Wenn es wie eine Ente aussieht, läuft und quakt, ist es eine Ente (Indica/Sativa).

Indica
Cannabis Indica stammt aus dem Hindukusch-Gebirge in Afghanistan und ist an das raue Klima dort angepasst – geringe Höhe, buschiger Wuchs, kurze Internodien, kompakte Blütenstände und viel Harz. Indicas reifen schnell und haben breite, rundliche, dunkelgrüne Blätter.
Wirkungen
Indica wird ein ausgeprägtes Körper-High („Body-Stone“) nachgesagt – ein Zustand tiefer Entspannung, bei dem man reglos bleibt und Wellen von Euphorie empfindet. Indicas machen laut Kennern „couch-locked“ und führen in höheren Dosen zu Schläfrigkeit.
Medizinische Verwendung
Die sedierende, beruhigende Wirkung hilft Patienten mit körperlichen Beschwerden. Indica eignet sich daher besonders als abendliches Cannabis: Tagsüber kann sie müde machen und die Motivation nehmen.
Muskelspasmen
Viele Patienten mit Multipler Sklerose (MS) berichten, dass Cannabis Muskelsteifheit, Krämpfe und Schmerzen lindert – Indicas sollen dabei effektiver sein als Sativas.
Schmerzen
Schmerzen sind der Hauptgrund, warum viele medizinisches Cannabis nutzen. Sie berichten von Linderung aller möglichen Schmerzen – einschließlich Migräne, Fibromyalgie und vor allem neuropathischen Schmerzen. Indicas gelten wegen ihrer körperbetonten Wirkung als bessere Schmerzmittel.
Angstzustände
Sogar Soldaten in Afghanistan, die lokalen Indica-Hasch konsumierten, berichteten von stundenlanger Gelassenheit. Auch im Alltag werden die anxiolytischen Eigenschaften geschätzt. Selbstverständlich: Niedrige THC-Dosen senken Angst, zu hohe Dosen fördern sie (bis hin zu Paranoia).
Schlaflosigkeit
Weed gegen Schlaflosigkeit ist umstritten. Gerade Indica hilft beim Einschlafen und Durchschlafen, aber der Entzug (so mild er auch sein mag) kann die Schlaflosigkeit kurze Zeit verschlimmern. Also: Mit Vorsicht genießen!
Anbau
Indica war für illegale Züchter ein Segen, weil die Pflanzen kompakt und schnell blühend sind. Außerdem bilden Indicas dichtere, schwerere Buds, was sie als Zuchtziel attraktiv macht. Ihr kurzer Blütezyklus kommt Züchtern in kühleren Klimazonen mit kurzen Sommern entgegen – Sativas reifen dort oft nicht rechtzeitig aus.
Sativa
Cannabis Sativa wurde erstmals von Carl von Linné im 18. Jahrhundert beschrieben – als große Pflanze mit schmalen, hellgrünen Blättern, faserigem Stiel, wenig Harz und kaum psychoaktiver Wirkung – im heutigen Sinne Hanf.
Heutzutage verstehen wir unter Sativa aber etwas anderes: großwüchsig, harzreich und mit extrem potenter Wirkung. Moderne Sativa-Strains stammen meist aus Südafrika oder tropischen Ländern (Thailand, Vietnam, Kolumbien, Mexiko, Hawaii). Sie sind wahrscheinlich deshalb so stark, weil sie im tropischen Sonnenlicht besonders viel UV abbekommen: Eine Theorie sagt, THC schützt die Pflanze vor UV-Licht.
Wirkungen
Sativas wirken anders als Indicas. Sie beleben, heben die Stimmung, machen gesprächig, fördern Fokus und Motivation. Abends erschwert Sativa das Einschlafen, morgens kann sie wie Kaffee wirken. Zu hohe Dosen führen zu Verwirrung, Schwindel und können sogar einen Ohnmachtsanfall auslösen.
Medizinische Verwendung
Sativas eignen sich wegen ihrer Wirkung besser für psychische Beschwerden als für körperliche Leiden. Trotzdem lindert THC in Sativa-Sorten Schmerzen und Übelkeit – ohne die ermüdende Seite der Indica. Wer ein aktives Leben bevorzugt, sollte Sativas oder Sativa-dominante Sorten probieren.
ADHS
Ein wichtiges Symptom von ADHS ist mangelnde Konzentration. Viele Konsumenten berichten, dass vor allem Sativa-Sorten ihnen helfen, sich länger und besser zu fokussieren.
Appetitanreger
Warum Cannabis den Appetit so anregt, ist noch unklar. Eine Theorie: THC stimuliert Rezeptoren im Riechkolben, sodass Gerüche besonders verführerisch wirken. Ob so oder so – Cannabis (insbesondere Sativa) verschafft allen, auch Patienten mit Kachexie oder AIDS, einen „Fressflash“.
Depression
Die stimmungsaufhellende Wirkung von Sativas macht sie zum potenziellen Antidepressivum – doch Forschung dazu gibt es wenig. Es lässt sich keine medizinische Empfehlung ableiten! (Generell gilt: Vor Selbstmedikation immer einen Experten fragen.)
Anbau
Sativas sind schwerer anzubauen: Indoor beanspruchen sie viel Raum, Outdoor blühen tropische Varietäten oft zu spät. Dennoch gibt es viele Kreuzungen mit Indica-Eigenschaften, die das Wachstum handhabbar machen. So entstehen tolle, sativa-dominierte Hybride, die jeder anbauen kann.
Hybrid
Und jetzt schlechte Nachrichten für Indica/Sativa-Puristen: Die meisten aktuellen Sorten sind Hybride. Aber ist das schlimm? Im Gegenteil.
Zum einen sind Hybride besonders widerstandsfähig und vital („Hybridvigor“ ist der Fachbegriff). Zum anderen bieten sie neue und interessante Kombis bei Anbau und Wirkung.

Wirkungen
Mischst du Indica und Sativa, beginnt das High oft mit dem energetisch-belebenden Sativa-Effekt und endet mit entspannendem, sedierendem Indica-Stone.
Anbau
Offen wachsende Sativa-Strukturen mit langen Internodien sind für Indoor-Züchter wenig geeignet – es fehlt an Platz und große Pflanzen performen schlechter unter Kunstlicht. Die längere Blütezeit passt meist nicht ins Klima.
Das alles sind Gründe, reine Sativa mit Indica zu kreuzen. Darum sind Hybride so beliebt: Sie wachsen kompakt und schnell, können aber unterschiedlichste Effekte liefern – von Indica bis Sativa.
Industriehanf
Wie oben erklärt, ist Hanf keine andere Pflanze, sondern eine Form von Cannabis Sativa. Der Unterschied liegt in THC- und CBD-Gehalt: Wenig THC, viel CBD bedeutet, dass Hanf keinen Freizeitwert hat. Er wird nicht wegen seiner Cannabinoide, sondern in erster Linie als Faserpflanze angebaut.

Verwendung
Laut Cannabis-Ikone Jack Herer ist Hanf die vielseitigste Pflanze der Welt. Viele Nutzungen sind seit Jahrhunderten bekannt, andere werden laufend erforscht. Kaum denkt man, alles sei entdeckt, folgt eine neue Überraschung in Sachen Hanf.
Nahrung
Ein bekanntes Faktum: Aus Hanfsamen (Cannabissamen) kommen alle essentiellen Aminosäuren, die wir brauchen. Keine anderen Samen, Früchte oder Hülsenfrüchte sind derart abgestimmt auf unsere Ernährung. Außerdem liefern sie viele gute, ungesättigte Fette – ideal für Gesundheit und Langlebigkeit.
Fasern
Hanf ist sehr faserreich und eignet sich für alle Arten natürlicher, hypoallergener, robuster und langlebiger Stoffe. Das Wort „Canvas“ leitet sich von „Cannabis“ ab! Früher nutzten Handel und Marine Hanf für Segeltuch und Seile. Einer der Gründe, warum Napoleon gegen Russland Krieg führte: Russland wollte kein Hanf mehr nach England liefern.
Kraftstoff
Hanföl kann als Biodiesel verwendet werden – wichtiger aber: Cellulose kann zu Ethanol werden, einem sehr effizienten Kraftstoff. Zwar enthält jede Pflanze Zellulose, aber Cannabis produziert mehr Biomasse pro Saison als jede andere Art.
Baustoffe
Hanf liefert Stabilität für „Hanfbeton“ – ein wunderbar leichtes, aber festes Baumaterial mit geringerem CO2-Fußabdruck als Zement. Hanfbeton isoliert besser gegen Kälte und Hitze, ist langlebig in feuchter Umgebung und vollkommen ungiftig.
Medizinischer Nutzen
Der große CBD-Boom der letzten Jahre hat Hanf auch diesbezüglich neu entdeckt: CBD wird aus Hanf destilliert (weil Hanf fast überall legal ist, medizinisches Cannabis aber nicht). Hanf ist also nicht nur Industrie- sondern auch Heilpflanze.
Merkwürdigerweise ist in manchen Ländern (z. B. Italien) Rauchanhanf mit sehr niedrigem THC („Cannabis Light“) legal. Diese Buds sehen wie herkömmliches Weed aus – kompakt, schön beschnitten, klebrig –, aber erzielen nur sanfte Entspannung. Die Vorteile sind die gleichen wie bei anderen CBD-Produkten, der Nachteil ist die durch den Rauch verursachte Reizung der Atemwege.
Anbau
Hanf ist eine der einfachsten Kulturpflanzen. Beim Samenanbau muss die Sorte zum Klima passen, aber die meisten Hanfarten (weniger als 0,1-0,2% THC) blühen früh, daher gibt es selten Probleme. Faserhanfanbau ist noch einfacher, da Hanf kaum Dünger braucht und seine Wuchsform an die Saatstärke anpasst. Die größte Hürde stellt meist das Gesetz dar, da die Behörden Hanf oft skeptisch sehen.
Ruderalis
Cannabis Ruderalis wurde erst kürzlich beschrieben – eine kleine, schwächliche Wildpflanze, beheimatet in Sibirien und Teilen Nord-Europas. Sie ist an das raue Klima und kurze Sommer angepasst, hat einen sehr kurzen Lebenszyklus und beginnt automatisch zu blühen, anders als andere Cannabisarten, die erst mit den abkürzenden Tagen in die Blüte gehen.
Wirkung
Ruderalis enthält extrem wenig Cannabinoide, ist also kaum zu Freizeit- oder medizinischen Zwecken brauchbar. Die Wirkung ist sehr schwach; man müsste enorm viel konsumieren, um wenigstens ein leichtes High für kurze Zeit zu spüren.
Anbau
Weil Ruderalis keinen Freizeitwert hat und zu klein für industriellen Hanf ist, galt sie lange als unnütz. Aber Züchter haben entdeckt, dass ein Schuss Ruderalis-DNA in anderen Cannabistypen Sorten erzeugt, die kompakt, produktiv, potent und aromatisch sind, aber automatisch und superschnell blühen. Solche Pflanzen heißen Autoflower und sind heute vielleicht der beliebteste Sammentyp im Shop.
THC vs CBD
Da inzwischen die ganze Welt von CBD und seinen medizinischen Vorteilen weiß, wünschen sich immer mehr Züchter und Konsumenten CBD-reiche Sorten. Dennoch ist dieser Bereich noch eine Nische – die meisten bevorzugen THC-haltige Sorten.
Bei der Wahl der Sorte achten die meisten auf die Gehalte dieser beiden Cannabinoide in den Buds. Danach kommt meist der Genetiktyp (Indica oder Sativa) und das Terpenprofil (Geruch und Geschmack).

Hoch-THC-Sorten sind der Heilige Gral für erfahrene Freizeitkonsumenten und Patienten mit hoher Toleranz, sind aber für Gelegenheitskonsumenten und Anfänger nicht zu empfehlen – sie erleben schnell unerwünschte Nebenwirkungen. Sie sollten THC-Gehalte von 10-15% wählen.
Manche empfinden bei zu viel THC Angst oder Paranoia. Für sie sind 1:1 THC:CBD-Sorten ideal, da das eine Cannabinoid die unangenehmen Effekte des anderen dämpfen kann. Und wer nur den therapeutischen Nutzen von CBD will und kein High, wählt eine Sorte mit maximalem CBD-Anteil – denn davon kann man eigentlich nie genug bekommen.
Beliebte Sorten
Sich im Dschungel der Weed-Typen auszukennen ist wichtig. Aber oft ist es am einfachsten, eine Cannabissorte zu wählen, die über Jahre Kultstatus erlangt hat. Bei diesen Sorten stehen Wirkung und Aroma im Voraus fest, jeder kennt sie und die Erfahrungsberichte sind zahlreich.
Wir haben ein paar dieser Klassiker aufgelistet – immer wieder vertreten in den Toplisten der beliebtesten Sorten weltweit. Sie reichen von europäischen und Amsterdamer Coffeeshop-Klassikern über US-Dispensary-Favoriten bis zu aktuellen Terpenbomben.
| Sortenname | THC % | Geschmack | Autoflowering Version |
|---|---|---|---|
| White Widow | 15-25 | Holz, Blüten, Erde | White Widow Auto |
| Northern Lights | 16-21 | Gewürz, Pinie, Hasch | Northern Lights Auto |
| Cheese | 15-20 | Cheddar, Skunk, Erde | Cheese Auto |
| OG Kush | 19-26 | Skunk, Zitrus, Gewürz, Pinie | OG Kush Auto |
| Sour Diesel | 18-26 | Diesel, Skunk, Zitrus | Sour Diesel Auto |
| Blue Dream | 17-25 | Süß, Blaubeere | Blue Dream Auto |
| Pineapple Express | 16-26 | Ananas, Gewürz, Holz | Pineapple Express Auto |
| Girl Scout Cookies | 17-28 | Süße Cookies, Minze | Girl Scout Cookies Auto |
| Gorilla Glue | 18-25 | Diesel, Kaffee, Erde | Gorilla Glue Auto |
Fazit
Wir hoffen, unser Beitrag hat dir einen guten Überblick verschafft, wie Cannabis nach Herkunft (Sativa/Indica), Form des Produktes (Blüten, Edibles, Konzentrate usw.) und nach THC/CBD-Gehalt klassifiziert werden kann. Das Ganze ist einfach zu merken – für den nächsten Besuch im Shop oder zum Nachschlagen. Vielen Dank fürs Lesen – viel Freude beim Erkunden der Welt des Weeds!
FAQ
Was ist das stärkste Weed?
Die stärksten im Labor getesteten Weedproben haben heute über 30% THC. Je nach Quelle gibt es unterschiedliche Top-Listen – einige davon findest du in der Tabelle unten.
Wichtiger Hinweis: Auch wenn viele dieser Sorten als Samen oder Blüten erhältlich sind, bedeutet das nicht zwangsläufig, dass sie immer diese Spitzenpotenz erreichen. Sie HABEN DAS POTENZIAL für solche Werte, aber nur die besten Phänotypen und bei optimalem Anbau. Zu glauben, man könne im Haus damit an einen Olympiarekord herankommen, gleicht eher Wunschdenken.
| Brownie Scout | 37,5% | Future #1 | 37,28% |
|---|---|---|---|
| The Toad | 37% | Godfather OG | Über 34% |
| Chemdawg | 32,13% | Strawberry Banana | 31,62% |
| Grease Monkey | 31% | Chocolate OG | Fast 30% |
| Bruce Banner #3 | Bis zu 30% | Pacman OG | 29% |
| 99 Problems | 28-30% | Gorilla Glue #4 | 27-30% |
| Irish Cream | Über 27% | White Tahoe Cookies | Über 27% |
| Blue Walker | 26,77% | Durban Kush | 25-27% |
| Purple Punch | Über 26% | Ghost Train Haze | 25-27% |
Was ist die stärkste Sorte 2022?
Laut HighTimes liegt der Weltrekord für die stärkste Sorte – aufgestellt 2019 und bis 2022 unübertroffen – bei 37,5% THC (Brownie Scout von Green Thumb, Illinois). Ein weiterer Rekord: Future #1 (7 Points Oregon) mit 37,28%.
Was ist die stärkste Hybridsorte?
Es gibt viele potente Hybride, aber als eine der besten und am weitesten verbreiteten gilt Gorilla Glue #4 (GG4). Diese Hybridsorte ist fast überall erhältlich, sowohl als Bud als auch als Samen. Sie liefert regelmäßig 27-30% THC und stammt aus Chem’s Sister, Sour Dubb und Chocolate Diesel.
Was ist die beste Sorte aller Zeiten?
Die Antwort hängt davon ab, wen du fragst. Wie du wohl gemerkt hast, sind Geschmack und Wirkung so verschieden wie die vielen Cannabisarten. Manche schwärmen von White Widow, Northern Lights, Skunk #1 und AK-47, andere lieben neue US-Designersorten wie Gelato, Bruce Banner #3 oder Girl Scout Cookies. Ein Blick oben genügt, um alle bekannten Namen zu finden.
Welche Sorten haben das längste High?
Die Faustregel: Je stärker das High, desto länger hält es. Ausnahmen bestätigen die Regel – manche Buds liefern einen kurzen, intensiven Kick, das war’s. Wer ein langes High sucht, wählt eine Hoch-THC-Sorte oder greift zu Edibles: Sie brauchen etwas bis zum Wirkeintritt, wirken dann gefühlt ewig.
Was ist die seltenste Sorte?
Die seltensten Genetiken wachsen in der Natur an schwer zugänglichen Orten und bringen dank einzigartiger Böden und Klima außergewöhnliche Aromen und Wirkungen hervor. Beispiel: Die Ketama-Sorte – als Samen erhältlich, aber das originale Aroma und Geschmack gibt’s nur im marokkanischen Anbaugebiet. Andere Beispiele: Black African Magic, Oaxacan Highland, Malawi Gold – alles tropische Sativas.
Externe Links
- Das Cannabis sativa- versus Cannabis indica-Debatte: Ein Interview mit Ethan Russo, MD, Cannabis Cannabinoid Res., 1. Januar 2016
- Cannabis sativa und Cannabis indica versus „Sativa“ und „Indica“, In: Cannabis sativa L. - Botanik und Biotechnologie (S.101-121), 2017
- Cannabis-Konzentrate auf dem legalen Markt: Nutzerprofile, Produktstärke und gesundheitliche Auswirkungen, Addict Behav Rep., 17. August 2018
- Cannabis (Marihuana) und Cannabinoide: Was Sie wissen sollten, U.S. Department of Health and Human Services - National Institutes of Health
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